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Neue gentechnisch veränderte Sojabohne in der EU zugelassen

(05.12.2008) Die EU-Kommission hat die Einfuhr gentechnisch veränderter RoundupReady2-Sojabohnen sowie die daraus hergestellten Lebens- und Futtermittel zugelassen. Ab sofort sind damit geringe, technisch unvermeidbare Beimischungen dieser gv-Sojabohnen in Agrarimporten erlaubt.

Wie bei allen vorangegangenen EU-Zulassungen blockierten sich auch hier die Mitgliedstaaten gegenseitig. Bei den Abstimmungen im "Ständigen Ausschuss" und im Ministerrat ergaben sich keine qualifizierten Mehrheiten - weder für, noch gegen die Zulassung der RoundupReady2-Soajbohne. Wie in solchen Fällen vorgesehen, entscheidet die Kommission. Diese folgte dabei der Sicherheitsbewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), nach der Produkte dieser gv-Sojabohnen genauso sicher sind wie die vergleichbarer konventioneller Sojabohnen.

Die von Monsanto entwickelte neue gv-Sojabohne MON89788 besitzt eine Toleranz gegenüber dem Herbizid Roundup. Sie soll ab 2009 in den USA großflächig angebaut werden. Da sie gegenüber den seit 1996 genutzten  RoundupReady-Sojabohnen deutlich höhere Erträge liefern soll, wird mit einer schnellen Marktdurchdringung gerechnet. 2010 soll die Anbaufläche für RoundupReady2-Sojabohnen bereits 2,5 Millionen Hektar betragen.

Mit der Entscheidung für die RoundupReady2-Sojabohne ist die Einfuhr aller gv-Sojabohnen erlaubt, die ab 2009 in den USA angebaut werden. Eine andere herbizidresistente gv-Sojabohne von Bayer CropScience (A2704-12) erhielt bereits im September eine Importzulassung. Zufällige, technisch unvermeidbare Beimischungen aller in den Erzeugerländern genutzten gv-Sojabohnen sind in Futter- und Lebensmittel nun bis zu einem Anteil von 0,9 Prozent ohne Kennzeichnung erlaubt.

Für alle in der EU nicht zugelassenen gv-Pflanzen gilt weiterhin die "Nulltoleranz": Sie dürfen unabhängig von der Höhe des GVO-Anteils nicht eingeführt werden. Mit der beschleunigten Zulassung der RoundupReady2-Sojabohne wollten EU-Kommission und Frankreich, das derzeit den Vorsitz des Europäischen Rats einnimmt, den befürchteten Engpässen in der Futtermittelversorgung entgegenwirken.

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