Schaugarten Üplingen: Polizei beendet
Feldbesetzung
(13.03.2009) Die Polizei hat
die Besetzung des Schaugartens Üplingen
(Sachsen-Anhalt) durch Anti-Gentechnik-Aktivisten
nach nur einem Tag beendet. Wie schon im Vorjahr
sollen auf dem Gelände Freisetzungsversuche mit
gentechnisch veränderten Pflanzen gezeigt werden,
aber auch Beispiele für nachwachsende Rohstoffe aus
bisher wenig bekannten Kulturarten.
Eine kleine Gruppen von
Aktivisten war in der Nacht zum Freitag auf das
abgezäunte Gelände eingedrungen, hatte dort ein Zelt
errichtet und einen Beobachtungsturm besetzt.
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Schaugarten Üplingen
im Bördekreis (Sachsen-Anhalt):
Besetzung nach zwölf Stunden beendet.
Foto
unten: Schaugarten mit dem Stiftsgut Üplingen im Hintergrund; Sommer 2008.
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Am späten Nachmittag begann ein großes
Polizeiaufgebot mit der Räumung des Geländes. Vier
Demonstranten mussten von mit Beton gefüllten
Ölfässern befreit werden, an die sie sich gekettet
hatten. Am frühen Abend hatte die Polizei die
Feldbesetzung beendet. Nach Aufnahme der Personalien
wurden alle Aktivisten auf freien Fuß gesetzt. Sie
müssen mit einer Strafanzeige rechnen. Die Bio
Tech Farm GmbH als Betreiber des Schaugartens
hatte eine Einladung zur Diskussion mit den
Gentechnik-Gegnern abgelehnt, da die Feldbesetzer
durch ihre gewaltsame Aktion zu erkennen gegeben
hätten, dass ihnen an einer fairen
Auseinandersetzung nicht gelegen sei. |
Uwe Schrader,
FDP-Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt und
Beiratsmitglied von Bio Tech Farm warf den
Besetzern vor, sie wollten eine "anschauliche
Darstellung von Innovationen in der Landwirtschaft
verhindern." Der in Europa einmalige Schaugarten sei
ein "Ort des Gedankenaustausches".
Die Besetzer kritisierten den
Schaugarten als "Streichelzoo der Gentechnik", in
dem die Gefahren "ebenso systematisch verschwiegen
werden wie die sozialen Folgen."
Derzeit sind auf dem Gelände
des Schaugartens noch keine gentechnisch veränderten
Pflanzen ausgesät. Alle Freisetzungsversuche sind
von den zuständigen Behörden genehmigt.
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