Farmer in USA, Kanada und Australien wollen
gentechnisch veränderten Weizen
(19.05.2009) Mehrere große
Landwirtschaftsverbände in USA, Kanada und
Australien haben sich darauf verständigt, eine
mögliche Markteinführung von gentechnisch
verändertem Weizen gemeinsam zu unterstützen. Andere
Organisationen wollen dagegen weiterhin auf
gv-Weizen verzichten.
Die Vereinbarung über eine
"synchrone" Markteinführung von gv-Weizen wurde von
neun Weizenanbau-Verbänden aus USA, Kanada und
Australien unterzeichnet. "Wir sind überein
gekommen, dass es für uns alle das Beste ist, wenn
wir in dieser Frage zusammenarbeiten," sagte ein
Sprecher der National Association of Wheat
Growers in Kansas (USA). "Das ist zugleich ein
starkes Signal an die Züchter, die Entwicklung von
gv-Weizen voran zu treiben."
Ohne neue, gentechnisch eingeführte Merkmale sei der
Weizenanbau gegenüber anderen Kulturarten
langfristig nicht konkurrenzfähig, so die Verbände.
In USA habe der Anbau von Mais und Soja zugenommen,
da hier insekten- und herbizidresistenten gv-Sorten
zu weitaus besseren wirtschaftlichen Ergebnissen führe als Weizen.
Ähnlich die Situation in Kanada mit Raps. Zudem werde es für die
nordamerikanischen Weizenanbauer immer schwieriger, auf den
internationalen Agrarmärkten gegen die Konkurrenz aus der Ukraine,
Russland, Kasachstan und Argentinien zu bestehen.
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Noch nicht auf dem Markt: Gentechnisch
veränderter Weizen. Vor fünf Jahren gab Monsanto
den Plan auf, herbizidresistenten gv-Weizen auf den
Markt zu bringen. Bis die Entwicklung von gv-Weizen
mit anderen Merkmalen wie Trockentoleranz
abgeschlossen ist, kann es noch sechs bis sieben
Jahre dauern. |
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Bisher ist weltweit kein
gv-Weizensaatgut auf dem Markt. Vor fünf Jahren
stellte Monsanto die Einführung von
herbizidresistentem Mais ein. Derzeit wird vor allem
an Weizen geforscht, der durch neu eingeführte Gene
über eine Resistenz gegen gegen Pilzkrankheiten
verfügt. Weit fortgeschritten ist die Entwicklung
von trockentolerantem gv-Weizen, der auch bei Dürre
hohe Erträge liefert und weniger Wasser benötigt.
Auch wenn die Markteinführung neuer gv-Weizensorten
sechs bis acht Jahre dauert, "wollen wir den
Saatgutunternehmen signalisieren, dass viele Farmen
auf gv-Weizen warten", so die Vereinbarung der
Verbände. |
Der Präsident der kanadischen
National Farmers Union kritisierte jedoch,
die Forderung nach gv-Weizen werden nicht von der
Mehrheit der Landwirte geteilt. Die Markteinführung
von gv-Weizen in Kanada werde dazu führen, dass die
Ernte im Ausland nicht mehr abzusetzen sei.
Andere Organisationen wiesen
darauf hin, dass ein Anbau von gv-Weizen in Kanada
nur zu vertreten sein, wenn es entweder eine klare
Akzeptanz der Märkte gebe oder ein funktionierendes
System zur Trennung von gv- und konventionellem
Weizen vorhanden sein. 82 Prozent der kanadischen
Weizenerzeugung geht in den Export.
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