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EU fordert von China stärkere Gentechnik-Kontrollen bei Reis-Exporten

(02.07.2009) Die Europäische Kommission fordert von China stärkere Kontrollen um sicherzustellen, dass Reisexporte keine Spuren von gentechnisch verändertem Reis enthalten. Das geht aus einem Bericht der EU-Kommission hervor, der sich auf einen Besuch von EU-Inspektoren in China Ende letzten Jahres bezieht.

Bisher sind in China keine gv-Reis-Sorten zum Anbau zugelassen. Es finden aber zahlreiche Freisetzungsversuche statt, vor allem mit insektenresistenten Bt-63 Reis. Die Entscheidung über einen kommerzieller Anbau von gv-Reis wurde in China mehrfach verschoben.


Gentechnisch veränderter Reis:
Noch kein Anbau in China, aber obligatorische Kontrollen bei der Einfuhr in die EU.

Seit April 2008 müssen in China Reis-Exporte, die für die EU bestimmt sind, von einem akkreditierten Labor getestet werden und mit entsprechenden Begleitpapieren versehen werden. Die Behörden in den EU-Ländern sind verpflichtet, Importe von Reis und Reisprodukten aus China auf nicht zugelassene gv-Sorten zu prüfen.

Die EU hatte diese Kontrollen angeordnet, nachdem 2006 bis 2007 in einigen Ländern Spuren des in der EU nicht zugelassenen Bt-63 Reis entdeckt worden waren. Dem Bericht der EU-Inspektoren nach gab es 2008 mehr Fälle von Spuren nicht zugelassenem gv-Reis in Importen als in den beiden Jahren davor.

China verfügt über 29 solcher akkreditierte Kontrolllabore. Nach dem Bericht der Inspektoren sind diese personell wie technisch gut ausgestattet, es seien jedoch Lücken in der Kontrollkette vorhanden.

Vier bis fünf Prozent der EU-Einfuhren von Reis und Reisprodukten kommen aus China. Bei bestimmten Produkten, etwa Reisnudeln, ist der Anteil aus China deutlich höher.

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