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In
Nordrhein-Westfalen ist der Zünsler weiter nach Nordwesten
vorgerückt und führt nun im
Kreis Warendorf, südlich und südwestlich von Münster
zu nennenswertem Befall. Neue Befallsgebiete haben
sich im Osten Westfalens bei Warburg und ganz im
Westen bei Emmerich entwickelt.
In Niedersachsen und
Mecklenburg-Vorpommern sind die Erhebungen der
Pflanzenschutzämter noch nicht abschließend
ausgewertet. Vermutlich haben sich auch hier die
Verbreitungsgrenzen verschoben. Nur
Schleswig-Holstein bleibt weiterhin vom Maiszünsler
verschont.
Innerhalb des Verbreitungsgebietes des Maiszünslers
ist die Befallsstärke sehr unterschiedlich. In
einigen Gebieten Unterfrankens traten 2009 erstmals
seit drei Jahren wieder starke Schäden durch den Maiszünsler auf.
Obwohl die Landwirte dort die Fruchtfolge
einhalten und eine angemessene Technik zur
Bodenbearbeitung (Mulchen) einsetzen, konnte sich in diesem
Jahr der Falter gut entwickeln. Auf einzelnen
Feldern liegen die Ertragseinbußen
zwischen 50 und 60 Prozent. Als Folge der Fraßschäden am Mais ist der Befall mit Pilzen und
die Belastung mit Pilzgiften ( Mykotoxine) im Futtermais
sehr hoch. Dadurch kommt es zu Problemen bei der
Fütterung und zu gesundheitlichen Belastungen der
Tiere. |