Transparenz fr Gentechnik bei Lebensmitteln
 
TransGen Lebensmitteldatenbank

Geben Sie ein, wozu Sie etwas wissen wollen: eine Pflanze, ein Lebensmittel, eine Zutat, einen Zusatzstoff oder eine E-Nummer.

Sie erhalten Informationen über mögliche Anwendungen der Gentechnik.

Fragen zur Datenbank?

transGEN Forum
Newsletter? Anmelden
Forum Bio- und Gentechnologie

Lebensmittelüberwachung 2009:

In NRW keine Verstöße gegen Gentechnik-Kennzeichnung

(13.11.2009) Als erstes Bundesland macht Nordrhein-Westfalen die aktuellen Ergebnisse der Gentechnik-Kontrollen bei Lebensmitteln, Saatgut und Futtermitteln öffentlich zugänglich. 2009 wurden bei den untersuchten Lebensmitteln keine Verstöße gegen die Vorschriften zur Gentechnik-Kennzeichnung entdeckt. 

Bisher wurden 2009 259 Lebensmittelproben aus verschiedenen Produktgruppen untersucht. Es gab acht positive Befunde mit einem GVO-Anteil zwischen 0,1 und 0,9 Prozent. Da die gefundenen gv-Pflanzen - meist Sojabohnen oder Mais - in der EU zugelassen sind, ist eine Kennzeichnung dieser Produkte nicht erforderlich. Allerdings müssen Hersteller oder Handelsunternehmen gegenüber den Behörden belegen, dass sie geeignete Maßnahmen getroffen haben, um solche Beimischungen zu vermeiden. Produkte mit GVO-Anteilen über dem Kennzeichnungs-Schwellenwert von 0,9 Prozent wurden nicht gefunden.

Proben mit minimalen GVO-Spuren unterhalb von 0,1 Prozent führt der Gentechnik-Report NRW unter "ohne Befund" aus. In den Überwachungsergebnissen anderer Bundesländer werden positive Proben mit einem GVO-Anteil unter 0,1 Prozent gesondert ausgewiesen.

Untersucht wurde auch auf Spuren nicht in der EU zugelassener gv-Pflanzen. Bei Schwerpunktuntersuchungen von 58 Leinsamen-Produkten im September wurden 11 Proben mit GVO-Anteile zwischen 0,1 und 0,5 Prozent gefunden. Weiter 9 wiesen minimale GVO-Spuren unterhalb der technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent auf.

Auf bisher nicht geklärte Weise ist es in Kanada zu Beimischungen von gv-Flachs gekommen. Als Folge davon wurden in mehreren EU-Ländern GVO-Spuren in Leinsamenprodukten gefunden. Da der gv-Flachs in der EU nicht zugelassen ist, wurden die betreffenden Produkte vom Markt genommen.

In allen 2008 und 2009 untersuchten Reis-Proben war dagegen kein gv-Reis mehr nachweisbar. 2006 hatte es in den USA Verunreinigungen mit nicht zugelassenem gv-Reis gegeben.

2008 wurden in NRW 148 Futtermittel untersucht. 113 davon waren nicht gekennzeichnet. Der überwiegende Teil dieser Proben erwies sich tatsächlich "ohne Gentechnik". In zwölf Proben waren gv-Sojabohnen in Anteilen zwischen 3,5 und 90 Prozent nachweisbar. Diese Futtermittel verstießen gegen die Kennzeichnungsbestimmungen und wurden bei den Händlern beanstandet.

Keine Befunde gab es 2008 bei den Mais- und Rapssaatgut. Bei keiner der 89 Proben konnten gv-Pflanzen gefunden werden.

Mehr bei TransGen:

Mehr im Web:

Meldungen 2012
Februar
Januar
13. November 2009 [nach oben springen]

© 1997 - 2012 i-bio Information Biowissenschaften | Impressum | Leitlinien und Finanzierung | website created by webmotive