Brasilien: Zulassung für neue gentechnisch
veränderte Sojabohnen
(09.02.2010) Die
brasilianische Kommission für Biosicherheit hat eine
neue gentechnisch veränderte Sojabohne für den
kommerziellen Anbau zugelassen. Die Sojabohne wurde
in Brasilien entwickelt und ist ein
Gemeinschaftsprojekt von BASF und Empraba, einem
brasilianischen Forschungsinstitut.
Die neue gentechnisch
veränderter Sojabohnen ist die erste gv-Pflanze, die
vollständig in Brasilien entwickelt wurde. In die
Sojabohnen wurde ein aus Ackerschmalwand ( Arabidopsis
thaliana) stammendes Gen übertragen, das ihnen
eine Resistenz gegen Herbizide mit Wirkstoffen auf
Basis von Imidazolinonen verleiht. Das
Produktionssystem aus gv-Sojabohnen und dem dazu
passenden Herbizid soll die Unkrautbekämpfung
erheblich vereinfachen. Mit nur einer
Herbizid-Anwendung sollen "selbst kartnäckige
Unkräuter über die gesamte Saison eingedämmt
werden", so eine gemeinsame Presserklärung von BASF,
Embrapa und dem brasilianischen
Landwirtschaftsministerium.
Der Anbau der neuen
Cultivance-Sojabohnen soll in Brasilien mit der
Aussaat Ende 2011 beginnen. Bis dahin sollen in den
wichtigsten Exportländern die Zulassungen für
Lebens- und Futtermittel aus diesen Sojabohnen
eingeholt werden. Ein entsprechender
Zulassungsantrag für die EU wurde bereits
eingereicht.
Brasilien ist nach den USA
der zweitgrößte Sojaproduzent der Welt. Für 2010/11
wird eine Rekordsojaernte von 65 Millionen Tonnen
erwartet. Zwei Drittel davon entfallen derzeit auf
gentechnisch veränderte Sojabohnen. Bisher handelt
sich ausschließlich um RoundupReady-Sojabohnen
des Agro-Biotech-Unternehmens Monsanto, die gegen
Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat resistent sind.
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