Auch 2009: Anbau gentechnisch veränderter
Pflanzen steigt weiter
(23.02.2010) Der
Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen nimmt
weiter zu. 2009 stiegen die Flächen weltweit noch
einmal um sieben Prozent auf nunmehr 134 Millionen Hektar.
Auffällige Flächenzuwächse gab es in Burkina Faso,
Brasilien und Südafrika. In 25
Ländern werden gv-Pflanzen kommerziell genutzt, in
15 Ländern liegen die Anbauflächen über 50.000 Hektar.
Clive James, Vorsitzender der Agro-Biotechnologie-Agentur ISAAA (International
Service for the Acquisition of Agri-Biotech
Applications) stellte den jährlichen von ihm
herausgegeben Bericht über die globale Entwicklung
bei der landwirtschaftlichen Nutzung gentechnisch
veränderter Pflanzen heute in Bejing (China) vor.
Danach sind es weltweit 14 Millionen Landwirte, die
solche Pflanzen anbauen, überwiegend Kleinbauern in
Entwicklungsländern.
Bei den vier Kulturarten, bei
denen seit 1998 gv-Sorten erhältlich sind, nahmen
die "Gentechnik-Flächen" erneut zu: Bei Soja
summierten sie sich 2009 auf 69
Mio. Hektar (2008: 65,8), bei Mais auf 42 (37,3),
bei Baumwolle auf 16 (15,5) und bei Raps auf 6,4
(5,9). Bei Soja werden 77 Prozent der Welterzeugung
mit gv-Sojabohnen erzielt, bei Baumwolle beträgt der
GVO-Anteil 49 Prozent.
Gentechnisch veränderte
Zuckerrüben, in den USA im vierten Jahr auf dem
Markt, wurden 2009 auf 485.000 Hektar angebaut, 96
Prozent der amerikanischen Rübenflächen.
Die Länder mit den größten Flächen für
gv-Pflanzen sind die USA (64 Mio. Hektar), Brasilien
(21,4), Argentinien (21,3), Indien (8,4) und Kanada (8,2).
Mit einem Sprung von 15,8 auf
21,4 Millionen Hektar verzeichnete Brasilien den
größten Zuwachs. Bemerkenswert auch Burkina Faso:
Nachdem in dem afrikanischen Land 2008 erstmals
gentechnisch veränderte Baumwolle auf 8.500 Hektar
ausgebracht worden war, betrug die Fläche ein Jahr
später bereits 115.000 Hektar. In China und Kanada nahmen die mit gv-Pflanzen
bewirtschafteten Flächen geringfügig ab.
Wie 2008 listet der aktuelle
ISAAA-Report 25 Länder auf, die gv-Pflanzen
landwirtschaftlich nutzen. Neu hinzugekommen ist
Costa Rica. Deutschland wurde nach dem 2009
verhängten Anbauverbot aus der Liste der
"Gentechnik-Länder" gestrichen.
In den nächsten Jahren
erwartet James einen weiteren Wachstumsschub bei der
Grünen Gentechnik. Er verwies in diesem Zusammenhang
auf den in den nächsten Jahren beginnenden Anbau von
gentechnisch verändertem Reis und weiteren gv-Pflanzen in China sowie auf die Markteinführung
von trockentolerantem Mais ab 2012.
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