EU-Kommission: Importzulassung für sechs
gentechnisch veränderte Maislinien
(28.07.2010) Die
EU-Kommission hat heute für sechs weitere gentechnisch veränderte
Maislinien Einfuhrgenehmigungen erteilt. Wie üblich
hatten die vorangegangenen Abstimmungen im Ständigen
Ausschuss und im EU-Ministerrat
nicht die erforderliche qualifizierte Mehrheit der
Mitgliedsstaaten ergeben.
Die erteilten Genehmigungen
schließen den Import der sechs gv-Maislinien und
ihre Verwendung als Lebens- und Futtermittel ein,
nicht jedoch den Anbau in der EU. Erlaubt sind nun
auch "zufällige, technisch unvermeidbare"
Beimengungen dieser gv-Maislinien in eingeführten
Agrarrohstoffen.
Es handelt sich um
je zwei Mais- Events der Firma Pioneer
(1507x59122, 59122x1507xNK603), Monsanto
(MON88017xMON810, MON89034xNK603) und Syngenta
(Bt11xGA21, Bt11). Die Pflanzen sind resistent gegen verschiedene Schädlinge wie
Maiszünsler und
Maiswurzelbohrer, fünf der
sechs Linien verfügen zudem über eine Resistenz
gegen
Herbizide. Die Kreuzungen
aus verschiedenen gv-Maislinien werden in den USA und Kanada,
teilweise auch in Südamerika angebaut. Ebenfalls
zugelassen wurden Produkte aus Bt11-Mais, für die
das Agro-Unternehmen Syngenta einen
Erneuerungsantrag eingereicht hatte.
Nach den ergebnislosen
Abstimmungen im Ministerrat musste die
EU-Kommission nach geltendem europäischen Recht die
von ihr vorgelegten Entscheidungsvorschläge umsetzen.
Da alle sechs gv-Maislinien die in der EU geltenden
gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, mussten die
Zulassungen erteilt werden.
Nach Abschluss der wissenschaftlichen Sicherheitsbewertungen
hatte die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA) alle gv-Maislinien und
die daraus hergestellten Lebens- und Futtermittel
als genau so sicher wie herkömmliche
Vergleichsprodukte eingestuft.
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