Uganda: Freilandversuch mit trockentolerantem
Mais
(05.08.2010) Im November
sollen in Uganda Freilandversuche mit gentechnisch
verändertem trockentoleranten Mais beginnen. Der
Mais ist Teil eines internationalen Projekts, bei
dem ertragreiche, an afrikanische Bedingungen
angepasste Maissorten entwickelt werden sollen.
Das nationale
Biosafety-Committee (NBC) Ugandas hat einen
Freilandversuch mit trockentolerantem Mais unter
bestimmten Auflagen genehmigt. Wie ein an dem
Projekt beteiligter Wissenschaftler auf einer
internationalen Konferenz in der Hauptstadt Kampala
mitteilte, soll der Versuch im November beginnen.
Getestet werden soll, wie
sich verschiedene, mit dem Ziel einer besseren
Dürreverträglichkeit entwickelte Maislinien unter
Feldbedingungen verhalten. Auch mögliche schädliche
Umweltauswirkungen sollen untersucht werden.
Die Maisversuche sind Teil
des WEMA-Projektes (Water Efficient Maize for
Africa), an dem das internationale
Agrarforschungszentrum für Mais und Weizen (CIMMYT),
nationale Forschungseinrichtungen aus Uganda, Kenia,
Mozambique, Tansania und Südafrika sowie der
Agrobiotech-Konzern Monsanto beteiligt sind.
Koordiniert wird WEMA von der Afrikanischen Stiftung
für landwirtschaftliche Technologie (AATF). Die
Stiftungen von Bill und Melinda Gates und von Howard
Buffet unterstützten das Projekt mit 47 Millionen
US-Dollar.
Ziel ist die Entwicklung
trockentoleranter, an die landwirtschaftlichen
Bedingungen in Afrika angepasster Maissorten bis
2018. Dabei sollen konventionelle und moderne
molekularbiologische Züchtungstechniken (Smart
Breeding), aber auch gentechnische Verfahren
genutzt werden. Angestrebt wird, den Ernteertrag bei
Trockenheit gemessen an dem heutigen Niveau um 25
Prozent zu steigern.
Saatgut neuer Maissorten, die
aus dem Projekt hervorgehen, soll den Bauern in
Afrika ohne Preisaufschläge zugänglich sein. Auch
ein Nachbau - die Wiederaussaat eines Teils der
Ernte im Folgejahr - soll nicht eingeschränkt
werden. AATF und CIMMYT haben mit Monsanto
vertraglich vereinbart, dass das Maissaatgut von
lokalen Züchtern vermehrt und vertrieben wird. Die
Landwirte müssen dafür keine besonderen
Lizenzgebühren zahlen.
Mais ist in Afrika weit
verbreitet und Grundnahrungsmittel für mehr als 300
Millionen Menschen.
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