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Gentechnik: Ernte der Amflora-Kartoffel hat begonnen

(31.08.2010) Die Ernte der seit März 2010 in der EU zugelassenen gentechnisch veränderten Amflora-Kartoffel hat begonnen. Begleitet von Protesten wurden heute auf dem 14 Hektar großen Feld bei Zepkow (Müritzkreis/ Mecklenburg-Vorpommern) die ersten Knollen von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) aus der Erde geholt.

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Die Amflora-Kartoffel wurde von BASF Plant Science ausschließlich für industrielle Zwecke z.B. die Papierindustrie entwickelt. Sie bildet nur  Amylopektin-Stärke, wodurch die Trennung der in herkömmlichen Kartoffeln vorkommenden zwei Stärketypen entfällt.

Foto: BASF

Laut Presseinformation von BASF Plant Science betonte Minister Brüderle vor zahlreichen Landwirten den wichtigen Beitrag, den die Pflanzenbiotechnologie zur ausreichenden Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe leiste.

Insgesamt 300 Tonnen Kartoffeln sollen in den nächsten beiden Tagen geerntet und für die Saatgutvermehrung verwendet werden.

Das Feld bei Zepkow ist die einzige Fläche in Deutschland, auf der 2010 gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut wurden.

Gegen den Anbau der Amflora-Kartoffel gab es mehrfach Proteste. Nach der Aussaat im April forderten Umweltverbände und Oppositionsparteien Bundeslandwirtschafts- ministerin Ilse Aigner (CDU) auf, die EU-Zulassung auszusetzen und den Anbau zu verbieten. Im Juli war ein Hektar des Feldes von Gentechnik-Gegnern zerstört worden, Ende Juli eine weitere Feldzerstörung gescheitert. Freitag vergangener Woche fand in Zepkow eine Protest-Veranstaltung statt, auf der der Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus, erneut ein Anbauverbot forderte. 

BASF Plant Science hat unterdessen für eine weitere Stärke-Kartoffel, Amadea, in der EU die Zulassung  beantragt. Auch sie bildet ausschließlich AmylopektinAmylopektin-Stärke und soll den Amflora-Anbau ergänzen und später ersetzen. Neu bei Amadea ist, dass auch mögliche Anwendungen im Nahrungsmittelbereich beantragt wurden. BASF rechnet mit einer Markteinführung ab 2013/14.

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