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Gv-Kartoffel

Amflora-Kartoffel: Kein Anbau 2008


(07.03. 2008)  Gentechnisch veränderte Kartoffeln werden auch 2008 in Europa nicht kommerziell angebaut. Da die EU-Kommission die Zulassung der von der BASF entwickelten Amflora-Kartoffel hinauszögert, ist eine Aussaat in diesem Jahr nicht mehr möglich.

Bei der Amflora-Kartoffel wurde die Stärkezusammensetzung gentechnisch verändert. Während herkömmliche Kartoffelstärke aus zwei Varianten besteht, liefert Amflora nur Amylopektin‑StärkeAmylopektin‑Stärke. Diese wird in der Stärkeindustrie benötigt und vor allem bei der Papier- und Klebstoffherstellung verwendet. 

Der Zulassungsantrag für den Anbau der Amflora-Kartoffel wurde bereits 2003 eingereicht. Zwei Jahre später schloss die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSAEFSA) die wissenschaftliche Sicherheitsbewertung ab. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Amflora-Kartoffel sich in der Umwelt genau so verhalte wie herkömmliche Kartoffeln. Die daraus abgeleitete Empfehlung der EU-Kommission, den Anbau der Amflora-Kartoffel in der EU zu erlauben, fand nicht die erforderliche qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten. Da sich die nun fällige Entscheidung durch die EU-Kommission verzögert, ist ein Anbau der Kartoffel 2008 nicht mehr möglich.

Bereits 2007 hatte die BASF die Zulassung erwartet und den kommerziellen Anbau vorbereitet. Freisetzungs- und Anbauversuche wurden in Deutschland, Schweden und Tschechien durchgeführt.

Ein Grund für die verzögerte Zulassung dürften Diskussionen um das in der Amflora-Kartoffel verwendete Antbiotikaresistenz‑MarkergenAntbiotikaresistenz‑Markergen sein. Während die EFSA-Experten keine Sicherheitsbedenken haben, halten Kritiker solche Gene für problematisch. Reststoffe aus der Stärkeverarbeitung der Amflora-Kartoffel sollen als Futtermittel verwertet werden. 

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