Zugelassen: Einfuhr von gentechnisch verändertem
Mais GA21
(28.03.2008) Die
EU-Kommission hat den gentechnisch veränderten Mais
GA21 zur Einfuhr in die EU zugelassen. Der von dem
Agrounternehmen Syngenta entwickelte
herbizidresistente Mais wird in Nordamerika und
Argentinien angebaut.
Mit der Zulassung von
GA21-Mais sind vor allem Mais-Einfuhren aus
Argentinien erheblich vereinfacht worden. In
Maisfuttermitteln aus Argentinien waren mehrfach
Anteile von GA21-Mais festgestellt worden. Bis zu
der nun erteilten Zulassung waren solche Importe
nicht verkehrsfähig. Importeure waren deswegen oft
auf teuren Mais aus Brasilien ausgewichen. Nun
hoffen vor allem die Schweineerzeuger auf sinkende
Futtermittelpreise.
Wie bisher in allen Fällen
stützt sich die von der EU-Kommission ausgesprochene
Zulassung auf das Ergebnis der wissenschaftlichen
Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde
für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Da bei GA21-Mais
alle Voraussetzungen der europäischen
Gentechnik-Gesetzgebung erfüllt sind, ist die
EU-Kommission verpflichtet, die Zulassung zu
erteilen.
Bei den vorangegangenen
Abstimmungen im Ständigen Ausschuss und im
Ministerrat hatten sich erneut die Mitgliedstaaten
politisch blockiert: Weder für noch gegen eine
Zulassung von GA21-Mais fand sich die erforderliche
qualifizierte Mehrheit.
GA21-Mais war bisher in der
EU nur in Form verarbeiteter Futter- und
Lebensmittel zugelassen. Nun dürfen auch
unverarbeitete Maiskörner eingeführt werden. Ein
Anbau von GA21-Mais in der EU ist nicht erlaubt.
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