Entschlüsselung des Kakao-Genoms
(03.07.2008) Der
US-amerikanische Süßwarenkonzern Mars hat zusammen mit
IBM und dem Forschungsbereich des US-amerikanischen
Landwirtschaftsministeriums ein Programm zur
vollständigen Entschlüsselung des Genoms der Kakaopflanze
gestartet.
Ziel des Projekts ist es,
Gene und Genkombinationen zu
identifizieren, die für interessante Eigenschaften
der Kakaopflanze verantwortlich sind. Die Kenntnis
solcher Gene und ihrer Funktion ist eine
Voraussetzung, um schneller und gezielter auf
bestimmte Merkmale hin züchten zu können als es bisher
möglich ist. Fortschritte erhofft man sich vor allem
bei Kakaopflanzen, die weniger Wasser benötigen und
auch unter Trockenstress hohe Erträge liefern, die
resistent sind gegen Schädlinge und
Pflanzenkrankheiten oder Nährstoffe besser verwerten
können. Angestrebt wird auch eine
Qualitätsverbesserung von Kakao als wichtigster Schokolade-Zutat. Zudem will man verstehen, wie die
geschmacklichen und sensorischen Eigenschaften von
Kakao auf genetischer Ebene festgelegt sind.
Wie der Mars-Konzern bei der
Vorstellung des Programms erklärte, sollen vor allem
die Kakaobauern in Afrika profitieren, wenn als
Folge der Genom-Entschlüsselung
Kakaopflanzen entwickelt werden können, die höhere
Erträge liefern, geringere Verluste durch Schädlinge
und Krankheiten aufweisen und weniger Ressourcen wie
Pflanzenschutzmittel oder Wasser benötigen.
Das Programm, zu dem allein
Mars 10 Millionen US-Dollar beisteuert, ist auf fünf
Jahre angelegt. Die Entschlüsselung des Genoms und
die Funktionsbestimmung der Gene werden im
Forschungszentrum des US-Landwirtschaftsministeriums
in Miami (Florida) durchgeführt. Für die
Bioinformatik ist der Computer-Konzern IBM
verantwortlich.
Es ist kein unmittelbares
Ziel, Kakaopflanzen gentechnisch zu verändern.
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