Trend: Immer mehr Sojaerzeugnisse mit GVO-Spuren
(29.07.2008) In sojahaltigen
Lebensmitteln sind immer häufiger geringe Spuren von
gentechnisch veränderten Sojabohnen nachweisbar. Das lassen erste Ergebnisse
der Überwachungsbehörden für das Jahr 2007 vermuten.
In einigen Bundesländern waren dreißig bis fünfzig
Prozent der getesteten Soja-Produkte GVO-positiv.
Der Schwellenwert für die Kennzeichnung von 0,9
Prozent wurde jedoch nur in wenigen Fällen
überschritten.
Auf dem deutschen Markt
finden Verbraucher nur vereinzelt
kennzeichnungspflichtige Nahrungsmittel. Die Zahl
der Verstöße hat in den vergangenen Jahren
abgenommen. Bei sojahaltigen Lebensmitteln ist der
Anteil "GVO-positiver" Proben tendenziell gestiegen,
wohingegen er bei Maiserzeugnissen rückläufig ist.
Häufig liegen die Werte an der Nachweisgrenze von
0,1 Prozent und weit unter dem Schwellenwert für die
Kennzeichnung von 0,9 Prozent.
Zwischen den Bundesländern
gab es große Unterschiede: So fanden die hessischen
Kontrolleure in 2007 in mehr als jedem zweiten
Soja-Produkt fremde Erbsubstanz. In Bayern waren es
rund 43 Prozent, in Baden-Württemberg 39 Prozent. In
Niedersachsen hingegen enthielt nur jedes sechste
Lebensmittel geringe Spuren gentechnisch veränderter
Sojabohnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 war im
bundesweiten Durchschnitt etwa jedes vierte
Soja-Produkt "GVO-positiv".
Aktuelle Ergebnisse für das
Jahr 2007 liegen TransGen bislang für sieben
Bundesländer vor: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen,
Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland und
Thüringen.
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