Tschechien:
Anbau Bt-Mais verdoppelt
(01.08.2008) Tschechische
Landwirte haben 2008 mehr als doppelt so viel
gentechnisch veränderten Bt-Mais ausgesät wie im
Vorjahr. Die Anbauflächen steigen von 5000 auf nunmehr
11000 Hektar.
Nach einem Bericht des
tschechischen Informationsdienstes Aktualne
wird vor allem in Südmähren an 143 Orten Bt-Mais
angebaut. Nach einer Erhebung des Umweltministeriums
sollen die Ernteprodukte nicht in die allgemeine
Lebensmittelkette gelangen. Der Bt-Mais wird nach
der Ernte entweder ausschließlich im jeweiligen
Betrieb verfüttert oder für die Erzeugung von Biogas
und Biotreibstoffen verwendet.
In Tschechien ist eine
Koexistenz-Verordnung in Kraft. Danach muss zwischen
Bt-Mais und benachbarten konventionellen Maisfeldern
ein Mindestabstand von 70 Metern eingehalten werden.
Bei Öko-Mais sind es 200 Meter. Durch Anlage einer
Mantelsaat aus konventionellem Mais, der zusammen
mit dem Bt-Mais verwertet wird, kann dieser Abstand
verringert werden. Eine Reihe Mantelsaat ersetzt 2
Meter Abstand.
Offizielle Zahlen über die
Anbauflächen für Bt-Mais 2008 liegen aus den
EU-Ländern noch nicht vor. 2007 wurden in acht
Ländern insgesamt etwa 110000 Hektar mit Bt-Mais
bewirtschaftet. An der Spitze lag Spanien mit 75000
Hektar. In Frankreich ist der Anbau von Bt-Mais
MON810 2008 nicht erlaubt. In Deutschland stiegen
die Anbauflächen von 2685 auf 3180 Hektar in der
laufenden Anbausaison.
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