Lebens- und Futtermittel aus einer weiteren
gentechnisch veränderten Sojabohne zugelassen
(08.09.2008) Die
EU-Kommission hat heute Produkte aus gentechnisch
veränderten Sojabohnen A2704-12 zugelassen. Damit ist
das Inverkehrbringen von Lebens- und Futtermitteln aus
diesen Sojabohnen erlaubt, nicht jedoch der
Anbau in der EU.
Die von der Firma Bayer
CropScience entwickelte Sojabohne A2404-12
besitzt eine Resistenz gegen Herbizide mit dem
Wirkstoff Glufosinat (LibertyLink).
Sie ist seit mehreren Jahren in den USA für den
Anbau zugelassen.
Mit der heutigen Entscheidung
dürfen A2404-12-Sojabohnen in die EU eingeführt
werden. Auch zufällige, technisch
unvermeidbare Beimischungen
bis zu einer Höhe von 0,9 Prozent sind nun in
Sojalieferungen erlaubt. Wie für alle in der EU
nicht zugelassenen gv-Pflanzen galt auch für
A2404-12-Sojabohnen bisher die "Nulltoleranz".
Nach Abschluss der
Risikobewertung durch das zuständige Expertengremium
hatte die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit ( EFSA)
im August eine Zulassung der A2404-12-Sojabohnen
befürwortet. Bei der folgenden Abstimmung im
"Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und
Tiergesundheit" zeigten sich die Mitgliedstaaten
erneut uneinig. Zwar stimmte eine Mehrheit von
dreizehn Mitgliedstaaten für die Zulassung, doch die
erforderliche qualifizierte Mehrheit der Stimmen
wurde nicht erreicht.
Da auch der Ministerrat keine
eindeutige Entscheidung treffen konnte, hat nun die
EU-Kommission den im April 2008 vorgelegten
Entscheidungsentwurf umgesetzt. Die Zulassung ist
auf zehn Jahre beschränkt.
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