Bericht der
EU-Forschungsstelle:
Bisher keine gesundheitlichen Probleme durch
Gentechnik-Lebensmittel
(15.09.2008) Bisher gibt es
keine Hinweise für gesundheitliche Beeinträchtigungen
durch Lebensmitteln aus gentechnisch veränderten
Pflanzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der
Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission (JRC).
Der Ausschuss für Industrie,
Forschung und Energie des Europäischen Parlaments
hatte die Untersuchung 2006 bei der Gemeinsamen
Forschungsstelle (Joint Research Centre, JRC)
der EU-Kommission angefordert. Die
JRC-Wissenschaftler haben sich vor allem mit den
bereits zugelassenen GVO-Produkten beschäftigt.
Bisher sind keine negative gesundheitliche Effekte
bekannt geworden. Auch Allergien,
die auf GVO-Produkte zurückgeführt werden können,
sind nicht aufgetreten.
Das aktuell verfügbare Wissen
und die eingesetzten Untersuchungsmethoden reichten
aus, um die Sicherheit von neuartigen oder
gentechnisch veränderten Lebensmitteln vor ihrer
Markteinführung einzuschätzen, so die JRC-Studie.
Das von verschiedenen internationalen Organisationen
entwickelte Konzept zur Sicherheitsbewertung,
welches auch den europäischen Zulassungsverfahren
zugrunde liegt, biete eine "robuste Grundlage", um
mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen vorher
erkennen zu können.
Allerdings wisse man noch
wenig über mögliche langfristige gesundheitlichen
Effekte. Das gelte jedoch grundsätzlich für alle
Lebensmittel. Die Sicherheitsbewertung herkömmlicher
Lebensmittel stütze sich in der Regel auf
Erfahrungswissen, nicht auf einen exakten
wissenschaftlichen Nachweis.
Die JRC-Studie empfiehlt
weitere Forschung, um die aktuellen Verfahren weiter
zu verfeinern und an die nächste Generation
gentechnisch veränderter Pflanzen anzupassen, etwa
solche mit veränderter Nährstoffzusammensetzung.
Auch fehlten etwa geeignete Modelle, um die
Allergenität von
Lebensmitteln vor ihrer Markteinführung zu
bestimmen.
Bei der Studie hat das JRC
sowohl mit der Europäischen Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA) wie mit zwanzig
international anerkannten Experten
zusammengearbeitet.
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