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Keine Mehrheit für gentechnisch veränderte Sojabohnen der zweiten Generation

(03.09.2008) Die Zulassung von gentechnisch veränderten Sojabohnen der zweiten Generation in der EU ist vorerst gescheitert. Wie bei ähnlichen Abstimmungen zuvor konnten sich die Mitgliedstaaten nicht darauf verständigen, die Einfuhr von RoundupReady2- Sojabohnen (89788) zu genehmigen.

Nach der wissenschaftlichen Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSAEFSA) lag dem "Ständigen Ausschuss" bei seiner Sitzung am Montag in Brüssel ein Entscheidungsvorschlag vor. Erneut zeigten sich die Mitgliedstaaten in ihrer Gentechnik-Politik tief zerstritten, so dass keine Entscheidung mit der erforderlichen qualifizierten Mehrheit zustande kam. Belgien, Großbritannien, Bulgarien, Dänemark, Spanien, Portugal, Slowakei, Finnland, Schweden, Tschechien und die Niederlande stimmten für die Zulassung der RoundupReady2-Sojabohnen, Griechenland, Zypern, Luxemburg, Ungarn, Österreich und Polen dagegen. Die übrigen Länder, darunter Deutschland enthielten sich.

Nun hat der Ministerrat drei Monate Zeit, zu einer Entscheidung zu kommen.

Die von Monsanto entwickelte neue Generation herbizidresistenterherbizidresistenter Sojabohnen soll ab 2009 in den USA großflächig angebaut werden. 2010 wird eine Anbaufläche von 2,5 Millionen Hektar erwartet. Gegenüber den seit 1996 genutzten  RoundupReady-Sojabohnen sollen sie einen deutlich höheren Ertrag liefern.

Sollte der Import von RoundupReady2-Sojabohnen in die EU nicht genehmigt werden, dürften nach derzeitiger Rechtslage Sojaeinfuhren in die EU keinerlei Spuren dieser neuen Sojabohnen aufweisen. Da das nicht oder nur mit großem Aufwand erreichbar ist, wird in diesem Fall mit einem weiteren Rückgang der Sojaimporte aus USA gerechnet. Verbände aus der Landwirtschaft befürchten, dass es dann zu Engpässen und damit zu Preissteigerungen bei Futtermitteln kommen könnte.

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