Jedes vierte Soja-Produkt mit Gentechnik-Spuren
(16.10.2008) Auf dem deutschen Markt finden Verbraucher
nur wenige kennzeichnungspflichtige Lebensmittel. Das haben die
Ergebnisse der Überwachungsbehörden der
Bundesländer gezeigt. In
sojahaltigen Lebensmitteln sind jedoch häufig sehr geringe Spuren
von gentechnisch veränderten Organismen (GVOs) nachweisbar. Im
Jahr 2007 war etwa jede vierte
Probe eines Soja-Lebensmittels "GVO-positiv". Bundesweit
wurden 28 Verstöße gegen die
Kennzeichnungsvorschriften festgestellt.
Jedes Jahr stehen mehrere
tausend Nahrungsmittel auf dem Prüfstand. Die
Kontrolleure untersuchen, ob in ihnen Anteile von
GVOs - meist gv-Soja und gv-Mais - vorhanden sind.
Auch wenn sich die Ergebnisse im Einzelnen und je
nach Bundesland und Untersuchungsjahr unterscheiden,
ist die Tendenz eindeutig: Die Vorschriften zur
Gentechnik-Kennzeichnung werden weitgehend
eingehalten. Die Zahl der Verstöße ist sehr
gering. 2007 wurden 22 sojahaltige und 6 maishaltige
Lebensmittel gefunden, in denen ein
kennzeichnungspflichtiger GVO-Anteil nachgewiesen
werden konnte. Die beanstandeten
Produkte wurden aus dem Handel genommen.
Bei Soja-Lebensmitteln ist
der Anteil an GVO-positiven Proben gestiegen und hat
sich in den vergangenen drei Jahren auf etwa 25
Prozent eingependelt. In der
Regel sind jedoch nur sehr geringe Spuren von gv-Sojabohnen nachweisbar. Die gemessenen Werte bleiben unterhalb des Schwellenwerts von 0,9
Prozent und liegen häufig an der Nachweisgrenze von 0,1
Prozent.
Bei maishaltigen Produkten
ist der Anteil an GVO-positiven Proben rückläufig.
In den vergangenen Jahren fanden die Kontrolleure in
höchstens neun Prozent aller Proben geringe Spuren
von gv-Mais. In 2007
waren es lediglich
vier Prozent. Bei sechs Mais-Erzeugnissen wurde der Schwellenwert
für die Kennzeichnung überschritten. Damit war die
Zahl der Verstöße in 2007 etwas höher als in den
vergangenen Jahren mit je ein bis zwei beanstandeten
Produkten.
Mehr bei TransGen:
|