USA: Leitlinien für die Zulassung von
gentechnisch veränderten Tieren
(20.11.2008) Die
amerikanische Lebensmittelbehörde FDA (Food and
Drug Administration) hat Leitlinien für die
Zulassung von gentechnisch veränderten Tieren und den
damit erzeugten Produkten vorgelegt. Bis zum 18.11.
konnte die Öffentlichkeit Kommentare zu dem Entwurf
abgeben.
Bisher sind weltweit noch
keine gentechnisch veränderten Tiere zugelassen, die
außerhalb von abgeschlossenen Laboren gehalten
werden. Um künftig eine Zulassung in den USA zu
erhalten, müssen die Hersteller belegen, dass
ähnlich wie bei gentechnisch veränderten Pflanzen
die Tiere oder deren Produkte nicht die Sicherheit
oder Gesundheit von Mensch und Tier gefährden und
die daraus erzeugten Lebensmittel genauso sicher
sind wie herkömmliche. Nachgewiesen werden muss
auch, dass die Haltung der Tiere oder ihre
Markteinführung kein Risiko für die Umwelt
darstellt. Die Antragsteller müssen gegenüber der
Behörde erläutern, mit welchen Verfahren die neuen
Gene eingeführt wurden, woraus das Genkonstrukt besteht und dass das neue Merkmal
stabil vererbt wird.
Unter die zukünftigen
Leitlinien fallen sowohl gentechnisch veränderte
Tiere, die medizinische Wirkstoffe oder hochwertige
Industrieprodukte wie Fasern produzieren als auch
Nutztiere für die Lebensmittelproduktion. So warten
etwa schnell wachsende gv-Lachse in den USA seit
Jahren auf eine Zulassung. In einem
fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befinden sich
Schweine, die gentechnisch so verändert wurden, dass
sie weniger umweltbelastende Phosphate (Gülle)
ausscheiden oder in ihrem Fleisch
gesundheitsfördernde Omega3-Fettsäuren enthalten.
Die FDA will auch auch
gentechnisch veränderte Haustiere - etwa Katzen ohne
Allergene für
Katzenallergiker - nach der in den Leitlinien
festgelegten Sicherheitsbewertung zulassen sowie
Tiere mit gentechnisch erzeugten Resistenzen gegen
Krankheitserreger wie die Vogelgrippe oder Tiere,
die Organe zur Transplantation für Menschen
( Xenotransplantation)
liefern.
Noch sind die Leitlinien für
die Zulassung gentechnisch veränderter Tiere nicht
verbindlich. Kritisiert wird daran vor allem, dass eine
Kennzeichnung für Lebensmittel und Produkte aus gv-Tieren nicht vorgesehen ist.
Verbraucherorganisationen verweisen auf Umfragen,
bei denen eine große Mehrheit der Konsumenten in den
USA eine Kennzeichnung von Lebensmitteln aus
gv-Tieren forderte.
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