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03. Februar 2012
Europa sucht die Hintertür: Nationale Gentechnik-Ausstiege trotz Binnenmarkt
Unternehmen sollen darauf verzichten, Saatgut von gentechnisch veränderten Pflanzen in solchen EU-Ländern zu vermarkten, die das nicht wollen. Mit diesem Vorschlag will die dänische EU-Ratspräsidentschaft die seit zwei Jahren festgefahrene Debatte neu beleben: Damals hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, dass einzelne Länder den Anbau von gv-Pflanzen auf ihrem Gebiet verbieten können. Mehrere EU-Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, lehnen eine solche Re-Nationalisierung ab. - Gegen den "Ohne Gentechnik"-Trend sind in Spanien und Portugal 2011 die Anbauflächen für Bt-Mais auf neue Rekordhöhen gestiegen.

23. Januar 2012
Grüne Woche: Proteste für und gegen Gentechnik
Diskussionen um die Grüne Gentechnik polarisieren auch in diesem Jahr die Internationale Grüne Woche, die noch bis zum 29. Januar in Berlin stattfindet. Am Samstag zog eine Demonstration gegen industrielle Landwirtschaft und gegen Gentechnik durch das Regierungsviertel. Während der Eröffnung am Freitag hatten Wissenschaftler "gegen die Abwanderung deutscher Spitzenforschung im Bereich der Grünen Gentechnik" und die "Untätigkeit der Politik" protestiert.

17. Januar 2012
Deutschlands Felder sind jetzt "gentechnik-frei"
In Deutschland und den meisten EU-Ländern sind die Felder "ohne Gentechnik". Nach dem Rückzug der BASF Plant Science aus Europa und damit dem Ende der Amflora wird in Deutschland keine gentechnisch veränderte Pflanze mehr angebaut. Auch am Verbot von Bt-Mais MON810 wird sich vorerst nichts ändern. Die ohnehin schon geringe Zahl der Freilandversuche wird weiter zurückgehen. Europa und Deutschland koppeln sich damit von der internationalen Entwicklung ab.

03. Januar 2012
USA: Gentechnik-Pflanzen mit neuen Merkmalen zugelassen
Die US-amerikanische Landwirtschaftsbehörde USDA hat zwei gentechnisch veränderte Pflanzen mit neuen Merkmalen ohne Einschränkungen zugelassen: Trockentoleranten Mais und Sojabohnen mit veränderter Fettsäurezusammensetzung, deren Öle für Verbraucher gesundheitliche Vorteile bringen sollen.

19. Dezember 2011
Nach Honig-Urteil zu Gentechnik-Pollen: Deutsche Imker jubeln, international Entsetzen
Das Honig-Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hat zu großer Verwirrung und Unsicherheit in der Honigbranche geführt. Besonders betroffen sind Imker aus Ländern, die Honig in die EU exportieren und in denen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut oder freigesetzt werden. Ein Großteil der deutschen Imker sieht in dem Urteil dagegen einen wichtigen Etappensieg in Richtung einer gentechnik-freien Landwirtschaft.

17. Dezember 2011
Zulassung Gentechnik-Produkte in der EU: Die Mitgliedsstaaten sagen wie immer jein
Seit Jahren das gleiche Spiel: Bei der Zulassung von Gentechnik-Produkten können sich die EU-Mitgliedstaaten nicht auf klare Entscheidungen verständigen: Erneut endeten Abstimmungen im EU-Agrarministerrat ohne die erforderliche qualifizierte Mehrheit - weder für, noch gegen eine Zulassung. Diesmal ging es um Lebens- und Futtermitteln aus vier gentechnisch veränderten Pflanzen, drei Mais- und eine Baumwollsorten.

08. Dezember 2011
Aussaat in Brasilien: Starker Zuwachs bei gentechnisch veränderten Pflanzen erwartet
Die Landwirte in Brasilien wollen in der bevorstehenden Anbausaison 2011/12 deutlich mehr gentechnisch veränderte Soja-, Mais- und Baumwollpflanzen ausbringen als im Vorjahr. Die damit bewirtschafteten Flächen sollen nach Angaben des Agro-Consulting-Unternehmens Ceres um 20 Prozent auf 31,8 Millionen Hektar steigen. Grundlage für diese Prognose sind Befragungen unter Landwirten sowie Hochrechnungen aufgrund des Saatgutverkaufs.

29. November 2011
Frankreich: Oberstes Gericht annulliert Anbauverbot für Gentechnik-Mais MON810
Der oberste Verwaltungsgerichtshof in Frankreich hat das 2008 verhängte nationale Anbauverbot für gentechnisch veränderten MON810-Mais für rechtswidrig erklärt. Es folgte damit einem Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) aus dem September. Die französische Regierung habe nicht beweisen können, dass der Anbau mit "erheblichen Risiken für Mensch, Tier oder Umwelt" verbunden sei.

15. November 2011
Neu-Zulassung von gentechnisch veränderten Sojabohnen: Herbizid Glyphosat unter Druck
Die EU-Mitgliedsstaaten können sich nicht über die fällige Neuzulassung der seit 1997 genutzten gentechnisch veränderten Sojabohne einigen. Im "Ständigen Ausschuss" erhielt gestern keine Seite die erforderliche qualifizierte Mehrheit. Umweltverbände und Gentechnik-Kritiker fordern, die Zulassung zu verweigern und zudem die beim Anbau der Sojabohnen erforderlichen Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat zu verbieten. Sie berufen sich dabei vor allem auf Untersuchungen eines argentinischen Embryologen. Doch dessen Ergebnisse werden von den meisten Fachleuten zurückgewiesen.

01. November 2011
BASF beantragt Zulassung gentechnisch veränderter Kartoffel mit Resistenz gegen die Kraut- und Knollenfäule
Die BASF Plant Science (Limburgerhof) hat die EU-Zulassung einer gentechnisch veränderten Kartoffel beantragt, die eine Resistenz gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule besitzt. Der Antrag schließt sowohl den Anbau als auch eine Verwendung als Lebensmittel ein. Das Unternehmen rechnet mit einer Markteinführung der gv-Kartoffel (Markenname: Fortuna) für den Zeitraum 2014/15.

31. Oktober 2011
Gutachten zu Gentechnik-Zulassungen in der EU: Kaum lösbarer Konflikt zwischen Wissenschaft und Politik
Nach der Veröffentlichung zweier Gutachten zu den EU-Rechtsvorschriften für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sieht sich die EU-Kommission "auf dem richtigen Weg". Viele der Empfehlungen seien bereits umgesetzt worden. Ein Kernpunkt jedoch scheint von einer Lösung weiter entfernt denn je: Die Kommission will den Mitgliedsstaaten einen größeren politischen Spielraum zubilligen, um den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf ihrem Territorium zu regulieren. Die Mehrheit der Mitgliedstaaten lehnt das jedoch ab.

19. Oktober 2011
Kontrollen: Honig mit Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen aus dem Verkehr gezogen
In Baden-Württemberg und Thüringen sind kanadische Importhonige aus dem Verkehr gezogen worden, weil in ihnen Pollen aus nicht dafür zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen nachgewiesen wurden. Bei aktuellen Kontrollen in Baden-Württemberg wurden in sieben von 39 untersuchten Importhonigen Spuren verschiedener gv-Raps- und Sojabohnensorten gefunden. Drei dieser Honige enthielten gv-Raps, der nur eingeschränkt als Lebensmittel zugelassen ist. In vier Proben, darunter zwei Bio-Honigen, fanden sich Spuren von gv-Sojabohnen.

04. Oktober 2011
Genfrei Gehen goes America: Kampagne für Kennzeichnung von Gentechnik-Lebensmittel
Mit einem Right2Know-March von New York nach Washington soll eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel auf die politische Tagesordnung in den USA gesetzt werden. Veranstalter ist ein Bündnis aus Umwelt- und Verbraucherorganisationen sowie mehreren Öko-Unternehmen. Doch selbst in der Organic Food-Branche ist man über die "europäische" Anti-Gentechnik-Kampagne alles andere als erfreut.

22. September 2011
Lebensmittelüberwachung: Auch 2010 Gentechnik-Spuren in jedem fünften Soja-Produkt
Auf dem deutschen Markt sind weiterhin keine kennzeichnungspflichtigen Nahrungsmittel zu finden. Das haben Kontrollen aus allen Bundesländern bestätigt. In sojahaltigen Erzeugnissen sind aber oft geringe Spuren von gentechnisch veränderten Sojabohnen nachweisbar. Im Jahr 2010 war jede fünfte Probe eines Soja-Produkts "GVO-positiv". Bei Mais-Lebensmitteln lag der GVO-Anteil bei nur vier Prozent.

19. September 2011
Brasilien: Virusresistente Bohnen zugelassen - Erste Eigenentwicklung bei Grüner Gentechnik
Die brasilianische Kommission für biologische Sicherheit hat eine gentechnisch veränderte virusresistente Bohne als sicher eingestuft und damit den Weg für eine Anbauzulassung freigemacht. Es ist sie erste gentechnisch veränderte Pflanzen, die vollständig in Brasilien entwickelt worden ist. Sie verfügt über eine Resistenz gegen das Golden Mosaic Virus, das vor allem in Südamerika verbreitet ist und große Schäden im Bohnenanbau verursacht.

08. September 2011
Das nächste EuGH-Urteil: Nationale Anbauverbote für Gentechnik-Mais MON810 nur bei "offensichtlicher Gefahr"
EU-Mitgliedsstaaten können EU-weit zugelassene Gentechnik-Pflanzen nur verbieten, wenn die "Gesundheit von Mensch und Tier oder die Umwelt offensichtlich gefährdet sind". Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem heute verkündeten Urteil enge Grenzen für nationale Alleingänge gesteckt. Danach dürften sich die von den Regierungen in Deutschland und Frankreich verfügten Anbauverbote für gentechnisch veränderten Bt-Mais MON810 kaum aufrecht erhalten lassen. Für deren Überprüfung sind nationale Gerichte zuständig.

07. September 2011
Grüne Gentechnik: "Das Misstrauen, das den Forschern entgegengebracht wird, ist verletzend und unwürdig."
Die Medizin-Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard hat eine feindliche Atmosphäre gegenüber der Pflanzengentechnik in Deutschland beklagt, die zu Einschränkung der Forschungsfreiheit und einer Abwanderung junger Wissenschaftler ins Ausland führe. Die Genetikerin aus Tübingen wurde zusammen mit Prof. Reinhard Szibor und dem Ressortleiter Wissen der ZEIT, Andreas Sentker, im Schaugarten Üplingen mit dem Innoplanta-Preis 2011 ausgezeichnet.

06. September 2011
Honig mit Pollen aus gentechnisch veränderten Pflanzen: Zulassung erforderlich
Honig, der den Pollen eines gentechnisch veränderten Organismus (GVO) enthält, bedarf der Zulassung, da es sich hierbei um ein Lebensmittel handelt, dass "aus einem GVO hergestellt" wurde. Das ist die Kernaussage eines heute vom Europäischen Gerichtshof gefällten Urteils. Es stellt damit die bisherige Rechtspraxis in Frage und dürfte weitreichende Konsequenzen haben. So könnte es zu einem faktischen Importverbot von Honig aus Staaten kommen, in denen der Anbau von gv-Pflanzen weiter verbreitet ist als in der EU.

01. September 2011
Gentechnik-Forschung in Bayern: Neun Jahre Anbau von Bt-Mais, keine Anreicherung im Boden
Gentechnisch veränderter Bt-Mais reichert sich auch bei einem mehrjährigen Anbau nicht im Boden an. Das ist der Ergebnis eines von der bayerischen Landesregierung gefördertes Projekts zur Sicherheitsforschung. Auf den Versuchsfeldern wurde über neun Jahre Bt-Mais angebaut, so dass es den Wissenschaftlern möglich war, auch Langzeitauswirkungen unter praxisnahen Bedingungen zu untersuchen. Heute will man in Bayern von solchen Freilandversuchen nichts mehr wissen.

11. August 2011
Neue Chancen oder wachsende Abhängigkeit - Afrika sucht nach eigenem Umgang mit der Grünen Gentechnik
Die aktuelle Hungersnot in Ostafrika hat zu neuen Diskussionen um die Grüne Gentechnik geführt. In Kenia hat die Regierung die Einfuhr von Hilfslieferungen aus gentechnisch verändertem Mais erlaubt. Doch die weit verbreitete Furcht vor gesundheitlichen Gefahren und der Abhängigkeit von großen Agro-Konzernen ist damit nicht ausgeräumt. Derzeit gibt es bis auf wenige Ausnahmen in Afrika kaum Anbau mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Kenia und einige andere afrikanische Länder setzen verstärkt auf eine eigenständige Pflanzenforschung, die sich vor allem mit den dort genutzten Kulturpflanzen und regionalen Problemen beschäftigt.

05. August 2011
Brasilien: Starker Zuwachs bei Grüner Gentechnik - aber weiter Haupt-Erzeuger für "gentechnikfreie" Sojarohstoffe
Brasilien wird den Anbau gentechnisch veränderte Pflanzen in der beginnenden Anbausaison deutlich ausweiten. Nach einer Umfrage unter Landwirten soll 2011/12 die mit gv-Mais, Baumwolle und Sojabohnen bewirtschaftete Fläche auf über 30 Millionen Hektar steigen. Nach den USA ist Brasilien das mit Abstand zweitgrößte Gentechnik-Land. Obwohl dort mehr als 80 Prozent der Sojaerzeugung auf gv-Sorten entfallen, bleibt Brasilien jedoch der wichtigste Lieferant für "gentechnik-freie" Soja-Futtermittel.

28. Juli 2011
Baumwollanbau in Indien: Über 90 Prozent mit Gentechnik - Deutlich weniger Insektizide
In Indien hat sich gentechnisch veränderte Baumwolle weitgehend durchgesetzt. Nach Angaben der Regierung in Neu Dehli wird 2011 eine Fläche von 9,8 Millionen Hektar damit bewirtschaftet. Acht Jahre nach der Markteinführung entfallen fast neunzig Prozent der indischen Baumwollproduktion auf gv-Sorten. Die Landwirte können mit ihnen deutlich höhere Erträge bei geringerem Insektizideinsatz erzielen. Dadurch sind die vor allem bei Kleinbauern verbreiteten Vergiftungen zurückgegangen.

21. Juli 2011
Im Kliniktest: HIV-Medikament aus gentechnisch veränderten Pflanzen
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts haben Tabakpflanzen entwickelt, die durch eine gentechnische Veränderung Antikörper gegen den HI-Virus bilden. Nun wird die Sicherheit des Medikaments an 11 Probandinnen in Großbritannien geprüft. Es ist das erste Mal, dass ein monoklonaler Antikörper aus gentechnisch veränderten Pflanzen in Europa klinisch getestet werden darf.

13. Juli 2011
Nach Zerstörungsaktionen: "Gewaltfreier und transparenter Dialog" über gentechnisch veränderte Pflanzen
Radikale Gentechnik-Gegner haben mehrere Versuchsfelder mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Groß-Lüsewitz (Mecklenburg-Vorpommern) und auf dem Gelände des Schaugartens Üplingen (Sachsen-Anhalt) zerstört. Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die an den betroffenen Standorten Versuche durchführen, haben sich in einem Appell an Politik und Öffentlichkeit gewandt, sich "gemeinsam für einen gewaltfreien und transparenten Dialog" einzusetzen.

02. Juli 2011
USA 2011: Gentechnik-Anteil bei Mais, Soja und Baumwolle weiter bei 90 Prozent
Auch 2011 setzen die Landwirte in den USA unvermindert auf gentechnisch veränderte Pflanzen. Bei Mais, Soja, Baumwolle und Zuckerrüben liegt der Gentechnik-Anteil zwischen 88 und 94 Prozent. Insgesamt wurde in diesem Frühjahr auf einer Fläche von 67 Millionen Hektar gentechnisch verändertes Saatgut ausgebracht. Das geht aus der aktuellen Agrarstatistik der amerikanischen Landwirtschaftsbehörde USDA hervor.

24. Juni 2011
EU: Gentechnik-Spuren bis 0,1 Prozent sind nun erlaubt - aber nur in Futtermitteln
Künftig sind in Futtermittelimporten geringfügige Spuren von in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen erlaubt, wenn sie die technische Nachweisgrenze von 0,1 Prozent nicht überschreiten. Die EU-Kommission hat heute entsprechende Rechtsvorschriften angenommen.

17. Juni 2011
USA: Gentechnisch veränderte Lachse vor dem Aus
In den USA ist die Markteinführung gentechnisch veränderter Lachse in weite Ferne gerückt. Das US-amerikanische Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf angenommen, mit dem der Lebensmittelbehörde FDA Gelder für die Zulassung gesperrt werden. Damit wird erstmals in den USA politisch über gentechnisch veränderte Produkte entschieden.

14. Juni 2011
Grüne Gentechnik in Südamerika: Bolivien erlaubt, Peru verbietet
Bolivien will den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ausweiten, Peru ihn für mindestens zehn Jahre verbieten. In Südamerika gehen die Länder unterschiedliche Wege bei der landwirtschaftlichen Nutzung der Grünen Gentechnik.

01. Juni 2011
Grüne Gentechnik: Deutlich weniger Freilandversuche in Deutschland und Europa
In Deutschland und Europa werden immer weniger Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen durchgeführt. 2011 gingen in der EU nur noch halb so viele Anträge ein wie 2010. Für Deutschland weist das Standortregister aktuell nur noch 16 Freilandversuche aus, neun weniger als im Vorjahr. In Frankreich und anderen EU-Ländern werden inzwischen keine Versuche mit gv-Pflanzen mehr durchgeführt.

28. Mai 2011
Gentechnik-Gesetz wird geändert: Bundesländer dürfen eigene Koexistenz-Regeln festlegen
Die Bundesländer sollen künftig eigene Regeln beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen vorschreiben können. Das geht aus einem Entwurf zur Änderung des Gentechnik-Gesetzes hervor. Bei Kartoffeln soll zwischen Feldern mit konventionellen und gentechnisch veränderten Pflanzen ein Mindestabstand von zehn Metern gelten.

27. Mai 2011
"Gentechnik verletzt Menschenrechte" - eine Falschmeldung
Der UN-Menschenrechtsausschuss sieht gentechnisch veränderte Pflanzen als Verstoß gegen die Menschenrechte, berichteten vor einigen Tagen mehrere Zeitungen und Fernsehanstalten. Zwar hat ein UN-Ausschuss über eine Klage von Nachbarn eines Versuchsfeld mit gentechnisch veränderten Pflanzen verhandelt, doch im Protokoll der Sitzung findet sich lediglich ein knapper Hinweis. Danach soll die Bundesrepublik Deutschland in ihrem alle fünf Jahre fälligen Bericht "Auskunft über Maßnahmen zum Gesundheitsschutz im Zusammenhang mit gentechnisch veränderten Organismen geben".

19. Mai 2011
Gentechnik: US-Behörden wollen trockentoleranten Mais zulassen
Die US-amerikanische Landwirtschaftsbehörde USDA beabsichtigt, einen von den Unternehmen Monsanto und BASF entwickelten gentechnisch veränderten trockentoleranten Mais für den Anbau freizugeben. Es wäre weltweit die erste kommerziell genutzte gv-Pflanze, die besser mit Umweltstress zurecht kommt und auch bei Trockenheit hohe Erträge liefern soll.

18. April 2011
Gentechnik-Futter: Politik mit Eiern
Die in Deutschland erhältlichen Frisch-Eier stammen zu einem überwiegenden Teil von Legehennen, die Futter aus gentechnisch veränderter Sojabohnen erhalten haben. Mit diesem Ergebnis einer Befragung löste Greenpeace kurz vor Ostern ein großes Medienecho aus. Dagegen erklärte der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik, die "ohne Gentechnik"-Kennzeichnung sei gerade bei Eiern "ein großer Erfolg".

11. April 2011
Grüne Gentechnik in Europa: Größere Flächen nur in Spanien - Keine weiteren Anbauzulassungen in Sicht
Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa konzentriert sich weiterhin auf Spanien. Zwar waren es 2010 acht EU-Länder, in denen die Grüne Gentechnik auf einer Gesamtfläche von 90.000 Hektar genutzt wurde, doch 85 Prozent davon entfielen auf Spanien. Unterdessen drängt die rumänische Regierung darauf, den Anbau von gv-Sojabohnen zu erlauben. Rumänien erhofft sich davon eine deutliche Steigerung der Agrarexporte.

31. März 2011
Tschechien: Jedes dritte Soja-Lebensmittel mit Gentechnik-Spuren
icht nur in Deutschland, sondern auch auf dem tschechischen Markt finden Verbraucher nur wenige kennzeichnungspflichtige Produkte. Das haben Untersuchungen von über 1.200 Proben in den Jahren 2002 bis 2007 gezeigt. In jedem dritten sojahaltigen Produkt wurden aber Spuren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) nachgewiesen. Zum Vergleich: In Deutschland war in den vergangenen Jahren rund ein Viertel der Soja-Proben GVO-positiv.

23. März 2011
EuGH: Nationale Anbauverbote für Gentechnik-Mais MON810 rechtlich fragwürdig
Das von der französischen Regierung verhängte Anbauverbot für gentechnisch veränderten Mais MON810 ist möglicherweise mit europäischen Rechtsvorschriften nicht vereinbar. Das ergibt sich aus einem Rechtsgutachten, das gestern beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorgelegt wurde. Dort wird über mehrere Klagen gegen das in einigen EU-Ländern, darunter auch Deutschland, geltende MON810-Anbauverbot entschieden.

18. März 2011
Gentechnik-Spuren im Saatgut: Bundesrat gegen technische Nachweisgrenze
In Deutschland bleibt es vorerst bei der absoluten Nulltoleranz für Gentechnik-Spuren im Saatgut. Der Bundesrat hat heute einen Antrag mehrerer Bundesländer abgelehnt, eine technische Nachweisgrenze für zufällige, technisch unvermeidbare GVO-Beimischungen in Saatgut festzulegen.

17. März 2011
EU: Weiterhin politische Blockade bei Gentechnik-Zulassungen
Erneut konnten sich die EU-Mitgliedsländer bei einer Abstimmung über Zulassungen für drei gentechnisch veränderte Pflanzen nicht zu einer politischen Entscheidung durchringen. Nun wird erwartet, dass die EU-Kommission gemäß den europäischen Verträgen die Zulassungen erteilen wird. Sie folgt damit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Sicherheitsbewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

07. März 2011
Südafrika setzt auf die Grüne Gentechnik
In Südafrika nimmt der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen weiter zu. 2010 sind die Flächen auf nunmehr 2,2 Millionen Hektar gestiegen. Auch in der Pflanzenforschung nutzt das Land verstärkt gentechnische Verfahren. Zahlreiche Pflanzen mit neuen, gentechnisch vermittelten Merkmalen werden derzeit im Freiland getestet.

04. März 2011
USA: Öko-Landwirtschaft streitet über Abgrenzung zur Gentechnik
In der US-amerikanischen Öko-Landwirtschaft gibt es unterschiedliche Auffassungen über eine mögliche Koexistenz mit dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Vor allem größere Organic Food-Unternehmen sehen geringe Gentechnik-Beimischungen nicht als Widerspruch zum Qualitätsanspruch ihrer Produkte. Einige Anti-Gentechnik-Organisationen drängen dagegen auf eine "Nulltoleranz" ähnlich wie in Europa.

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