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Aussaat USA 2005

Weiter Zuwachs bei gv-Pflanzen


Auch 2005 nimmt in den USA der Anteil an gv-Pflanzen weiter zu. In diesem Jahr sind bei Soja und Baumwolle fast nur noch gentechnisch veränderte Sorten ausgesät worden. Bei Mais wachsen erstmals auf mehr als der Hälfte der US-Anbauflächen gv-Pflanzen.

Wie in jedem Jahr hat die US-Landwirtschaftsbehörde USDA Ende Juni die aktuellen Veränderungen der Anbauflächen der wichtigsten Kulturpflanzen in den USA bekannt gegeben. Erfasst werden auch gentechnisch veränderte Soja-, Mais- und Baumwollsorten. Der Report wird vom National Agricultural Statistics Service (NASS) erstellt und basiert auf Auswertungen von Saatgutverkäufen und repräsentativen Befragungen von Landwirten.

Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in den USA: 1996-2005
(jeweils in % der Gesamtanbaufläche)

Soja (oben)

Mais (oben)

Baumwolle (oben)

  • Bei Soja ist der Anteil für gv-Sorten noch einmal um zwei Prozent (2003: 85%) auf 87 Prozent der gesamten Anbaufläche  gestiegen.  In sechs US-Bundesstaaten erreichen die gv-Sorten Anteile über 90 Prozent. An der Spitze liegen  Mississippi und South Dakota mit 96 und 95 Prozent.
    Gegenüber dem Rekordjahr 2004 ist die Gesamtanbaufläche für Soja in diesem Jahr um drei Prozent auf nunmehr 29,6 Millionen Hektar zurückgegangen.
  • 2005 ist in den USA erstmals mehr gv-Mais als konventioneller Mais ausgesät worden. Der GVOGVO-Anteil stieg um fünf Prozent auf nunmehr 52 Prozent. Der Anteil der insekten- resistenten Bt-Sorten an der Gesamtanbaufläche ging leicht von 27 auf 25 Prozent zurück. Dafür legten die herbizidresistenten Sorten um zwei auf insgesamt 17 Prozent zu. Sorten mit kombinierter Insekten- und Herbzidresistenz (stacked genes) stehen auf neun Prozent der Maisflächen (2004: 6%). In South Dakota säten die Farmer auf 83 Prozent der Flächen gv-Mais aus. 
    2005 wurde in den USA insgesamt auf 33 Millionen Hektar Mais angebaut, ein Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Auch bei Baumwolle haben die Farmer 2005 mehr gv-Sorten ausgesät: In diesem Jahr wird 79 Prozent der Ernte auf gv-Baumwolle entfallen (2004: 76%). Die insektenresistenten Bt-Sorten stiegen um zwei auf 16 Prozent der US-Anbauflächen für Baumwolle, während herbizidresistente Sorten weiter um drei auf nunmehr 27 Prozent zurückgingen. Die Farmer griffen verstärkt zu Sorten mit kombinierter Insekten- und Herbzidresistenz (stacked genes). Sie stehen in diesem Jahr auf 34 Prozent der Baumwollflächen (2004: 30%).
    Die Gesamtanbaufläche für Baumwolle nahm 2005 in den USA um drei Prozent zu und liegt nunmehr bei 5,6 Millionen Hektar.

Trotz der skeptischen Einstellung der Verbraucher in Europa und Asien, den wichtigsten Absatzmärkten für US-Agrarexporte, haben die Farmer 2005 erneut mehr gentechnisch verändertes Saatgut ausgebracht als im Vorjahr. Seit nunmehr zehn Jahren steigt der GVO-Anteil bei Soja und Baumwolle kontinuierlich an. Seit dem deutlichen Einbruch im Jahr 2000 greifen die US-Farmer auch bei Mais, der in den USA auf der größten Fläche angebauten Kulturpflanze, immer häufiger zu gv-Sorten.

Offenbar ist die Aussaat von gv-Sorten für die Farmer weiterhin wirtschaftlich interessant. Den höheren Preisen für das Saatgut stehen Kosteneinsparungen bei Pflanzenschutzmitteln, Maschineneinsatz und Arbeitszeit gegenüber.  

 

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04. Juli 2005 [nach oben springen]

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