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Meldungen International |
| 12. Oktober 2007 | | Pakistan: Illegaler Anbau von Bt-Baumwolle | In Pakistan wird offenbar in großem Umfang gentechnisch veränderte Bt-Baumwolle angebaut. Wie aus einem Bericht der US-amerikanischen Botschaft hervorgeht, sollen Bt-Sorten bereits etwa 40 Prozent der pakistanischen Baumwollernte liefern. Bt-Baumwolle ist in Pakistan nicht zugelassen. Das Saatgut wird vermutlich aus Indien, China und Australien eingeschmuggelt. In China und Indien hat der Anbau von Bt-Baumwolle in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Auf Bt-Sorten entfällt etwa die Hälfte der Baumwollproduktion dieser Länder.
Die pakistanische Regierung hat angekündigt, die kommerzielle Nutzung von gv-Baumwolle zu ermöglichen. Allerdings sollen eigene gv-Sorten entwickelt werden, die an die klimatischen Bedingungen des Landes angepasst sind und Resistenzen gegen die in Pakistan relevanten Schädlinge und Krankheiten besitzen. Es wird noch einige Jahre dauern, bis solche gv-Baumwollsorten entwickelt und in Freilandversuchen getestet sind.
Pakistan erntet jährlich etwa 2,4 Millionen Tonnen Baumwolle. Nach Schätzungen werden knapp 900.000 Tonnen mit Bt-Sorten erzeugt.
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| 09. Oktober 2007 | | USA: Offizielle Untersuchungen zu LL601-Reis abgeschlossen | Die von der Kontrollstelle der US-amerikanischen Landwirtschaftsbehörde USDA durchgeführte offizielle Untersuchung zu den Verunreinigungen von Reisprodukten mit gentechnisch verändertem LL601-Reis ist abgeschlossen. Im Sommer 2006 waren Spuren von nicht zugelassenem LL601-Reis zuerst in den USA festgestellt worden, später auch bei Untersuchungen von US-Langkornkreis in Europa. Der von dem Agrobiotech-Unternehmen Aventis – heute Bayer Crop Science - entwickelte herbizidresistente LL-601-Reis (LibertyLink) war in den 1990er-Jahren in Freilandversuchen getestet worden. Seine Entwicklung wurde jedoch zugunsten des ähnlichen LL62-Reis eingestellt.
Im Rahmen der USDA-Untersuchungen wurden knapp 400 Proben von 57 unterschiedlichen Reissorten aus den Erntejahren 2002 bis 2006 überprüft. Ausschließlich in Proben der Reissorte Cheniere war LL601 nachweisbar. In der Reissorte Clearfield 131 fanden sich zudem Spuren einer weiteren gv-Reislinie LL604. Proben aller anderen Reissorten waren ohne Befund. Den USDA-Experten gelang es jedoch nicht, zweifelsfrei die Ursachen der ungewollten Vermischungen zu finden. Cheniere- und LL601-Reis wurde zwischen 1999 und 2001 auf dem Gelände der Rice Research Station in Crowley/Loisiana angebaut. Zwischen Pflanzen beider Reissorten kann es zu Einkreuzungen gekommen sein. Clearfield- und LL604-Reis wurden dort ebenfalls vermehrt, jedoch in verschiedenen Jahren, so dass hier Einkreuzungen als Ursache auszuschließen sind.
Strafmaßnahmen gegen Bayer CropScience sollen nicht eingeleitet werden, da dem Unternehmen kein Verschulden nachzuweisen ist. Auf der Grundlage der USDA-Untersuchungen wurden neue Empfehlungen für ein besseres Qualitätsmanagement in der Saatgutproduktion erarbeitet. So soll etwa die Entfernung zwischen Vermehrungsflächen für gv- und konventionelle Sorten vergrößert werden.
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