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Die
Vorgeschichte. Seit fast hundert Jahren ist bekannt, dass
bestimmte, überall im Boden anzutreffende Bakterien -
Bacillus thuringiensis (Bt) - eine giftige Wirkung auf
Insekten haben und sie abtöten.
Ursache dafür
ist das Bt‑Toxin, ein von den Bakterien
gebildetes Eiweiß. Nehmen es Insekten mit der Nahrung auf, wird es
dort in eine aktive Form umgewandelt, welche die Darmwand der Tiere
zerstört. Erst stellen die betroffenen Insekten das Fressen ein,
dann sterben sie ab.
Seit 1964 sind Bt-Präparate in Deutschland
als Pflanzenschutzmittel zugelassen. Sie werden vor allem im Mais-,
Kartoffel-, Obst- und Gemüseanbau verwendet und sind auch im
Ökologischen Landbau erlaubt. Dort finden Pflanzenschutzmittel auf
Basis des Bt-Toxins eine breite Anwendung.
Kommerziell erhältliche Bt-Präparate bestehen
aus getrockneten Bakterien-Sporen und dem kristallinen Toxin. Von
diesem sind mehr als hundert verschiedene Varianten bekannt, die
jeweils nur auf bestimmte Insektengruppen wirken.
Die Vorteile der Bt-Präparate:
- Sie wirken sehr spezifisch: Die einzelnen Bt-Toxin- Varianten
treffen die jeweiligen Schädlinge einer bestimmten
Kulturpflanze, ohne andere als Nützlinge geschätzte Arten zu
gefährden.
- Das Bt-Toxin ist für Säugetiere und Menschen harmlos.
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