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  Fr 03.09.2010 | 07:01 Uhr
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Schäden durch Maiszünsler

"Ich rechne mit 10 bis 15 Prozent Ernteausfällen."


Wenn es Herbst wird, sind auf vielen Maisfeldern im Süden und Osten Deutschlands die Spuren des ZünslersZünslers deutlich zu erkennen: Zahlreiche Pflanzen sind umgeknickt. Die Maiskolben liegen auf dem Boden und können nicht geerntet werden.

"Ich rechne mit 10 bis 15 Prozent Ernteausfall", sagt ein Landwirt aus einem östlichen Bundesland, der sich 2004 am Erprobungsanbau beteiligte. In seiner Region kommt es seit fünf Jahren zu einem vergleichsweise starken Zünslerbefall. Auch der Nachbarbetrieb beklagt ähnliche Schäden.

BtBt-Mais, der aufgrund neu eingeführter Gene einen für die Zünslerlarven tödlichen Wirkstoff bildet, könnte eine weitere Option gegen diese Schädlinge sein. Die Wirksamkeit dieses Konzepts wird auch auf den Feldern des Erprobungsanbaus überprüft - vor allem, wenn sie in Befallsgebieten liegen.

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Vor Ort: Die Spur der Maiszünsler

Wie alle Versuchsfelder ist auch dieses Feld überwiegend mit konventionellem Mais bepflanzt; nur auf einer Parzelle in der Mitte steht gentechnisch veränderter Bt-Mais. Der Landwirt hat keine besonderen Maßnahmen ergriffen, um den Zünsler zu bekämpfen.

Chemische Pflanzenschutzmittel sind wenig wirksam, da sie die Zünslerlarven nicht erreichen, sobald sie sich in den Stängel hineingebohrt haben. Eine biologische Bekämpfung, etwa durch Ausbringen von Schlupfwespen ist arbeitsaufwändig und bringt nur etwas, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Schlupfwespen legen ihre Eier in die Eigelege der Maiszünsler. 

Wie die meisten Betriebe in der Region hat auch der Landwirt des Versuchsfeldes nach der letzten Ernte die Stoppeln nachgehäckselt, in denen der Zünsler überwintert. Erfolg hat das allerdings nur, wenn alle Landwirte einer Region solche Maßnahmen durchführen. 

Die Schäden der Zünsler

Nachdem die Larven im Frühsommer aus den Eigelegen geschlüpft sind, fressen sie sich im Verlauf der Vegetationsperiode durch den Stängel der Maispflanze nach unten. Dabei höhlen sie den Stängel aus. Die Fraßgänge sind überall zu erkennen. (Fotos Mitte)

Die Folge: Die Standfestigkeit der Maispflanzen wird erheblich vermindert. Durch Wind oder Eigengewicht brechen die Pflanzen ab. (Fotos oben) Bei der Ernte werden sie von den Maschinen nicht erfasst.

Bohrgänge und Fraßspuren der Zünsler sind "Einfallstore" von Krankheitserregern, besonders von Pilzen. (Foto unten). Starker Zünslerbefall führt fast immer zu einem vermehrten Pilzbefall. Einige dieser Pilze bilden giftige Stoffwechselprodukte (MykotoxineMykotoxine).

"Der Bt-Mais auf meinem Versuchsfeld sieht gut aus", sagt der Landwirt. "Dort sind keine Pflanzen abgeknickt. Auch ein Pilzbefall ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen."

Die Fotos wurden im September 2004 aufgenommen. Der Betrieb beteiligte sich am Erprobungsanbau 2004.

 

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23. September 2004 [nach oben springen]

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