| Fr 03.09.2010 | | | 06:54 Uhr |
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Auch in Deutschland ist der Maiszünsler in fast allen Maisanbauregionen anzutreffen. Solange der Befall schwach bleibt, nehmen viele Landwirte den Schädling hin. Erst wenn er stärker wird und die Schäden zunehmen, sind wirksame Bekämpfungskonzepte gefragt. Doch da der Zünsler den überwiegenden Teil seines Lebens innerhalb der Pflanze verbringt, ist er nur schwer zu fassen. Den Landwirten in den Befallsregionen stehen verschieden Konzepte gegen den Maiszünsler zur Verfügung. Welches wirksam und zugleich wirtschaftlich angemessen ist, hängt vor allem von der Stärke des Zünslerbefalls ab. Doch die kann von Jahr zu Jahr erheblich schwanken. Die amtlichen Pflanzenschutzdienste versuchen, anhand verschiedener Indikatoren vorherzusagen, ob ein starkes oder schwaches Zünslerjahr bevorsteht. Zudem sind Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Zünsler nur dann wirksam, wenn alle betroffenen Landwirte einer Region sich daran beteiligen.
Strategie drei: Chemische und biologische PflanzenschutzmittelIn Deutschland sind nur wenige chemische Pflanzenschutzmittel zur Maiszünslerkontrolle zugelassen. Ihre Anwendung ist teuer, kompliziert und oft wenig wirksam. Für ein wirksames Ausbringen der Pflanzenschutzmittel steht nur der schmale Zeitraum zwischen dem Beginn des Falterflugs im Juni/Juli und der Eiablage zur Verfügung. In der Regel haben die Maispflanzen dann bereits eine stattliche Größe erreicht und das Feld kann nur mit speziellen Spritzmaschinen befahren werden. Zudem kann es in einem Sommer mehrere Flugperioden geben, für die jeweils ein Spritzgang erforderlich ist. Chemische Pflanzenschutzmittel wirken nicht nur auf den jeweiligen Zielorganismus, sondern können auch Nützlinge treffen und sie dezimieren. Ähnliche Schwierigkeiten bereitet das
Aufbringen von biologischen Pflanzenschutzmitteln, wie die aus dem
Bodenbakterium ( Strategie vier: Biologische VerfahrenMit Hilfe der
Schlupfwespenart Entscheidend für den Erfolg ist der richtige Zeitpunkt, zu dem die Wespeneier ausgebracht werden: Wenn daraus nach zwei bis drei Tagen die Wespen schlüpfen, müssen die Zünslereier auf den Maisblättern abgelegt sein. Ist der Zeitpunkt für das Ausbringen der Karten mit Trichogramma-Eier korrekt gewählt, kann die Zünslerpopulation um 70 bis 80 Prozent reduziert werden. Da es meist zwei oder mehrere Flugperioden des Zünslers gibt, müssen die Karten mehrfach ausgebracht werden. Mehr bei TransGen
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