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Der Maiszünsler:
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Strategie eins: Nichts tunBei schwachem Zünslerbefall nehmen die Landwirte einzelne abgeknickte Pflanzen hin. Erst wenn die dadurch bedingten Ernteverluste ein bestimmtes Maß überschreiten, ist es wirtschaftlich sinnvoll, den Zünsler mit geeigneten Maßnahmen zu bekämpfen. Strategie zwei: Ackerbauliche MaßnahmenDie Zünslerlarven überwintern in den Maisstoppeln oder im Wurzelbereich. Je kürzer die Stoppeln bei oder nach der Ernte über dem Boden abgeschnitten werden, um so weniger Zünsler werden überwintern. Durch tiefes Pflügen und weitere Maßnahmen kann das Auftreten im Folgejahr drastisch verringert werden. Allerdings lassen örtliche Bodenverhältnisse oder die Witterung eine wirksame Bodenbearbeitung nicht immer zu. Außerdem besteht ein Zielkonflikt zwischen Erosions- und Bodenschutz einerseits und der Zünslerbekämpfung andererseits: Bodenschonende Bearbeitungsverfahren fördern das Überwintern des Zünslers. |
In Deutschland sind nur wenige chemische Pflanzenschutzmittel zur Maiszünslerkontrolle zugelassen. Ihre Anwendung ist teuer, kompliziert und oft wenig wirksam.
Für ein wirksames Ausbringen der Pflanzenschutzmittel steht nur das schmale Zeitfenster zwischen dem Beginn des Falterflugs im Juni/Juli und der Eiablage zur Verfügung. In der Regel haben die Maispflanzen dann bereits eine stattliche Größe erreicht und das Feld kann nur mit speziellen Spritzmaschinen befahren werden. Zudem kann es in einem Sommer mehrere Flugperioden geben, für die jeweils ein Spritzgang erforderlich ist.
Chemische Pflanzenschutzmittel wirken nicht nur auf den jeweiligen Zielorganismus, sondern können auch Nützlinge treffen und sie dezimieren.
Ähnliche Schwierigkeiten bereitet das
Aufbringen von biologischen Pflanzenschutzmitteln, wie die aus dem
Bodenbakterium (
Bacillus
thuringiensis, Bt) gewonnenen Präparate. Diese wirken nur, wenn sie die Zünsler außerhalb des Stängels erreichen.
Mit Hilfe der
Schlupfwespenart
Trichogramma kann der
Maiszünsler auf biologische Weise bekämpft werden. Trichogramma-Wespen
sind die natürlichen Gegenspieler vieler schädlicher
Schmetterlingsarten: Sie parasitieren deren Eier und verhindern so
die Entwicklung von Falterlarven.
Entscheidend für den Erfolg ist der richtige Zeitpunkt, zu dem die Wespeneier ausgebracht werden: Wenn daraus nach zwei bis drei Tagen die Wespen schlüpfen, müssen die Zünslereier auf den Maisblättern abgelegt sein. Ist der Zeitpunkt für das Ausbringen der Karten mit Trichogramma-Eier korrekt gewählt, kann die Zünslerpopulation um 70 bis 80 Prozent reduziert werden.
Da es meist zwei oder mehrere Flugperioden des Zünslers gibt, müssen die Karten mehrfach ausgebracht werden.
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