| Sa 13.03.2010 | | | 18:04 Uhr |
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MON810-Mais ist die einzige gentechnisch veränderte Pflanze, die in der EU und in Deutschland landwirtschaftlich genutzt wird. Seit 1998 ist der Anbau von MON810-Mais in der EU zugelassen. Im April 2007 lief diese Erstgenehmigung aus. Nachdem ein Neuantrag eingereicht wurde, hat sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erneut mit der Umwelt- und Produktsicherheit von MON810-Mais beschäftigt. - Im April 2009 hat Deutschland die Zulassung ausgesetzt und damit den Anbau von MON810-Mais vorerst verboten. EU-Zulassung 1998. MON810-Mais wurde von dem Agrobiotech-Unternehmen Monsanto (St. Louis, USA)
entwickelt. Er produziert einen Wirkstoff ( Voraussetzung für die Zulassung war eine
wissenschaftliche Sicherheitsüberprüfung. Das dafür zuständige
Expertengremium kam zu dem Ergebnis, dass Anbau und Verwendung von
MON810 genau so sicher sind wie bei konventionellen Maissorten. Der MON810-Mais enthält außer dem Gen für
das Bt-Toxin keine weiteren Fremdgene, auch keine
Neu-Zulassung auf veränderter
Rechtsgrundlage. Seit 2004 gelten in der EU neue
Rechtsvorschriften für gentechnisch veränderte Pflanzen. MON810 wurde auf dieser Grundlage
als Wie alle nach den früheren Vorschriften genehmigten gv-Pflanzen und deren Produkte lief die Zulassung von MON810 nach neun Jahren am 18. April 2007 aus. Zuvor hatte Monsanto fristgemäß einen Antrag auf eine Erneuerung der Zulassung gestellt und die für eine Sicherheitsüberprüfung erforderlichen Unterlagen vorgelegt. Bis zum Abschluss dieses neuen Verfahrens ist MON810 weiter verkehrsfähig. Inzwischen ist die wissenschaftliche Sicherheitsbewertung des neuen Antrags durch das zuständige Expertengremium der EFSA abgeschlossen. Weitaus intensiver als bei der Erstzulassung hat es sich damit beschäftigt, ob das im MON810-Mais gebildete Bt‑Protein nicht nur den Schädling Maiszünsler, sondern auch andere Tierarten gefährdet. Die neue EFSA-Stellungnahme zu MON810 hat zahlreiche Einzel- und zusammenfassende Studien (Metastudien) etwa zu verschiedenen auch Wasser bewohnenden Insekten, Bienen, und Regenwürmern ausgewertet. Eine besondere Gefährdung durch MON810 schließen die EFSA-Experten aus. Bei Schmetterlingen sei zwar eine schädliche Wirkung des Bt-Proteins durchaus möglich, jedoch kommen die Schmetterlingslarven mit dem Bt-Protein des MON810-Maises unter natürlichen Bedingungen kaum in Kontakt. Modellrechnungen haben ergeben, dass etwa bei Kohlmotten 0,3 bis 0,8 Prozent der Tiere sterben könnten, wenn in einer Region MON810-Mais angebaut würde. Ähnliche Modellrechnungen wurden auch für andere Schmetterlingsarten durchgeführt. Danach schließen die EFSA-Experten eine Gefährdung von Schmetterlingsarten jedoch aus. Sicherheitsforschung zu MON810-Mais. In Deutschland
fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit
vielen Jahren zahlreiche Projekte der biologischen
Sicherheitsforschung, die sich mit möglichen Umweltauswirkungen von
Bt-Mais beschäftigt. Dabei wurden auch mögliche
Auswirkungen eines Anbaus von MON810-Mais auf andere Insekten und Organismen ( Insgesamt wurden etwa eine Million Tiere gesammelt, bestimmt und ausgewertet. Die wenigen Effekte, die auf das in MON810 aktive Bt-Toxin zurückgeführt werden konnten, waren gering und lagen deutlich unter denen konventioneller Insektizidbehandlungen. Mehr bei TransGen
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