Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
  Fr 03.09.2010 | 07:05 Uhr
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Standortregister 2007

Bt-Mais: Deutlich mehr Anbau
Kartoffeln: Großflächige Versuche


Auch in der Anbausaison 2007 sind alle Flächen, auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen stehen, im öffentlichen  Standortregister beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (BVL) verzeichnet.

Ein Teil der im Register geführten Informationen ist für die Öffentlichkeit allgemein zugänglich. Personenbezogene Angaben - etwa der Name eines Landwirts, der gv-Pflanzen anbaut -, sind nur erhältlich, wenn ein "berechtigtes Interesse" nachgewiesen werden kann.

Anbau Bt-Mais 2007: Deutliche Steigerung. Spätestens drei Monate vor der geplanten Aussaat müssen die Anbauflächen für gentechnisch veränderten Bt-Mais in das Standortregister eingetragen sein. Anfang Februar war eine Anbaufläche von 3780 Hektar registriert.

 

gemeldet

Anbau

Fläche (ha) Stand- orte Fläche
(ha)
Stand- orte
Brandenburg 2163 95 1347 61
Meck-Pomm 746 28 638 25
Sachsen 591 35 556 34
Sachsen-Anh 231 17 113 15
Niedersachsen 27,8 13 17,6 10
Bayern 14,4 18 5,9 14
Baden-W'berg 7,3 6 7,3 6
R'land-Pfalz 0,45 2 0,34 2
Hessen 0,42 3 0,25 2
Thüringen 0,35 3 0,25 3
NRW 0,1 1 0,04 1
Schleswig-Hst 0,08 3 0,02 1
BRD 3782 225 2685 174
Stand 09.02.07 20.07.07

 

zurückgezogen (Stand 20.07.2007)

Flächen 1096
Standorte 51

 

Da viele Landwirte ihre genau Anbauplanung erst nach der Meldefrist machen, werden mehr Flächen in das Register eingetragen als tatsächlich benötigt. Vor oder nach der Aussaat wurden waren etwa 1000 Hektar der gemeldeten Bt-Mais- Fläche wieder zurückgezogen.

In Deutschland wird 2007 eine deutlich größere Fläche mit Bt-Mais bewirtschaftet als im Vorjahr.  Das Standortregister  listet 174 Standorte mit 2685 Hektar auf. 2006 waren es 106 Standorte mit 950 Hektar.

2007 werden 0,015 Prozent der Maisanbauflächen in Deutschland mit gv-Mais bestellt.

Gv-Kartoffeln: Kein Anbau, aber großflächige Freisetzungen. Anders als geplant werden 2007 noch keine gv-Kartoffeln angebaut. BASF Plant Science hatte die Markteinführung seiner Amflora-Kartoffel mit veränderter Stärkezusammensetzung vorbereitet, jedoch nicht rechtzeitig die gentechnikrechtliche Genehmigung erhalten. Es sind jedoch großflächige Freisetzungsversuche genehmigt worden. Eine kommerzielle Verwertung der Ernteprodukte ist vorerst nicht erlaubt - es sei denn, die EU erteilt noch vor der Ernte die Genehmigung zum Inverkehrbringen.

Flächen mit Freisetzungsversuchen. Flächen, auf denen gv-Pflanzen zu Versuchszwecken freigesetzt werden, müssen erst drei Tage vor dem Ausbringen in das Standortregister eingetragen werden.

In der Vegetationsperiode 2007 listet das Register 81 Versuche mit einer Gesamtfläche von 67,8 Hektar auf. Die meisten Versuche gibt es mit gv-Kartoffeln (36) und gv-Mais (37). Bei Weizen und Schwarzem Nachtschaffen verzeichnet das Register jeweils zwei Versuchsflächen, bei Raps, Gerste, Erbse und Sojabohne jeweils eine. Die größte im Standortregister eingetragene Kartoffel-Freisetzung umfasst 41,3 Hektar.

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01. November 2007 [nach oben springen]

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