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Gentechnisch veränderte Pflanzen
Freisetzungsversuche in Deutschland 2005-2011

Seit 2005 müssen alle Flächen, auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, in das öffentliche Standortregister beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingetragen werden. Das gilt auch für Flächen, auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen zu Forschungszwecken getestet werden oder Sortenversuche stattfinden.

Das Standortregister gibt die Flächen an, auf denen tatsächlich gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden. Diese können erheblich von der im Freisetzungsantrag angegebenen Fläche abweichen. Oft wird die beantragte Freisetzungsfläche später nicht in vollem Umfang benötigt.

Zudem kann ein Antrag Versuche über mehrere Jahre an verschiedenen Standorten umfassen.

Freisetzungen in Deutschland nach Pflanzenarten:
Flächen und Anzahl der Standorte

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Fläche (m²) Fläche (m²) Fläche (m²) Fläche
(m²)
Fläche
(m²)
Fläche
(m²)
Fläche
(m²)
Kartoffel 54.369 47.446 628.780 275.636 232.433 49.268 435
Mais 185.040 31.605 54.332 56.251 58.921 68.315 38.280
Raps  800 7.980  126 - - - -
Zucker
rübe
- - - 7.200 1.330 12.000 12.200
Winter-
weizen*
- 1.200 2.400 1.200 - - -
Sommer-
weizen
- - - - 507,5 - 30
Gerste - 10 10 - 9,6 - -
Erbse 100 100 100 - - - -
Sojabohne 4 4 4 - - - -
Nacht-
schatten
 3.976  320 240 - - - -
Hybrid-
pappel
2.500 - - - - - -
Petunie           208  
Summe 246.789 88.665  685.752 340.287 293.201 129.798 50.944
Stand

22.08.2011

(Quelle: Standortregister BVL)

* Eine Versuchsfläche für Winterweizen wird jeweils über zwei Jahre aufgeführt. Der Weizen wird im Winter ausgesät und im Sommer des darauf folgenden Jahres geerntet.

Merkmale von gv-Pflanzen in Freilandversuchen 2005 bis 2011

() = Anzahl der über alle Jahre aufsummierten Standorte, an denen gv-Pflanzen mit dem angegebenen Merkmal ausgebracht wurden.

Kartoffel: veränderter Kohlenhydratstoffwechsel (72), erhöhter Amylopektingehalt (7), Pilzresistenz (6) auch in Kombination mit verändertem Kohlenhydratstoffwechsel (29), erhöhter Zeaxanthingehalt (4), Bildung von bioabbaubaren Polymeren (14), erhöhte Stomatadichte (2), erhöhter Ertrag (2), Bildung von Spinnenseiden-Elastin-Fusionsproteinen (1), Antigenproduktion (2).

Mais: Kombinationen verschiedener Herbizidtoleranzen und Insektenresistenzen (65), Herbizidtoleranz (49) und Insektenresistenz (3)

Raps: veränderte Fettsäuremuster (2), reduzierter Sinapingehalt und Bildung von Resveratrol, einem Antioxidans, dem positive Effekte u.a. bei Herzkrankheiten zugesprochen wird (2).

Zuckerrübe: Herbizidtoleranz (13)

Sommerweizen: Pilzresistenz in Kombination mit Herbizidtoleranz (7)

Winterweizen: erhöhter Proteingehalt der Körner (4)

Sommergerste: Pilzresistenz und Kohlenhydratmobilisierung im keimenden Korn (4)

Erbse: erhöhter Proteingehalt im Samen (2), Bildung eines Antikörpers zum Schutz vor Durchfallerkrankungen bei Tieren (1)

Sojabohne: Herbizidtoleranz (3)

Schwarzer Nachtschatten: Untersuchung der Abwehrbereitschaft gegen Insektenbefall durch Abschalten pflanzeneigener Gene (13)

Hybridpappel: Schwermetallresistenz und -akkumulation zur Sanierung belasteter Böden (2)

Petunie: Markergen (2)

Freisetzungsversuche in Deutschland (2005 bis August 2011)

Fläche in m² mit Freisetzungen gentechnisch veränderter Pflanzen

 

Anzahl Standorte mit Freisetzungen gentechnisch veränderter Pflanzen

Mehr bei transGEN:

 

Der Stand der Forschung.

transGEN-Datenbank Pflanzen: Kartoffeln, Raps, Tabak, Zuckerruebe

22. August 2011 [nach oben springen]

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