| Fr 03.09.2010 | | | 07:04 Uhr |
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Anfang August blüht der Mais. Die
männlichen Blütenstände an der Spitze der Pflanzen sind mit Pollen
gefüllt, die klebrigen Narben der weiblichen Blüten fangen ihn ein.
Wenn es zu
Windfracht und andere PollenträgerÜber drei bis vier Wochen erstreckt sich die Entwicklung der Blütenanlagen und die anschließende Blühperiode auf einem Maisfeld. Die bei der Blühzeitbonitur gesammelten Daten werden Aufschluss geben, ob die männlichen und weiblichen Blüten der Bt- und konventionellen Maispflanzen sich zeitlich so entwickelt haben, dass eine Befruchtung möglich war. Einfluss darauf haben auch die Wetterverhältnisse: Vor jedem Besuch im Maisfeld bestimmt Klaus Brinkmann mit Hilfe von Kompass und Fähnchen die Windrichtung. Zusätzlich werden die amtlichen Wetterdaten erfasst. Eine andere Befruchtungsquelle machte anfangs Kopfzerbrechen: Eine Pollenverfrachtung durch Klaus Brinkmann selbst. Nach dem Gang durch die Maisreihen hängt der Pollen nämlich wie Staub an seinem Anorak. Auf diese Weise könnte Bt-Pollen weit in die konventionellen Bestände hineingetragen werden. Um diese "boniturbedingten" Befruchtungen zu vermeiden, hat er sich ausgeklügelte Laufwege durch das Versuchsfeld ausgedacht - parallel zu den Reihen mit jeweils gleichen Pflanzen, nicht quer dazu. Zur Kontrolle von Bt-Maispflanzen im inneren Bereich des Versuchsfeldes benutzt er außerdem einen Poncho aus PVC-Folie, der für Pollen undurchlässig ist. Vor dem Betreten der Flächen mit konventionellen Maispflanzen wird der Poncho sicher in einem mitgeführten Folienbeutel verstaut. Mit der Blühzeitbonitur ist die erste Phase
der Begleitforschung abgeschlossen: Für jedes Feld des
Erprobungsanbaus sind damit die Bedingungen zur Zeit der Maisblüte
erfasst. Später wird am Erntegut untersucht, ob und wie häufig es zu
tatsächlichen Einkreuzungen von Bt-Mais in konventionellen Pflanzen
gekommen ist und wie hoch der daraus resultierende GVO-Anteil im
Erntegut ist. (* Name von der Redaktion geändert) Mehr bei TransGen
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