Gentechnik.
Wissen, was ist.
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Erprobungsanbau 2005
Der Einfluss der Zwischenflächen
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Der im Vorjahr begonnene Erprobungsanbau
wird auch 2005 fortgeführt. Die Zahl der Standorte
ist zwar geringer, dafür werden jedoch Aspekte untersucht, die für die
praktische Landwirtschaft von besonderem Interesse sind: 2004
grenzte auf allen Versuchsstandorten die Parzelle mit Bt-Mais
unmittelbar an konventionellen Mais. Diesmal soll herausgefunden
werden, ob die Nutzung der Flächen zwischen den verschiedenen
Maisfelder einen Einfluss auf Pollenflug und Auskreuzungshäufigkeit
haben.
Auch 2005 hat der
Erprobungsanbau das Ziel, unter praxisnahen Bedingungen Regeln für den Anbau von gv-Mais zu
finden. Ihre Einhaltung soll künftig den Landwirten die Gewähr bieten, dass es zu
keinen wesentlichen und damit entschädigungspflichtigen
GVO-Einträgen auf den Nachbarfeldern kommt.
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Sonderstandort: Sommergerste (Mitte), Bt-Mais
(links), konventioneller Mais (vorn und hinten) |
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Sonderstandorte mit Gerste
in Mecklenburg-Vorpommern (oben) und Sachsen-Anhalt
(unten) |
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Anbauschema Sonderstandort. Zwischenfrüchte: Sommergerste, Weidelgras.
Auswertung des Bt-Polleneintrags in vier
Windrichtungen. Direkter Vergleich der Barrierewirkung
von Mais und der jeweiligen Zwischenfrucht in der
Hauptwindrichtung.
Probenahmestreifen mit je 30 Kolben (gestrichelte
Linien) in 0-10m, 20-30m, 50-60m, 60-70 m, 80-90m |

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Normalstandorte:
Zwischenfläche mit Erbsen (oben), Kartoffeln (unten). |
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Normalstandort Typ 1. Zwischenfrüchte: Erbsen,
Sommer-gerste, Kartoffeln. Auswertung des
Bt-Polleneintrags in vier Windrichtungen. |
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Normalstandort Typ2: Zwischenfrüchte: Sommergerste,
Erbsen, Weidelgras. Wie Typ 1, jedoch Auswertung nur
in zwei Windrichtungen möglich. |
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Alle der 29 am Erprobungsanbau 2004 beteiligten
Standorte waren nach einem einheitlichen Versuchsschema angelegt: Die Parzelle mit
Bt-Mais stieß direkt an die mit konventionellem Mais bebauten
Felder. Es sollte herausgefunden werden, bis zu welcher Entfernung
GVO-Einträge im konventionellen Mais zu erwarten sind. Übersteigen
diese den gesetzlich vorgeschriebenen Schwellenwert von 0,9 Prozent, dann muss auch
konventioneller Mais als "gentechnisch verändert" gekennzeichnet
werden.
Mais an Mais: Nicht der Normalfall.
Dass Bt-Mais direkt an ein konventionelles
Maisfeld eines Nachbarn angrenzt, ist jedoch in der Praxis nicht die Regel.
Gewöhnlich liegen zwischen zwei Schlägen mit Bt- und konventionellem
Mais weitere Felder, auf denen andere Kulturpflanzen angebaut werden.
Hat es einen Einfluss auf Pollenflug und
damit auf die räumliche Ausdehnung von Bt-Mais, wie die
Zwischenflächen genutzt werden? Wirken hoch wachsende Pflanzen als
Barriere? Haben niedrig wachsende Pflanzen eine weitere Verfrachtung
des Maispollens zur Folge? Können sich je nach Färbung der
Oberfläche thermische Aufwinde entwickeln, die den Maispollen über
weitere Entfernungen transportieren? Was ist mit Brachflächen,
Straßen und Wegen zwischen den Maisschlägen? Diese Fragen stehen im
Mittelpunkt des Erprobungsanbaus 2005.
Bereits 2004 gab es zwei "Sonderstandorte",
an denen auch der Einfluss der Zwischenflächen auf die
Auskreuzungshäufigkeit von Bt-Mais untersucht wurde. Diese Versuche
werden 2005 an gleicher Stelle wiederholt, so dass ein unmittelbarer
Vergleich möglich wird.
Versuchsfelder: Drei Varianten
Im Rahmen des Erprobungsanbaus 2005 wurden
Versuchsfelder in drei Anbauformen angelegt.
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Sonderstandorte: (Fünf Versuchsanlagen in drei
Bundesländern: Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Sachsen-Anhalt). Diese Versuchsanlage erlaubt den direkten Vergleich
von konventionellem Mais und den jeweiligen Feldfrüchten auf die
Verfrachtung von Bt-Maispollen.
Nutzung der Zwischenflächen: Sommergerste, Weidelgras. An einem
der Standorte führt eine Straße durch die Versuchsanlage.
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Normalstandort Typ 1: (Vier Anlagen
in den drei
beteiligten Bundesländern). Um eine Parzelle mit Bt-Mais ist ein etwa 50 m
breiter Streifen mit verschiedenen Feldfrüchten angelegt. Danach
schließt konventioneller Mais an, in dem kurz vor der Ernte Proben
genommen werden. Eine Ausbreitung ist in alle Windrichtungen
möglich.
Nutzung der Zwischenflächen: Erbsen, Sommergerste, Kartoffeln.
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Normalstandort Typ 2 (Drei Anlagen in
Mecklenburg-Vorpommern und Bayern): Anders als beim Typ 1 kann die Auswertung nur für
zwei Windrichtungen vorgenommen werden. Die aufwändigere
Versuchsanordnung war an diesen Standorten nicht möglich.
Nutzung der Zwischenflächen: Sommergerste, Erbsen, Weidelgras
In allen drei Varianten haben die
Kernparzellen mit Bt-Mais eine Fläche zwischen einem und fünf Hektar. An allen Standorten wurden insgesamt 25
Hektar mit Bt-Mais bepflanzt. Die Gesamtfläche des Erprobungsanbaus
beträgt etwa 117 Hektar.
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Einige der Untersuchungsflächen liegen auf
dem Gelände von Forschungseinrichtungen der beteiligten
Bundesländer, andere auf den Flächen landwirtschaftlicher Betriebe.
Alle Standorte, an denen gentechnisch veränderter Mais ausgesät
wurde, sind im öffentlichen Standortregister eingetragen.
Beteiligt: Einrichtungen aus drei Bundesländern
Die wissenschaftliche Leitung und die
Koordination der Versuche liegt bei der Universität Rostock
(Institut für Landnutzung und Agrobiotechnologie / Prof. Dr. Inge
Broer). Weiter sind beteiligt:
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Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
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Landesanstalt für Gartenbau und
Landwirtschaft, Sachsen-Anhalt
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Landesforschungsanstalt und
Landespflanzenschutzamt Mecklenburg-Vorpommern
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Erprobungsanbau 2004: Ergebnisse
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