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Gentechnik-Anbau: Weltweit steigend, Stagnation in Europa

1996 wurden in den USA die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesät. 2012, gut fünfzehn Jahre später stehen sie weltweit auf 170 Millionen Hektar. Zum Vergleich:  Die Gesamtfläche Deutschlands beträgt 35 Millionen Hektar.

2012 waren es 28 Länder, die gentechnisch veränderte Pflanzen nutzen. Neben USA und Kanada sind es vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer Brasilien, Argentinien, Indien und China. In elf Ländern liegen die Anbauflächen über einer Million Hektar. Nach Angaben der Agro-Biotech-Agentur ISAAA sind es inzwischen weltweit 17,3 Millionen Landwirte, die auf ihren Feldern gentechnisch veränderte Pflanzen aussäen.

 

Große Flächen, wenige Kulturarten

Die landwirtschaftliche Nutzung der Gentechnik konzentriert sich auf fünf Kulturarten: Sojabohnen, Mais, Bauwolle, Raps und Zuckerrüben. Allenfalls regionale Bedeutung haben gentechnisch veränderte Papayas, Squash (Zucchini), Alfalfa (Luzerne) und in China Pappeln. Derzeit nicht mehr angebaut werden gv-Tomaten und Kartoffeln. 

Gentechnik in Zahlen: Anbauflächen und Anbauländer

USA 2012: Keine Trendwende - bei Mais, Soja und Baumwolle Gentechnik-Anteil mehr als 90 Prozent

Die Farmer in den USA setzen unvermindert auf gentechnisch veränderte Sorten. Wie schon im Vorjahr liegt deren Anteil an der landesweiten Erzeugung bei Mais, Sojabohnen, Baumwolle und Zuckerrüben auch 2012 zwischen 88 und 94 Prozent. Insgesamt wurde im Frühjahr auf einer Fläche von etwa 67 Millionen Hektar gentechnisch verändertes Saatgut ausgebracht. Anzeichen für eine Trendwende zurück zu konventionellen Sorten sind nicht zu erkennen - obwohl auch in den USA der öffentliche Streit um Genfood heftiger wird.

Europa 2012: Spanien, Portugal und sonst kaum etwas

Gemessen an der internationalen Entwicklung fällt der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa kaum ins Gewicht. Die Anbauflächen gehen zurück - mit Ausnahme Spaniens und Portugals. Dort sind 2012 die Flächen mit Bt-Mais MON 810 erneut um etwa 20 Prozent gestiegen.

Spanien: 2012 starker Anstieg bei Bt-Mais

Spanien ist das einzige EU-Land, in dem gentechnisch veränderte Pflanzen in nennenswertem Umfang landwirtschaftlich genutzt werden. Seit 1998 bauen die Landwirte dort Bt-Mais an. Tendenz: steigend.

Gentechnisch veränderte Sojabohnen in Brasilien: Erst illegal, nun normal

Jahrelang wurde gv-Sojasaatgut eingeschmuggelt und illegal angebaut. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen hat Brasilien den Anbau von gv-Sojabohnen erst 2005 endgültig erlaubt. Seitdem ist der Anteil von gv-Soja auf mehr als drei Viertel der brasilianischen Erzeugung gestiegen. Doch innerhalb des Landes gibt es deutliche regionale Unterschiede.

Berichte aus Regionen und Ländern

 

 

Jenny fragt: Wie werden eigentlich neue Gene in eine Pflanzenzelle übertragen? Agrobakterien können das "von Natur" aus. Und genau diese Fähigkeit macht sich die Gentechnik zunutze.
Dr. Stefan Rauschen von der RWTH Aachen, zu den Ergebnissen der Sicherheitsforschung mit einem gentechnisch veränderten Mais, der gegen den Maiswurzelbohrer resistent ist.
15. März 2013 [nach oben springen]

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