Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
  So 14.03.2010 | 01:26 Uhr
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Anbau gv-Pflanzen:
Rasanter Anstieg weltweit, vorsichtiger Beginn in Europa


1996 wurden in den USA die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesät. Inzwischen sind die Anbauflächen weltweit auf 134 Millionen Hektar angestiegen. Zum Vergleich: Die Gesamtfläche Deutschlands beträgt 35 Millionen Hektar.

Tendenz weiter steigend: Gv-Pflanzen 2009 weltweit auf 134 Millionen Hektar

Auch 2009 hat der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen weltweit zugenommen. Die Flächen stiegen gegenüber 2008 um sieben Prozent auf nunmehr 134 Millionen Hektar. Bei Soja werden 77 Prozent der Welterzeugung mit gv-Sojabohnen erzielt, bei Baumwolle beträgt dieser Anteil 49 Prozent.

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EU 2009: Weniger Bt-Mais

Die Anbaufläche für gentechnisch veränderte Pflanzen in der Europäischen Union ist 2009 weiter zurückgegangen. Inzwischen müssen die Landwirte in fast allen EU-Ländern Koexistenzregeln beachten. In Frankreich und Deutschland gelten nationale Anbauverbote.

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Spanien: Bt-Mais setzt sich durch

Seit 1998 wird in Spanien Bt-Mais angebaut. 2009 werden 76.000 Hektar mit Bt-Mais bewirtschaftet. In Regionen mit starkem Schädlingsbefall hat sich Bt-Mais fast flächendeckend durchgesetzt. Dort ist er nicht nur wirtschaftlich attraktiv, sondern hat auch den Einsatz von Insektiziden verringert.

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Soja, Mais, Raps, Baumwolle:
Weltweit mit viel Gentechnik

Bei diesen Kulturarten liefern gv-Sorten einen nennenswerten Anteil an der Welterzeugung. Bei Sojabohnen sind es 77 Prozent, bei Baumwolle 49 Prozent, bei Mais 26 und bei Raps 21 Prozent. Gv-Pflanzen werden vor allem in Nord- und Südamerika genutzt, zunehmend aber auch in Indien, China und Südafrika. 

Anbauflächen und Anbauländer weltweit:

Sojabohnen

Mais

Raps

Baumwolle
 

Anbau USA 2009: Der Trend zu gentechnisch veränderten Pflanzen ist ungebrochen

In den USA setzen die Landwirte weiterhin auf die Grüne Gentechnik. Bei Soja und Zuckerrüben liegt der Anteil gentechnisch veränderter Sorten 2009 über 90 Prozent, bei Mais und Baumwolle etwas darunter. Insgesamt sind die mit gv-Pflanzen bewirtschafteten Flächen um 5 Prozent auf nunmehr gut 62 Millionen Hektar gestiegen.

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Gv-Soja in Brasilien: Erst illegal, nun normal

Jahrelang wurde gv-Sojasaatgut eingeschmuggelt und illegal angebaut. Erst 2005, nach jahrelangen Auseinandersetzungen hat Brasilien den Anbau von gv-Sojabohnen endgültig erlaubt. Seitdem ist der Anteil von gv-Soja auf etwa zwei Drittel der brasilianischen Erzeugung gestiegen. Doch innerhalb des Landes gibt es deutliche regionale Unterschiede.

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Anbau von gv-Soja in Rumänien: Mit dem Beitritt zur EU nicht mehr zulässig

Wie kaum ein anderes europäisches hat Rumänien geeignete klimatische Bedingungen für den Anbau von Sojabohnen. Nach einer Zunahme des Sojaanbaus seit 2000 gingen die Flächen in den letzten Jahren deutlich zurück. Der Grund dafür sind gentechnisch veränderte Sojabohnen. Erst waren sie erlaubt, mit dem Beitritt Rumäniens zur EU wurde ihr Anbau jedoch verboten. Inzwischen muss Rumänien Soja-Futtermittel vermehrt einführen. 

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Video: Bt-Mais: Anreicherung im Boden?
Wenn gentechnisch veränderter Bt-Mais angebaut wird, gelangt das in der Pflanze gebildete Bt-Protein auch in den Boden. Kann es sich dort mit der Zeit anreichern? Fragen an Prof. Dr. Christoph Tebbe vom Institut für Biodiversität am Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) in Braunschweig.
Mehr Videos bei Youtube: Kanal ibio.tv
Das Wichtigste:
Kurz, knapp, verständlich.
Zum Herunterladen und Ausdrucken.
Stand: Januar 2010
Gv-Pflanzen in der Umwelt: Unkalkulierbares Risiko?
Anbau Bt-Mais: Ein Risiko für die Umwelt! Wirklich?


Das bunte Leben im Maisfeld. Bt-Mais - und was passiert mit Schmetterlingen, Läusen, Spinnen oder Trauermücken? Hier kann man es erkunden.

Das interaktive Maisfeld
24. Februar 2010 [nach oben springen]

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