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Gentechnik-Anbau: Weltweit steigend, Stagnation in Europa

1996 wurden in den USA die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesät. Gut fünfzehn Jahre später stehen sie weltweit auf 160 Millionen Hektar. Zum Vergleich:  Die Gesamtfläche Deutschlands beträgt 35 Millionen Hektar.

2011 waren es 29 Länder, die gentechnisch veränderte Pflanzen nutzen. Neben USA und Kanada sind es vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer Brasilien, Argentinien, Indien und China. In zehn Ländern liegen die Anbauflächen über der Eine-Million-Hektar-Schwelle. Nach Angaben der Agro-Biotech-Agentur ISAAA sind es inzwischen weltweit 17 Millionen Landwirte, die auf ihren Feldern gentechnisch veränderte Pflanzen aussäen.

Europa 2011: Grüne Gentechnik in Spanien und Portugal und sonst kaum etwas

Gemessen an der internationalen Entwicklung fällt der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa kaum ins Gewicht. Die Anbauflächen gehen zurück - mit Ausnahme Spaniens und Portugals. Dort sind 2011 die Flächen mit Bt-Mais MON 810 deutlich gestiegen.  - Dagegen ist die gv-Amflora-Kartoffel auf Europas Felder zwei Jahre nach ihrer Zulassung schon fast wieder verschwunden.

Spanien: Mehr Bt-Mais 2011

Spanien ist das einzige EU-Land, in dem gentechnisch veränderte Pflanzen in nennenswertem Umfang landwirtschaftlich genutzt werden. Seit 1998 nutzen die Landwirte dort Bt-Mais. Auf ihn entfällt etwa ein Viertel der spanischen Maiserzeugung. In Regionen mit starkem Schädlingsbefall hat sich der insektenresistente Bt-Mais nahezu flächendeckend durchgesetzt.

USA 2011: Bei Mais, Soja und Baumwolle Gentechnik-Anteil mehr als 90 Prozent

Die Landwirte in den USA setzen unvermindert auf gentechnisch veränderte Pflanzen. Bei Mais, Soja, Baumwolle und Zuckerrüben liegt der Anteil gv-Sorten 2011 zwischen 88 und 94 Prozent. Insgesamt stehen in den USA gentechnisch veränderte Pflanzen auf einer Fläche von 67 Millionen Hektar.

Soja, Mais, Baumolle, Raps, Zuckerrüben - jede Menge Gentechnik

Bei diesen Kulturarten liefern gentechnisch veränderte Sorten einen deutlichen Anteil an der Welterzeugung. Bei Sojabohnen sind es 73 Prozent, bei Baumwolle 74 Prozent, bei Mais 31 und bei Raps 25 Prozent. Gv-Pflanzen werden vor allem in Nord- und Südamerika genutzt, zunehmend aber auch in Indien, China und Südafrika. 

Anbauflächen und Anbauländer:

Gentechnisch veränderte Sojabohnen in Brasilien: Erst illegal, nun normal

Jahrelang wurde gv-Sojasaatgut eingeschmuggelt und illegal angebaut. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen hat Brasilien den Anbau von gv-Sojabohnen erst 2005 endgültig erlaubt. Seitdem ist der Anteil von gv-Soja auf mehr als zwei Drittel der brasilianischen Erzeugung gestiegen. Doch innerhalb des Landes gibt es deutliche regionale Unterschiede.

 

Forschung, Zulassung, Anbau.

transGEN-Datenbank Pflanzen: Die großen Vier:  Mais, Sojabohne, Raps, Baumwolle

Dr. Stefan Rauschen von der RWTH Aachen, zu den Ergebnissen der Sicherheitsforschung mit einem gentechnisch veränderten Mais, der gegen den Maiswurzelbohrer resistent ist.

Weitere Videos zum Thema auf den Youtube-Kanälen

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17. Februar 2012 [nach oben springen]

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