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Gentechnisch veränderte Pflanzen: Anbau 2011 weltweit auf 160 Millionen Hektar

  Fläche * Fläche GVO

Anteil GVO

Soja 103 75,4 73%
Baum- wolle 33 24,7 75%
Mais 160 51,0 32%
Raps 32 8,2 25%

Weltweite Anbauflächen in Mio. Hektar, *USDA (Anbauzahlen 2010/11)


GV-Soja. Anbauflächen weltweit in Mio. ha


GV-Mais. Anbauflächen weltweit in Mio. ha


GV-Raps. Anbauflächen weltweit in Mio. ha


GV-Baumwolle. Anbauflächen weltweit in Mio. ha

 

USA 69,0

S, M, B, R, ZR, Alfalfa, Squash, Papaya

Brasilien 30,3 S,M,B
Argentinien 23,7 S,M,B
Indien 10,6 B
Kanada 10,4 R, M, S, ZR
China 3,9 B, Pappeln,  Papaya,  Tomaten, Sweet Pepper
Paraguay 2,8 S
Pakistan 2,6 B
Südafrika 2,3 M,S,B
Uruguay 1,3 S,M
Bolivien 0,9 S
Australien 0,7 B,R
Philippinen 0,6 M
Myanmar 0,3 B
Burkina Faso 0,3 B
Mexiko 0,2 B,S
Kolumbien <0,1 B
Chile <0,1 M,S,R
Honduras <0,1 M
Ägypten <0,1 M
Costa Rica <0,1 B,S
EU (acht Länder) >0,1 M,K
Anbauflächen für gv-Pflanzen nach Ländern 2011; Fläche in Millionen Hektar
S = Sojabohnen, M= Mais, R = Raps, B = Baumwolle, ZR = Zuckerrüben, K = Kartoffel

Quellen: ISAAA Brief No 43-2011 (executive summary)

Auch 2011 sind weltweit wieder mehr gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut wurden. Die Flächen stiegen gegenüber 2010 um acht auf nunmehr 160 Millionen Hektar. Der Zuwachs war in den Entwicklungs- und Schwellenländern etwa doppelt so groß wie in den Industrieländern. Die größten Flächensteigerungen mit fünf Millionen Hektar gab es in Brasilien. Die Zahl der Länder mit GVO-Anbau ist mit 29 gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Europa geht bei der Nutzung der Grünen Gentechnik dagegen einen Sonderweg: Bis auf Spanien und Portugal sind gv-Pflanzen in der Landwirtschaft bisher kaum präsent.

Wie aus dem aktuellen Jahresbericht der Agro-Biotechnologie-Agentur ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications) hervorgeht, nahmen in den meisten Ländern, in denen gv-Pflanzen schon seit einigen Jahren großflächig kultiviert werden, die Anbauflächen 2011 weiter zu.

Die führenden Länder sind die USA (69 Mio. Hektar), Brasilien (30,3), Argentinien (23,7), Indien (10,6) und Kanada (10,4). Auch in China, Paraguay, Pakistan, Südafrika und Uruguay wurden gv-Pflanzen auf mehr als einer Million Hektar angebaut. Neue Länder sind 2011 nicht hinzu gekommen. Mit einem Sprung von 25,4 auf 30,3 Millionen Hektar verzeichnete Brasilien den größten absoluten Zuwachs (20 Prozent). Neben gv-Sojabohnen stehen dort inzwischen auch gv-Mais und gv-Baumwolle auf den Feldern.

Nach den Angaben von ISAAA ist die Zahl der gv-Pflanzen nutzenden Landwirte auf 16,9 Millionen gestiegen, davon allein 15 Millionen Kleinbauern in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die kommerzielle Nutzung von gv-Sorten konzentriert sich weiterhin auf Sojabohnen, Mais, Baumwolle und Raps.

  • Bei Sojabohnen stieg die Anbaufläche für gv-Soja gegenüber 2010 von 73,3 auf 75,4 Millionen Hektar. Damit betrug der Anteil an der gesamten Sojaerzeugung etwa 73 Prozent weltweit. Die Anbauländer liegen in Nord- und Südamerika: USA, Brasilien, Argentinien, Kanada, Uruguay, Bolivien, Paraguay, Chile, Mexiko und Costa Rica. Auch in Südafrika wurde gv-Soja angebaut.

  • Bei Mais nahmen die mit gv-Sorten bewirtschafteten Flächen um 4,2 auf knapp 51 Millionen Hektar zu. Gv-Mais wird hauptsächlich in den USA, Brasilien, Argentinien, Kanada und Südafrika angebaut.

  • Bei Raps wuchsen die GVO-Flächen von insgesamt 7 auf 8,2 Millionen Hektar. Diese befinden sich überwiegend in Kanada; weitere Anbauländer sind USA und Australien.

  • Die Flächen für gv-Baumwolle vergrößerten sich 2011 um 3,7 auf nunmehr 25,4 Millionen Hektar. Der GVO-Anteil an der weltweiten Baumwollproduktion stieg auf 75 Prozent. Gv-Baumwolle wird weltweit in 13 Ländern genutzt.  An der Spitze liegen Indien, China und die USA, einen starken Zuwachs meldete Australien.

  • In den USA wurden 2011 auf 200.000 Hektar gv-Alfalfa (Luzerne) und auf 475.000 Hektar gv-Zuckerrüben angebaut, dazu auf kleineren Flächen gv-Zucchinis (Squash), gv-Papayas.

In China werden gv-Papayas und gv-Pappeln genutzt. Zudem soll es einen begrenzten Anbau von gv-Tomaten und Paprika geben. Genauere Angaben dazu enthält der ISAAA-Report nicht.

In der EU entwickelt sich die landwirtschaftliche Nutzung der Grünen Gentechnik gegen den weltweiten Trend. In nennenswertem Umfang wird gv-Mais nur in Spanien und Portugal angebaut. Die europäische GVO-Anbaufläche beträgt 115.000 Hektar, deutlich weniger als in Mexiko oder Burkina Faso.

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transGEN-Datenbank Pflanzen: Die großen Vier:  Mais, Sojabohne, Raps, Baumwolle

07. Februar 2012 [nach oben springen]

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