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Grüne Gentechnik in der EU:
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2011 wurde in der EU gentechnisch veränderte Bt-Mais auf einer Fläche von knapp 115.000 Hektar angebaut, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um gut 20 Prozent. Verantwortlich dafür ist die weiter zunehmende Maiserzeugung auf der iberischen Halbinsel. Bezogen auf alle 27 EU-Mitgliedstaaten ist der gv-Mais-Anteil von einem Prozent der Gesamtanbaufläche jedoch weiterhin gering. Wie der gesamt Maisanbau in Spanien nahmen die mit gv-Sorten bewirtschafteten Flächen 2011 deutlich zu: Sie stiegen um etwa 20.000 Hektar auf nunmehr 97.000 Hektar und entsprechen damit einem Anteil von 26,5 Prozent an der spanischen Maiserzeugung. Auffällige Zuwächse für Bt-Mais gab es in Kastilien-La Mancha, Extremadura und Andalusien - Regionen, in denen der Schädlingsdruck durch Maiszünsler besonders hoch war. In Portugal stiegen die Bt-Mais-Flächen 2011 sogar um gut 50 Prozent auf 7.700 Hektar bei einer Gesamtfläche für Mais von 97.000 Hektar. Kaum verändert hat sich der Anbau von Bt-Mais in Tschechien. 2011 ist er leicht auf gut 5.000 Hektar gestiegen. Noch vor vier Jahren war die Fläche deutlich größer. |
In Frankreich und Deutschland gelten die 2008 bzw. 2009 von den Regierungen verhängten nationale Anbauverbote für gentechnisch veränderten Bt-Mais (MON810). Beide Länder haben die nach EU-Recht erteilte Zulassung ausgesetzt. Französische Landwirte hatten 2007 Bt-Mais auf etwa 21.000 Hektar ausgesät, in Deutschland wurde 2008 auf etwas über 3.000 Hektar gv-Mais angebaut. Auch in Österreich, Griechenland, Luxemburg und Ungarn bleibt der Anbau von MON810-Mais verboten.
Amflora-Kartoffel: 2011 nur noch in Schweden. Seit 2010 ist neben Mais eine weitere gentechnisch veränderte Pflanze zum Anbau in der EU zugelassen: die Amflora-Kartoffel mit veränderter Stärkezusammensetzung.
2011 wurde sie nur noch auf einem 20 Hektar großen Feld in Schweden und auf einer kleinen Parzelle in Deutschland (Üplingen, Sachsen-Anhalt) angebaut. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 250 Hektar in drei Ländern. Anfang 2012 wurde die weitere Vermarktung wegen der fehlenden Akzeptanz bei Verbrauchern und Landwirten eingestellt.
(Die Anbauzahlen für Spanien und Portugal 2011 stützen sich auf offiziellen Angaben der zuständigen Ministerien. In Portugal müssen Flächen für gv-Pflanzen in einem offiziellen Register angemeldet werden. - Weitere Quellen: Industrieverband EuropaBio, ISAAA, USDA / Foreign Agriculture Service (2010, 2011); Anbau Deutschland: Standortregister des BVL)
| Gentechnisch veränderter Bt-Mais und Boden. Gelangt der Wirkstoff - das Bt-Protein - in den Boden? Kann es sich dort anreichern? Fragen an Prof. Dr. Christoph Tebbe, Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) Braunschweig. |
| Den Insekten in einem Maisfeld ist es egal, ob dort konventioneller oder gentechnisch veränderter Bt-Mais wächst. Ein Forschungsprojekt hat es über drei Jahre im Freiland untersucht. Eva Schultheis stellt die Ergebnisse vor. |
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