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Anbau von gv-Mais in der EU in Hektar

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Spanien

53.225

53.667

75.148

79.269

76.057

76.575

97.325

Portugal

750

1.250

4.500

4.851

5.094

4.868

7.723

Tsche- chien

150

1.290

5.000

8.380

6.480

4.680

5.090

Polen

-

100

320

3.000

3.000

3.000*

3.000*

Slowakei

-

30

900

1.900

875

1.248

760

Frank- reich

492

5.000

21.147

-

-

-

-

Deutsch- land

342

947

2.685

3.171

-

-

-

Rumänien

-

-

350

7.146

3.244

822

588

Summe
gv-Mais

54.959

62.284

109.847

107.717

94.750

91.193

114.607

* Schätzungen

 

Grüne Gentechnik in der EU:
Spanien, Portugal und sonst kaum etwas

Die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU konzentriert sich auf den Anbau von Bt-Mais MON810 in Spanien und Portugal. Dort sind die Flächen 2011 deutlich gestiegen. In Spanien liefern gv-Sorten  einen Anteil von 26 Prozent an der nationalen Maiserzeugung, in Portugal sind es 59 Prozent. In Tschechien haben sich die Bt-Mais-Flächen kaum verändert. Kleinere Anbauversuche gibt es in Polen, Rumänien und der Slowakei. Dagegen ist in Deutschland, Frankreich und weiteren EU-Ländern der Anbau von MON810-Mais weiterhin verboten. Die 2010 zugelassene gv-Kartoffel Amflora beschränkt sich 2011 auf ein 20-Hektar-Feld in Schweden und 2 Hektar in Deutschland.


Bt-Mais MON810: In Spanien und Portugal nehmen die Anbauflächen 2011 weiterhin zu.


Amflora-Kartoffel: 2011 nur noch auf 20 Hektar in Schweden und 2 Hektar in Deutschland

 

2010

2011

Tschechien 150 -
Schweden 80 20
Deutschland 15 2

Anbau von gentechnisch veränderten Amflora-Kartoffeln in der EU (Flächen in ha)

2011 wurde in der EU gentechnisch veränderte Bt-Mais auf einer Fläche von knapp 115.000 Hektar angebaut, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um gut 20 Prozent. Verantwortlich dafür ist die weiter zunehmende Maiserzeugung auf der iberischen Halbinsel. Bezogen auf alle 27 EU-Mitgliedstaaten ist der gv-Mais-Anteil von einem Prozent der Gesamtanbaufläche jedoch weiterhin gering.

Wie der gesamt Maisanbau in Spanien nahmen die mit gv-Sorten bewirtschafteten Flächen 2011 deutlich zu: Sie stiegen um etwa 20.000 Hektar auf nunmehr 97.000 Hektar und entsprechen damit einem Anteil von 26,5 Prozent an der spanischen Maiserzeugung. Auffällige Zuwächse für Bt-Mais gab es in Kastilien-La Mancha, Extremadura und Andalusien - Regionen, in denen der Schädlingsdruck durch Maiszünsler besonders hoch war.

In Portugal stiegen die Bt-Mais-Flächen 2011 sogar um gut 50 Prozent auf 7.700 Hektar bei einer Gesamtfläche für Mais von 97.000 Hektar.

Kaum verändert hat sich der Anbau von Bt-Mais in Tschechien. 2011 ist er leicht auf gut 5.000 Hektar gestiegen. Noch vor vier Jahren war die Fläche deutlich größer.

In Frankreich und Deutschland gelten die 2008 bzw. 2009 von den Regierungen verhängten nationale Anbauverbote für gentechnisch veränderten Bt-Mais (MON810). Beide Länder haben die nach EU-Recht erteilte Zulassung ausgesetzt. Französische Landwirte hatten 2007 Bt-Mais auf etwa 21.000 Hektar ausgesät, in Deutschland wurde 2008 auf etwas über 3.000 Hektar gv-Mais angebaut. Auch in Österreich, Griechenland, Luxemburg und Ungarn bleibt der Anbau von MON810-Mais verboten.

Amflora-Kartoffel: 2011 nur noch in Schweden. Seit 2010 ist neben Mais eine weitere gentechnisch veränderte Pflanze zum Anbau in der EU zugelassen: die Amflora-Kartoffel mit veränderter Stärkezusammensetzung.

2011 wurde sie nur noch auf einem 20 Hektar großen Feld in Schweden und auf einer kleinen Parzelle in Deutschland (Üplingen, Sachsen-Anhalt) angebaut. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 250 Hektar in drei Ländern. Anfang 2012 wurde die weitere Vermarktung wegen der fehlenden Akzeptanz bei Verbrauchern und Landwirten eingestellt.

(Die Anbauzahlen für Spanien und Portugal 2011 stützen sich auf offiziellen Angaben der zuständigen Ministerien. In Portugal müssen Flächen für gv-Pflanzen in einem offiziellen Register angemeldet werden. - Weitere Quellen: Industrieverband EuropaBio, ISAAA, USDA / Foreign Agriculture Service (2010, 2011); Anbau Deutschland: Standortregister des BVL)

Mehr bei transGEN:

 

Gentechnisch veränderter Bt-Mais und Boden. Gelangt der Wirkstoff - das Bt-Protein - in den Boden? Kann es sich dort anreichern? Fragen an Prof. Dr. Christoph Tebbe, Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) Braunschweig.
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07. Februar 2012 [nach oben springen]

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