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Begleitforschung Bayern 2004

Gv-Maispollen: Im Honig kaum nachweisbar


Neben dem an allen Standorten gleichen wissenschaftlichen Begleitprogramm zur Auskreuzung führte das Land Bayern 2004 eigene Untersuchungen zur Koexistenz von Landwirtschaft und Imkereien durch. Untersucht wurde, inwieweit Bienenvölker benachbarte Bt-Maisfelder befliegen und von dort Pollen in ihre Bienenstöcke tragen. Erste Ergebnisse trug der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller Ende Februar 2005 den zuständigen Ausschüssen des Landtages vor.

In Bayern wurde der Erprobungsanbau auf sieben Flächen privater Landwirte und drei Flächen der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) durchgeführt. An den drei staatlichen Standorten in Schwarzenau, Grub und Baumannshof wurden zur Zeit der Maisblüte jeweils zwölf Bienenvölker aufgestellt, jeweils vier direkt an der Kernparzelle mit BtBt-Mais, am Rand der konventionellen Maisflächen sowie in weiteren Entfernungen (bis 700 Meter). Verantwortlich für die Durchführung und Auswertung der Bienen-Versuche war die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG).

An der Nachweisgrenze: Bt-Mais im Honig ist allenfalls in Spuren vorhanden.

An zwei Standorten wurden die Bienenvölker rechtzeitig zum Beginn der Blüte des Bt-Maises aufgestellt, so dass die Bienen unmittelbar nach Verlassen des Bienenstocks auf die Mais-Pollentracht trafen.  An einer Versuchsfläche stand das Bienenvolk schon eine Woche vor der Blüte an den Maisfeldern.

Während der Hauptblühphase entnahmen die LWG-Experten bei jedem Bienenvolk täglich Proben des gesammelten Pollens. Aus allen Proben wurde später für jedes Bienenvolk eine Probe zusammengestellt und auf GVOGVO-Spuren analysiert. 

  • Im Honig selbst ist Maispollen-DNA allenfalls in Spuren nachweisbar. Die ermittelten Werte liegen häufig an der Nachweisgrenze. In einigen Fällen war auch Pollen von Bt-Mais zu identifizieren. Die DNA-Mengen waren jedoch zu gering, um eindeutige Werte bestimmen zu können.
  • Ein möglicher Eintrag von GVO-Pollen lässt sich fast vollständig reduzieren, wenn die Bienenvölker nicht in unmittelbarer Nähe der Maisfelder stehen.
  • Maispollen ist für die Bienen selbst in unmittelbarer Nähe kaum noch attraktiv, wenn die Völker bereits vor Beginn der Maisblüte aufgestellt werden. Die Bienen haben sich bereits andere Trachtquellen gesucht und fliegen die blühenden Bt-Maisfelder nicht mehr an.
  • Leichter nachweisbar sind Bt-Maispollen in den Pollenhöschen der Bienen (Höselpollen). Je nach Nähe zum Bt-Maisfeld und Intensität des Befliegens sind GVO-Anteile um den 0,9 Prozent-Schwellenwert nicht auszuschließen.
  • Bisher ist nicht zu erkennen, dass die Aufnahme von Bt-Maispollen die gesunde Entwicklung der Bienenvölker beeinträchtigen könnte. Die dazu an der Universität Jena durchgeführten Versuche sind jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen.

Um die Ergebnisse auf eine breitere Datengrundlage zu stellen, hat Bayern die Untersuchungen zu Bienen und Honig im Rahmen des Erprobungsanbaus 2005 fortgesetzt.

 

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08. März 2006 [nach oben springen]

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