| Fr 03.09.2010 | | | 07:00 Uhr |
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Die Auswertung des Erprobungsanbaus 2004 ist abgeschlossen. Alle 29 Standorte, an denen Bt-Mais angepflanzt wurde, sind ausgewertet. Als letztes wurden die Ergebnisse für die Körnermais-Felder veröffentlicht. Auch für die acht Körnermais-Standorte zeigt
sich das gleiche Bild wie beim Silomais: Mit zunehmender Entfernung
von der
Körnermais: Keine höheren GVO-AnteileSignifikante Unterschiede zwischen Silo- und Körnermais wurden
nicht festgestellt, obwohl bei gleicher Bestäubungsrate bei
Körnermais ein höherer GVO-Anteil zu erwarten gewesen wäre. Bei
einer Befruchtung durch Bt-Mais ist nachweisfähige Für Prof. Eberhard Weber (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), der das wissenschaftliche Begleitprogramm koordinierte, zeigen die Ergebnisse des Erprobungsanbaus, dass "einfach zu handhabende Regeln gefunden werden können, die eine Koexistenz zwischen konventioneller und gentechnik-orientierter Landwirtschaft möglich machen." Es reiche aus, einen Streifen von 20 Meter separat zu ernten, um den GVO-Wert im konventionellen Mais unter der 0,9%-Schwelle zu halten. Sind die Felder groß genug, "verdünnen" sich die höheren GVO-Einträge am Rand. Ein direkt an eine Bt-Parzelle grenzendes Nachbarfeld von einer Mindesttiefe von 60 Meter kann vollständig geerntet werden, ohne einen GVO-Anteil über 0,9 Prozent befürchten zu müssen. Erprobungsanbau 2004: Ergebnisse Körnermais
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| Stand- ort | Fläche Bt-Mais (ha) | GVO-Anteile (in %) im Abstand von (in m) | GVO-Anteil (in %) bei Erntestreifen von (in m) |
| 0-10 | 20-30 | 50-60 | 0-60 | ||
| 03 | 1,8 | 1,86 | 0,69 | 0,36 | 0,88 |
| 08 | 2,9 | 1,61 | 0,26 | 0,18 | 0,57 |
| 63 | 18,3 | 0,63 | 0,32 | 0,07 | 0,31 |
| 72 | 8,5 | 1,23 | 0,32 | 0,11 | 0,48 |
| 75 | 8,5 | 1,00 | 0,58 | - | 0,68 |
| 76 | 5,0 | 0,21 | 0,09 | 0,02 | 0,09 |
| 77 | 5,0 | 0,80 | 0,28 | 0,05 | 0,33 |
| 78 | 5,0 | 0,52 | 0,08 | 0,05 | 0,18 |
| 74 | 6,2 | 2,81 | 0,36 | 0,07 | 0,88 |
Die Standorte sind codiert.
Auf jedem Feld des Erprobungsanbaus wurden in verschiedenen Entfernungen von der Bt-Mais-Parzelle Proben genommen: jeweils in den Entfernungsbereichen 0 bis 10, 20 bis 30 und 50 bis 60 Meter. In jeder dieser Zonen wurden aus dem Erntegut drei Proben gezogen und nach der Vermahlung im Labor zu einer Sammelprobe zusammengestellt. Jede Sammelprobe wurde wiederum in fünf Einzelproben aufgeteilt: Je eine wurde von den ausgewählten Analytik-Laboren auf GVO-Anteile untersucht. Die übrigen drei wurden als Rückstellproben aufbewahrt.
Nach diesem Schema wurden für jeden Entfernungsbereich Proben für alle vier Himmelrichtungen getrennt ausgewertet. Während der Maisblüte war jedoch keine vorherrschende Windrichtung erkennbar. Die obigen Ergebnisse sind Mittelwerte für alle vier Windrichtungen.
Die rechte Spalte der obigen Tabelle zeigt die rechnerischen GVO-Anteile, wenn ein konventioneller Streifen von 0 bis 60 Meter neben einem Bt-Maisfeld geerntet wird. Der Berechnung liegen folgende Annahmen zugrunde: Für den Erntestreifen bis 15 Meter wird derjenige GVO-Eintrag angesetzt, der im Entfernungsbereich 0 bis 10 Meter gemessen wurde. Der anschließende Streifen zwischen 15 und 40 Meter erhält rechnerisch den GVO-Eintrag der Zone 20 bis 30 Meter. Für alle darüber hinaus gehenden Erntebereiche wird der GVO-Eintrag der dritten Zone (50 bis 60 Meter) zugrunde gelegt.
An einem Standort (74) wurde Liesch-Kolben-Schrot geerntet. Dabei werden der Maiskolben und die Lieschblätter verwertet.
Mehr bei TransGen
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Deutsches Maiskomitee; Zeitschrift MAIS |
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Koexistenz von gentechnisch verändertem und konventionellem
Mais W. E. Weber, T. Bringezu, Halle, I. Broer, Rostock, F. Holz, Bernburg, J. Eder, Freising Teil 1: MAIS 1/2005 Teil 2: MAIS 2/2005 |
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Sonderdruck MAIS 1+2/2005 |
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Ergebnisse des Erprobungsanbaus mit gentechnisch verändertem
Mais in Bayern. Rede des bayerischen Landwirtschaftministers Josef Miller vor den Ausschüssen für Landwirtschaft und Forsten sowie für Umwelt und Verbraucherschutz des Bayerischen Landtags am 23. Februar 2005 in München. |
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Ergebnisse Erprobungsanbau Mais 2004 Prof. Eberhard Weber Institut für Pflanzenzüchtung und Pflanzenschutz Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg Präsentation Pressekonferenz 12.04.2005, Berlin |
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