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Steigende Importe von Soja-Futtermitteln

Europas Tiere fressen Soja

Die EU schließt die infolge des Tiermehlverbots entstandene "Eiweißlücke"  durch vermehrte Einfuhr von Soja. 

Im Kalenderjahr 2001 hat sich die Ölsaatenverarbeitung laut um 2 % auf 29,6 (Vorjahr 29,0) Mio. t erhöht. Dies ist vor allem auf eine Steigerung der Sojabohnen- Verarbeitung um 12 % von 14,9 Mio. t auf 16,7  Mio. t zurückzuführen. 

  • In Deutschland stieg der Einsatz von Sojaschrot im Mischfutter nach dem Jahresbericht der ZMP (Zentrale Markt- und Preis- Berichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft) sogar um 13 % auf 2,6 Millionen Tonnen.

  • Zusätzlich wurde der Anbau von Hülsenfrüchten zur Ernte 2001 um fast 18 Prozent auf  219.000 Hektar ausgeweitet.

  • Mit 7,34 Millionen Tonnen verarbeitete man knapp 9 Prozent mehr Getreide als im Vorjahr.

Die Versorgungslücke, die durch das Tiermehlverbot entstand, wurde in 2001 offenbar durch Getreide und Sojaschrot abgedeckt. Dies ist vor allem auf die hohe Verfügbarkeit von Getreide und Soja zu günstigen Preisen zurückzuführen. Zusätzlich wurden in 2001 mehr Hülsenfrüchte angebaut, um den Bedarf an Eiweißträgern im eigenen Land decken zu können.

Trotz dieser Maßnahmen stieg der Verbrauch von Soja und Sojaschrot deutlich an.

Soja wird in der EU nur in sehr geringem Umfang angebaut und hauptsächlich aus den USA, Argentinien und Brasilien importiert.

In USA (Anteil 2001: 68%, Prognose 2002: 74%) und Argentinien (Aussaat 2001: 99%) haben sich gentechnisch veränderte Sojasorten weitgehend durchgesetzt. In Brasilien dauern die juristischen Auseinandersetzung um das derzeitige Anbauverbot für gv-Soja weiter an. Aus Argentinien wird jedoch gv-Saatgut eingeschmuggelt und vor allem in den brasilianischen Grenzregionen angebaut. Der illegale Anbau von gv-Soja in Brasilien wird für 2002 auf 35 % geschätzt. 

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