Transparenz fr Gentechnik bei Lebensmitteln
 
TransGen Lebensmitteldatenbank

Geben Sie ein, wozu Sie etwas wissen wollen: eine Pflanze, ein Lebensmittel, eine Zutat, einen Zusatzstoff oder eine E-Nummer.

Newsletter? Anmelden
transGEN Forum
Gute Gene - Schlechte Gene
bioSicherheit
Pflanzen. Forschung. Ethik.
Forum Bio- und Gentechnologie

Archiv 2005

23. Dezember 2005
Öko-Produkte: Ohne Gentechnik, aber nicht frei von zufälligen GVO-Einträgen
Auch künftig dürfen ökologisch erzeugte Lebens- und Futtermittel keine gentechnisch veränderte Organismen enthalten. Erlaubt sind jedoch zufällige, technisch unvermeidbare GVO-Einträge bis zu 0,9 Prozent, sofern der betreffende GVO zugelassen und als sicher bewertet wurde.

21. Dezember 2005
Wie immer: gv-Mais1507 ohne qualifizierte Mehrheit
Erneut blieb eine Zulassungsempfehlung der EU-Kommission im Ministerrat ohne qualifizierte Mehrheit. Auf ihrer turnusmäßigen Sitzung konnten sich die EU-Agrarminister nicht über Zulassung von Lebensmitteln aus gv-Mais 1507 verständigen.

20. Dezember 2005
EU-Kommission: Letzte Mahnung für Deutschland
Deutschland und Frankreich haben die EU-Richtlinie über die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen noch immer nicht in nationales Recht umgesetzt. Die EU-Kommission hat den beiden Ländern nun eine letzte Mahnung übermittelt. Kommen die Regierungen der Aufforderung nicht nach, kann die Kommission beim Europäischen Gerichtshof die Verhängung von Strafzahlungen beantragen.

16. Dezember 2005
Seehofer: Anbau von gv-Pflanzen muss auch in Deutschland möglich sein
In einem Gespräch mit der Berliner Zeitung hat Verbraucherschutzminister Horst Seehofer neue Akzente in der Agrar- und Verbraucherpolitik angekündigt. Er bekräftigte die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags zur Grünen Gentechnik, nach denen vor allem die Haftungsregelungen beim Anbau gv-Pflanzen geändert werden sollen.

14. Dezember 2005
Drei Bt-Maissorten in Deutschland zugelassen
Das Bundessortenamt hat heute drei Sorten aus gentechnisch verändertem Bt-Mais der Linie MON810 zugelassen. Saatgut dieser Sorten kann somit ohne Auflagen im Agrarhandel vertrieben werden. Bei der Aussaat im Frühjahr müssen die Landwirte die Bestimmungen des Gentechnik-Gesetzes beachten.

13. Dezember 2005
USA: Große Nachfrage nach neuartigem Sojaöl
Kellogg’s, weltweit größtes Unternehmen für Cerealien, hat angekündigt, im kommenden Jahr bei einem Teil seiner Produkte ein neuartiges Öl aus Sojabohnen einzusetzen. Das Öl mit dem Markennamen Vistive stammt aus Sojabohnen, die vom Agro-Biotechunternehmen Monsanto entwickelt wurden.

01. Dezember 2005
China: Noch keine Zulassung von gv-Reis
Der kommerzielle Anbau von gentechnisch verändertem Reis wird in China vorerst nicht erlaubt. Ein von der chinesischen Regierung eingesetztes Expertenkomitee konnte sich nicht über die Zulassung von gv-Reis verständigen.

27. November 2005
Schweiz: Deutliche Mehrheit für Gentechnikfrei-Initiative
Mit überraschend deutlicher Mehrheit haben die Schweizer Bürger einem auf fünf Jahre befristeten Verbot der kommerziellen Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere zugestimmt. Eine entsprechende Volksinitiative wurde heute mit 55,7 Prozent der abgegebenen Stimmen angenommen.

24. November 2005
Koexistenz: EU-Kommission genehmigt dänischen Ausgleichsfonds
In Dänemark erhalten konventionell oder ökologisch wirtschaftende Landwirte finanzielle Beihilfen, sollte es infolge von GVO-Einträgen von benachbarten Feldern zu Vermarktungsverlusten kommen. Die EU-Kommission hat den in Dänemark dafür eingerichteten Ausgleichsfonds genehmigt.

21. November 2005
Australien: Aus für gv-Erbsen nach Fütterungsversuchen
In Australien ist die Entwicklung schädlingsresistenter gv-Erbsen eingestellt worden. Vorausgegangen waren Fütterungsversuche mit Mäusen, bei denen Hinweise auf mögliche Gesundheitsbeeinträchtigungen gefunden wurden.

17. November 2005
Schweden: Kehrtwende bei Futtermitteln aus gv-Pflanzen
Swedish Meats, das größte Fleisch verarbeitende Unternehmen Schwedens, hat angekündigt, künftig auch Schlachttiere zu akzeptieren, die Futtermittel aus gv-Pflanzen erhalten haben. Das Unternehmen hatte seine Landwirte bisher verpflichtet, kein GVO-Futter zu verwenden.

16. November 2005
Gv-Futtermais mit Aminosäureanreicherung: Schon bald auf dem Markt?
Bereits 2007 oder 2008 soll in USA und Argentinien ein neuer gv-Mais angebaut werden, dessen Körner deutlich mehr der Aminosäure Lysin produzieren als gewöhnlicher Mais. Der neue Mais wurde von Renessen LLC entwickelt, einer gemeinsamen Tochter des Agrobiotech-Unternehmens Monsanto und des Futtermittelkonzerns Cargill.

13. November 2005
Große Koalition: Neue Akzente bei der Grünen Gentechnik
In ihrem Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und SPD vereinbart, das bestehende, von der rotgrünen Regierung durchgesetzte Gentechnik-Gesetz zu ändern. Einzelne Regelungen sollen so ausgestaltet werden, "dass sie Forschung und Anwendung in Deutschland befördern". Dazu sollen in Bezug auf Freisetzung und Anbau von gv-Pflanzen "gesetzliche Definitionen präzisiert" werden.

10. November 2005
USA: Wenig Rückhalt für gentechnikfreie Zonen
Die Bürger von Sonoma County (Kalifornien) haben es abgelehnt, sich zur gentechnikfreien Zone zu erklären. Der von einer GE-free campaign eingebrachte Vorschlag, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen für zehn Jahre zu verbieten, wurde mit 54 Prozent der Stimmen abgelehnt.

04. November 2005
Bundesrat: Praktikabler Schwellenwert für GVO-Spuren im Saatgut
In seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat eine Entschließung angenommen, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, sich auf EU-Ebene "mit Nachdruck für praktikable Schwellenwerte für nicht zu vermeidende Spuren gentechnisch veränderter Organismen in Saatgut" einzusetzen.

28. Oktober 2005
Große Koalition: Neue Haftungsregelung beim Anbau von gv-Pflanzen
Bei ihren Koalitionsgesprächen haben sich CDU/CSU und SPD offenbar auf eine Änderung des Gentechnik-Gesetzes verständigt. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, sollen vor allem die derzeit geltenden Haftungsregelungen entschärft werden.

21. Oktober 2005
Erneut Feld mit gv-Mais zerstört
In Werne (Nordrhein-Westfalen) ist ein 5000 Quadratmeter großes Versuchsfeld mit gentechnisch verändertem Mais vollständig zerstört worden. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Pflanzenzüchter beläuft sich der Schaden auf etwa 10.000 Euro.

11. Oktober 2005
Rumänien: Landwirte setzen auf gv-Sojabohnen
Wie die Umweltorganisation Greenpeace berichtet, sollen rumänische Landwirte ohne Wissen der Behörden in großem Stil gv-Sojabohnen anbauen. Offiziell ist 2005 die Hälfte der nationalen Sojaflächen von 140.000 Hektar als gentechnisch verändert registriert. Nach Angaben von Greenpeace liegt der gv-Sojaanteil weitaus höher und soll etwa 100.000 Hektar betragen.

05. Oktober 2005
EuGH: Gesetzliches Verbot von gv-Pflanzen ist nicht rechtmäßig
Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat das in Oberösterreich erlassene Verbot für den Anbau von gv-Pflanzen für unrechtsmäßig erklärt. Das österreichische Bundesland hatte sich durch ein Gesetz zur "gentechnik-freien Zone" erklärt. Dieses sei der einzige Weg, um in der kleinteiligen Landwirtschaft den Schutz des konventionellen und biologischen Anbaus zu gewährleisten.

30. September 2005
China: Widersprüchliche Meldungen über Zulassung von gv-Reis
Wie mehrere internationale Nachrichtenagenturen meldeten, wollen die chinesischen Behörden noch in diesem Jahr vier gentechnisch veränderte Reislinien für den Anbau zulassen. Drei verfügen über eine gentechnisch vermittelte Resistenz gegen Schadinsekten, eine weitere gegen Mehltau-Pilzkrankheiten.

29. September 2005
Schweiz: Vor der Volksabstimmung über Gentechnik-Moratorium
Am 27. November können die Schweizer über eine fünfjähriges Gentechnik-Moratorium in der Landwirtschaft abstimmen. Die Volksinitiative wird von einem breiten Bündnis von Bauern-, Umwelt- und Konsumentenorganisationen getragen. Es will erreichen, dass der kommerzielle Anbau von gv-Pflanzen, die Einfuhr von gv-Saatgut oder von gv-Tieren in der Schweiz in den nächsten fünf Jahren gundsätzlich nicht erlaubt ist.

23. September 2005
Gericht: Keine Zulassung von MON810-Mais im Eilverfahren
Das Verwaltungsgericht Hannover hat es abgelehnt, im Eilverfahren über die Zulassung von Sorten aus dem gv-Mais MON 810 zu entscheiden. Anfang August hatten mehrere Agrobiotech-Unternehmen gegen das Bundessortenamt geklagt. Dieses hatte die seit langem vorbereitete Zulassung mehrerer Sorten abgelehnt, da die gentechnikrechtliche Genehmigung für den MON810-Mais nicht mehr in vollem Umfang gültig sei.

15. September 2005
Gv-Zucchini ausgepflanzt: Versandfehler beim Saatgut
Einige gentechnisch veränderte Zucchini sind in Rheinland-Pfalz ohne Genehmigung ausgepflanzt worden. Etwa 90 Gramm Mustersaatgut ist irrtümlich aus den USA zu firmeninternen Versuchen an die deutsche Niederlassung der Seminis Inc. in Niedersachsen verschickt worden.

14. September 2005
Gv-Alfalfa: In den USA und Kanada zugelassen
Eine gentechnisch veränderte Luzerne ist kürzlich in den USA für den kommerziellen Anbau und in Kanada als Lebens- und Futtermittel zugelassen worden. Vermutlich steht in den USA bereits genug Saatgut für die Bestellung einer Fläche von 20.000 bis 30.000 Hektar zur Verfügung.

10. September 2005
Elsass: Freilandversuch mit gentechnisch veränderten Weinreben
In der Nähe von Colmar (Elsass /Frankreich) hat ein Freilandversuch mit gentechnisch veränderten Weinreben begonnen. Die Reben verfügen über eine gentechnisch vermittelte Resistenz gegen die von vielen Winzern gefürchtete Reisigkrankheit.

09. September 2005
Union bereitet neues Gentechnik-Gesetz vor – Umweltverbände protestieren
Nach Berichten mehrerer Zeitungen planen CDU/CSU nach ihrem möglichen Wahlsieg eine grundlegende Änderung des bestehenden Gentechnik-Gesetzes. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen soll weniger streng geregelt werden. So soll der Zugang zum Standortregister, in dem alle Annbauflächen mit gv-Pflanzen verzeichnet sind, für die Öffentlichkeit nur noch eingeschränkt möglich sein.

07. September 2005
Frankreich: Bt-Mais auf 1000 Hektar
Nach einem Bericht der Zeitung Le Figaro sollen französische Landwirte in diesem Jahr auf einer Fläche von etwa tausend Hektar gentechnisch veränderten Mais anbauen. Nach Darstellung des Verbandes der Mais-Landwirte (AGPM) sind lediglich 500 Hektar offiziell bekannt.

06. September 2005
Gentechnik-Gesetz: Neuer Anlauf im nächsten Bundestag
Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat erneut die Beratungen über das Gentechnik-Gesetz vertagt. Erwartungsgemäß ist damit das Vorhaben endgültig gescheitert. Der am 19. September neu zu wählende Bundestag muss mit den Beratungen von vorn beginnen.

02. September 2005
Falscher Alarm: Doch kein gv-Soja im Babybrei
Die Warnung vor nicht deklariertem gv-Soja in einem Babybrei-Produkt war nach Angaben des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums "falscher Alarm". Der Brei eines Herstellers aus Nordrhein-Westfalen enthalte gar kein gv-Soja.

01. September 2005
Babynahrung: Gv-Soja nicht deklariert
Die Lebensmittelüberwachung in Thüringen hat in einem Babybreiprodukt gentechnisch veränderte Sojabohnen nachgewiesen. Der gemessene Anteil lag bei zwei Proben mit 1,3 und 2,9 Prozent über dem für die Kennzeichnung maßgebenden Schwellenwert von 0,9 Prozent.

30. August 2005
Attacken gegen Bt-Maisfelder
In Rotthalmünster (in der Nähe von Passau) sind Teile eines Versuchsfeldsfeldes mit Mais zerstört worden. Auf dem Gelände der dortigen Höheren Landbauschule werden im Auftrag des Bundessortenamtes Anbauversuche mit neuen Maissorten durchgeführt. Solche Prüfungen sind Teil des Zulassungsverfahrens, das alle Sorten durchlaufen müssen.

18. August 2005
Gen-Weizen: Vorerst kein Anbau in Nordamerika
USA und Kanada: Zulassungsantrag für herbizidresistenten Weizen zurückgezogen

09. August 2005
Unternehmen klagen Sortenzulassung ein
Die Saatgutunternehmen Monsanto und Pioneer haben beim Verwaltungsgericht Hannover Klage gegen das Bundessortenamt eingereicht. Damit soll die Zulassung verschiedener aus gentechnisch verändertem MON810-Mais hervorgegangener Sorten gerichtlich erzwungen werden.

01. August 2005
Protest gegen Bt-Mais: Feldzerstörung verhindert
Etwa 300 Menschen dem Aufruf der Initiative "Gendreck weg" zur "freiwilligen Feldbefreiung". Zerstört werden sollte nach öffentlicher Vorankündigung ein Feld mit gentechnisch verändertem Mais in Hohenstein bei Strausberg in der Nähe von Berlin. Die Polizei hatte den Demonstranten allerdings die Auflage erteilt, sich dem Feld nicht weiter als bis zu 250 Metern zu nähern.

01. August 2005
Protest gegen "Gen-Mais"
Etwa 300 Menschen haben am Sonntag bei Strausberg in der Nähe von Berlin gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Deutschland protestiert. Ein Aufgebot von 280 Polizisten verhinderte jedoch die von der Initiative "Gendreck weg" geplante "Feldbefreiung".

29. Juli 2005
Auflagen für "Feldbefreiung"
Die von der Initiative "Gendreck weg" für den 31. Juli angekündigte öffentliche "Feldbefreiung" ist von der Polizei mit hohen Auflagen belegt worden. Die Gentechnik-Gegner, die ein Feld mit gentechnisch verändertem Mais in Hohenstein bei Strausberg in der Nähe von Berlin zerstören wollen, dürfen das Gelände nun nicht betreten und müssen einen Abstand von 250 Metern zum Feld einhalten.

28. Juli 2005
Australien: Spuren von gv-Material in Raps gefunden
Die australische Getreideproduktionsfirma ABB Grain hat im Rahmen einer Routineuntersuchung Spuren von gentechnisch verändertem Saatgut in herkömmlich angebautem Raps entdeckt. Die Beimischungen lagen bei höchstens 0,01 Prozent.

22. Juli 2005
Union will neues Gentechnik-Gesetz
Nach einem Wahlsieg im September will die Union das von der rotgrünen Regierungskoalition durchgesetzte Gentechnik-Gesetz ändern, kündigte die für Verbraucherschutz zuständige Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Gerda Hasselfeldt (CSU) in einem Gespräch mit dem Handelsblatt an.

19. Juli 2005
EU-Kommission: Blauer Brief für Deutschland
Erneut hat die EU-Kommission Deutschland schriftlich ermahnt, die EU-Richtlinien zur Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in nationales Recht umzusetzen. Die Frist dafür war bereits im Oktober 2002 abgelaufen. Nach mehreren vergeblichen Aufforderungen durch die Kommission hatte der Europäische Gerichtshof im Juli 2004 festgestellt, dass ein Verstoß gegen die europäischen Verträge vorliegt und Deutschland erneut aufgefordert, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

18. Juli 2005
Zerstörung eines Feldes mit Bt-Mais angekündigt
Anti-Gentechnik-Aktivisten ("Gendreck-weg") haben angekündigt, am 31. Juli ein Feld mit gentechnisch verändertem Mais zerstören zu wollen. Auf dem 10 Hektar großen Feld in der Nähe des Dorfes Hohenstein bei Strausberg, etwa 30 km östlich von Berlin, hat der Landwirt Jörg Piprek im April gv-Mais (MON 810) ausgesät.

24. Juni 2005
EU-Umweltminister bestätigen nationale Verbote
Deutschland, Österreich und Luxemburg dürfen ihre nationalen Verbote des gentechnisch veränderten Bt176-Mais aufrecht erhalten. Mit qualifizierter Mehrheit lehnte der Rat der EU-Umweltminister einen Beschlussvorschlag der EU-Kommission ab, die Länder zu einer Aufhebung zu zwingen. Es war das erste Mal nach dem Ende des GVO-Zulassungsmoratoriums 2004, dass im Ministerrat eine Entscheidung mit qualifizierter Mehrheit zustande kam.

22. Juni 2005
MON863-Mais: Monsanto muss vollständige Einsicht in die Unterlagen gewähren
Das Agrobiotech-Unternehmen Monsanto muss die kompletten Unterlagen zur Sicherheitsbewertung des gv-Mais MON863 offen legen. In letzter Instanz bestätigte das Oberverwaltungsgericht Münster eine Entscheidung eines Kölner Gerichts. Unter Berufung auf Geschäftsgeheimnisse hatte Monsanto nur einen Teil der Dokumente zugänglich machen wollen. Hintergrund des Streits sind Diskussionen um die von Monsanto durchgeführten Fütterungsversuche mit MON863-Mais.

14. Juni 2005
Zweites Gentechnik-Gesetz gescheitert
Das zweite Gentechnik-Gesetz ist an grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen rot-grüner Regierungskoalition und der unionsgeführten Mehrheit des Bundesrates gescheitert. Am Montag gab die zuständige Arbeitsgruppe des Vermittlungsausschusses den Versuch auf, einen Kompromiss zu finden.

06. Juni 2005
Montreal: Verhandlungsrunde zum Cartagena Protokoll ohne Ergebnis
Die UN-Konferenz der Vertragsstaaten des Cartagena Protokolls zur Biologischen Sicherheit ist am 3. Juni in Montreal ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Verhandelt werden sollten detaillierte Vorschriften zur Deklaration von GVO-Anteilen beim internationalen Handel mit Agrarrohstoffen, vor allem Soja und Mais.

02. Juni 2005
Erneut keine Sortenzulassung für Bt-Mais in Deutschland
Die Zulassung der ersten gv-Maissorten in Deutschland ist verschoben. Der zuständige Ausschuss beim Bundessortenamt hat die am 30. Mai angesetzte Entscheidung vertagt. Es handelt sich dabei um mehrere, aus dem gv-Mais MON810 hervorgegangene Sorten der Züchtungsunternehmen Monsanto, Pioneer und KWS.

01. Juni 2005
Kaum Chancen für Kompromiss beim Gentechnik-Gesetz
Das seit Februar 2005 geltende Gentechnik-Gesetz bleibt vorerst ohne Abstriche in Kraft. Vor den geplanten Neuwahlen zum Bundestag bestehen kaum noch Chancen für einen Abschluss des derzeit laufenden Vermittlungsverfahrens zum zweiten Gentechnik-Änderungsgesetz.

26. Mai 2005
Irland: Schiffsladung mit Bt10-Mais sichergestellt
In einem irischen Hafen ist eine aus den USA kommende Schiffsladung mit Mais-Futtermitteln sichergestellt worden, in denen geringe Anteile des nicht zugelassenen Bt10-Mais vorhanden sind. Die irischen Behörden haben die EU-Kommission und die zuständigen Stellen der Mitgliedsländer über das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel informiert.

23. Mai 2005
China ratifiziert das Cartagena-Protokoll
Als 120. Land hat China das internationale Abkommen über die biologische Sicherheit ratifiziert. Der nach dem letzten Verhandlungsort auch Cartagena Protocoll benannte Vertrag verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, bestimmte Regeln über grenzüberschreitenden Handel mit gentechnisch veränderten Organismen einzuhalten und zum gegenseitigen Informationsaustausch.

23. Mai 2005
Nach der Aussaat: Bt-Mais auf 568 Hektar
In Deutschland wird 2005 gentechnisch veränderter Bt-Mais an 57 Standorten auf einer Fläche von 568 Hektar angebaut. Von den ursprünglich gemeldeten knapp 1000 Hektar wurden inzwischen etwa 380 Hektar wieder zurückgezogen.

11. Mai 2005
Brasilien: Größter Export-Hafen darf wieder gv-Soja verschiffen
Das oberste Gericht Brasiliens hat das Verbot von gv-Soja im Bundesstaat Paraná Anfang Mai außer Kraft gesetzt, da es dem im Frühjahr verabschiedeten Gentechnik-Gesetz widerspricht.

04. Mai 2005
Bundestag: Öffentliche Anhörung zu Bt10-Mais
Am Montag, den 9. Mai beschäftigt sich der Verbraucherschutz- ausschuss mit dem Thema Bt10-Mais: Der gv-Mais war in den USA mit dem zugelassenen Bt11-Mais verwechselt und vier Jahre lang irrtümlich angebaut worden. Möglicherweise können geringe Mengen von Bt10-Mais mit den Importen von Mais und Maisfutter (Maiskleber) nach Europa gelangt sein.

02. Mai 2005
Verbraucherministerium plant eigenes Forschungsprogramm zu Bt-Mais
Verbraucherschutzministerin Renate Künast wird ein eigenes Forschungsprogramm zu gentechnisch verändertem Mais starten, sagte Staatssekretär Müller am Freitag gegenüber der Berliner Zeitung. Bei dem geplanten Versuchsanbau gehe es darum, das Nebeneinander von Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik zu sichern.

26. April 2005
Anbau Bt-Mais: Monsanto legt Regeln für die Gute fachliche Praxis fest
Rechtzeitig vor der Aussaat hat Monsanto Deutschland Regeln für die Gute fachliche Praxis beim Anbau von gentechnisch verändertem Bt-Mais festgelegt. Landwirte, die dafür Saatgut von Monsanto beziehen, müssen sich verpflichten, diese Regeln einzuhalten. So ist zwischen einem Feld mit Bt-Mais und einem konventionellen Nachbarfeld ein Trennstreifen von mindestens 20 Metern anzulegen.

21. April 2005
Maisfutter aus USA: Bt10-Test vor dem Verladen
Maisfuttermittel aus den USA werden von heute an vor der Verschiffung auf Spuren des nicht erlaubten Bt10-Mais untersucht. Syngenta und das weltweit tätige Analytiklabor Genescan haben ein Testverfahren entwickelt, mit dem Spuren von Bt10-Mais nachgewiesen werden können.

20. April 2005
EU-Register: Zulassung für 26 GVO-Produkte erneuert
Das EU-Register, in dem alle zugelassenen gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel verzeichnet sind, ist um 26 neue Einträge gewachsen: Zahlreiche GVO-Produkte – Pflanzen, Lebens- und Futtermittel – sind in der EU nun rechtmäßig zugelassen. Die meisten der Produkte aus gv-Mais, Raps, Soja und Baumwolle waren zwischen 1996 und 1998 nach den damals gültigen Rechtsvorschriften zugelassen worden.

17. April 2005
Ein Jahr neue Kennzeichnung: Alles wie gehabt
Vor einem Jahr, am 18. April 2004, traten in der EU die neuen, erweiterten Bestimmungen zur Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebens- und Futtermittel in Kraft. Viele hatten erwartet, dass die Konsumenten beim Einkauf nun verstärkt auf gekennzeichnete Produkte stoßen würden.

15. April 2005
Bt10-Mais: EU beschließt Importbeschränkungen
Auf Vorschlag der EU-Kommission haben die Mitgliedstaaten Maßnahmen beschlossen, um Beimischungen von nicht zugelassenem Bt10-Mais in Lebens- und Futtermitteln auszuschließen. Der Bt10-Mais war in den USA mit dem zugelassenen Bt11-Mais verwechselt und vier Jahr lang irrtümlich angebaut worden.

14. April 2005
USA: Lebensmittelkonzerne gehen auf Distanz zu Pharma-Reis
Im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri soll gv-Reis angebaut werden, der in seinen Körnern Arzneimittelwirkstoffe produziert. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, will Anheuser-Busch, die führende Brauerei in den USA und zugleich der größte nationale Abnehmer von Reis, keinen Reis mehr aus diesem Bundesstaat verwenden.

13. April 2005
Erprobungsanbau 2004: Alle Daten liegen auf dem Tisch
Die Auswertung des Erprobungsanbaus 2004 ist abgeschlossen. Alle 29 Standorte, an denen Bt-Mais angepflanzt wurde, sind ausgewertet. Als letztes wurden nun die Ergebnisse für die Körnermais-Felder veröffentlicht. Die Daten für Silomais und die Auswertung eines Sonderprogramms in Bayern zu den Auswirkungen von Bt-Pollen auf Bienen und Honig liegen bereits vor.

12. April 2005
Gentechnik-Gesetz: Sachsen-Anhalt zieht vor das Verfassungsgericht
Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat heute beschlossen, gegen das neue Gentechnik-Gesetz ein Normenkontrollverfahren beim Bundesverfassungsgericht einzuleiten. Wie Wirtschaftsminister Horst Rehberger (FDP) vor der Presse in Berlin ausführte, sei das im Februar 2005 in Kraft getretene Gentechnik-Gesetz mit den Grundrechten der Berufsfreiheit, der Wissenschaftsfreiheit, dem Eigentumsschutz und dem allgemeinen Gleichheitssatz nicht vereinbar.

09. April 2005
Syngenta: 375.000 Dollar Strafe wegen Bt10-Verwechselung
Syngenta hat eine vom US-Landwirtschaftsministerium verhängte Strafe von 375.000 Dollar akzeptiert. Das Unternehmen hatte in den USA zwischen 2001 und 2004 auf etwa einer Fläche von insgesamt 15.000 Hektar irrtümlich gentechnisch veränderten Bt10-Mais ausgesät.

08. April 2005
EU-Kommission: Gentechnik-freie Zonen nur freiwillig
EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel hat erneut bestätigt, dass eine rechtlich verbindliche Einrichtung von "gentechnik-freien" Zonen mit europäischem Recht nicht vereinbar sei. Anlass war ein Gespräch mit Vertretern europäischer Regionen in Brüssel, die sich zu einer Initiative für gentechik-freie Zonen zusammengeschlossen haben.

06. April 2005
Weiterentwickelt: Golden Rice 2 enthält mehr Vitamin-A
Britische Forscher haben im Auftrag von Syngenta einen gentechnisch veränderten Reis gezüchtet, der in seinen Körnern besonders hohe Mengen Beta-Karotin bildet. In der Pflanze kommt diese Vorstufe von Vitamin A natürlicherweise nur in grünen Geweben wie Blättern und Stängel vor.

03. April 2005
EU-Kommission verlangt vollständige Aufklärung im Bt10-Fall
In Briefen an die US-amerikanischen Behörden und das Agro-Unternehmen Syngenta hat die EU-Kommission vollständige Aufklärung im Fall des irrtümlich in Verkehr gebrachten Bt10-Mais verlangt. Die Kommission schätzt, dass infolge der Verwechselung mit Bt11-Mais etwa acht Kilogramm Bt10-Mais-Saatgut nach Frankreich und weitere zwei Kilogramm nach Spanien exportiert wurden.

01. April 2005
Verwechslung Bt10/Bt11-Mais: Neue Brisanz durch Markergen
Wie eine Sprecherin des Schweizer Agrounternehmens Syngenta bestätigte, enthält der irrtümlich in den USA angepflanzte gentechnisch veränderte Bt10-Mais ein Markergen, das eine Resistenz gegen das Antibiotikum Ampicillin vermittelt.

31. März 2005
Russland: Kein Anbau, aber Import von GVO
In Russland werden laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti derzeit keine gentechnisch veränderten Pflanzen kommerziell angebaut. Einige gv-Lebens- und Futtermittel sind jedoch für den Import zugelassen.

30. März 2005
Brasilien: Präsident Lula unterzeichnet Gentechnik-Gesetz
Der brasilianische Präsident Lula da Silva hat ein Gesetz unterzeichnet, mit dem Zulassung und Anbau von GVOs geregelt werden. Das Gesetz ist damit rechtskräftig.

30. März 2005
Öko-Test: Nur geringe GVO-Anteile
Die Zeitschrift Öko-Test hat in Lebensmitteln nur geringe Spuren von GVOs gefunden. Untersucht wurden 56 meist soja- oder maishaltige Produkte wie Tofu, Maissnacks oder Erdnussflips. In sechzehn waren GVO-Anteile nachweisbar, die fast immer bei 0,1 Prozent oder darunter lagen.

29. März 2005
Sachsen-Anhalt: Verfassungsklage gegen das Gentechnik-Gesetz
Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Horst Rehberger (FDP) hat angekündigt, sein Bundesland wolle im April beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen das Gentechnik-Gesetz einreichen. Nach Ansicht von Rehberger behindere das seit Anfang Februar 2005 rechtskräftige Gesetz die Rechte von Landwirten, die zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen nutzen wollen.

23. März 2005
USA: Aus Versehen gv-Mais ohne Zulassung angebaut
Der Agrarkonzern Syngenta hat während der letzten vier Jahre irrtümlich einen nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Mais in den USA verbreitet. Statt des genehmigten Bt11-Mais wurden mehrere Hundert Tonnen Saatgut der Sorte Bt10 verkauft.

22. März 2005
EU-Kommission will GVO-Zulassungspolitik fortsetzen
Die neue, erweiterte EU-Kommission von José Manuel Barroso will den unter Romano Prodi eingeschlagenen Weg fortsetzen und Zulassungen für GVOs aussprechen, auch wenn sie dabei nicht von einer Mehrheit der EU-Länder unterstützt wird. Erstmals diskutierte die Barroso-Kommission heute über ihre GVO-Politik.

17. März 2005
Standortregister: Rot-Grün ändert das Gentechnik-Gesetz
Das erst seit Anfang Februar rechtswirksame Gentechnik-Gesetz soll bereits wieder geändert werden. Mit der rotgrünen Regierungsmehrheit beschloss der zuständige Bundestagsausschuss am Mittwoch neue Vorschriften für das Standortregister, das in diesem Jahr erstmals vorgeschrieben ist und alle Anbauflächen für gv-Pflanzen verzeichnet.

15. März 2005
Gv-Alfalfa: Entscheidung über Zulassung in den USA erwartet
Die Behörden in den USA werden vermutlich noch in diesem Jahr entscheiden, ob eine gentechnisch veränderte Luzerne für den kommerziellen Anbau zugelassen wird. Alfalfa, wie die Luzerne auch genannt wird, gehört zu den bedeutendsten Futterpflanzen weltweit.

10. März 2005
Grünes Licht für gentechnische Produktionsanlagen
Die Genehmigung von Anlagen, in denen gentechnisch veränderte Mikroorganismen Enzyme und Lebensmittelzusatzstoffe produzieren, soll erleichtert werden. Bei der Anhörung zum zweiten Gentechnik-Gesetz im Deutschen Bundestag sprach sich BMVEL-Staatssekretär Müller für die im Gesetz vorgesehene Absenkung von Sicherheitsauflagen aus.

03. März 2005
Brasilien: Gv-Soja wird endgültig legalisiert
Das brasilianische Parlament hat einem Gesetz zugestimmt, das Zulassung und Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen regelt. Damit geht eine seit zehn Jahren erbittert geführte juristische Auseinandersetzung vorerst zu Ende.

01. März 2005
Erprobungsanbau 2004: Ergebnisse für Silomais veröffentlicht
Die Zeitschrift MAIS hat die Ergebnisse des Erprobungsanbaus 2004 veröffentlicht. Wird gentechnisch veränderter Mais angebaut, kommt es zu Auskreuzungen in den benachbarten Maisfeldern.

21. Februar 2005
Mexiko: Gesetz lässt gv-Pflanzen grundsätzlich zu
Trotz heftiger Proteste von Umweltverbänden hat der mexikanische Senat einem Gesetz zugestimmt, mit dem Handel und Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen grundsätzlich erlaubt werden. Präsident Vicente Fox hat angekündigt, das Gesetz in Kürze zu unterzeichnen.

19. Februar 2005
China forciert gv-Reis
China wird gentechnisch veränderten Reis möglicherweise noch in diesem Jahr für den kommerziellen Anbau freigeben. Nach einem Bericht der Zeitschrift China Business Week könnten die Ergebnisse der ursprünglich auf zwei Jahre angelegten Anbauversuche bereits früher als erwartet vorliegen.

14. Februar 2005
Standortregister: Anbau von Bt-Mais in der Kritik
Seit der Freigabe des Standortregisters mit gv-Pflanzen stehen die Vorhaben unter starkem öffentlichen Druck. Allein in Brandenburg sind etwa 500 Hektar für den Anbau von gentechnisch verändertem Bt-Mais vorgesehen, etwa die Hälfte der angemeldeten Gesamtfläche.

10. Februar 2005
Italien: Schwerer Stand für gv-Pflanzen
Parlament und Senat in Italien haben ein neues Gentechnik-Gesetz beschlossen. Danach bleibt der Anbau von gv-Pflanzen bis Ende 2005 generell verboten.

30. Januar 2005
Weinreben und Gentechnik: Forschungsziel Pilzresistenz
Gentechnisch veränderte Weinreben im Freisetzungsversuch. Ziel ist es, Weinreben eine Resistenz gegen Pilzkrankheiten zu vermitteln.

27. Januar 2005
Schweiz: Übernahme der EU-Kennzeichnungsregeln
Ab 1. März 2005 gelten in der Schweiz neue Bestimmungen zur Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel. Der Schwellenwert für zufällige GVO-Beimischungen wird von 1,0 auf 0,9 Prozent gesenkt.

26. Januar 2005
Niederlande: Koexistenz-Regeln im Konsens
In den Niederlanden haben sich Landwirtschaft, der Pflanzenzüchter und Verbraucher auf Regeln für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verständigt. Anders als in Deutschland soll es einen Haftungsfond geben, aus dem wirtschaftliche Schäden durch GVO-Auskreuzungen beglichen werden. Auch der Verband der Ökoanbauer hat dem Konsens zugestimmt.

20. Januar 2005
Fischer Boel: Nun doch EU-weite Regelung der Koexistenz?
In einem Gespräch mit der Berliner Zeitung hat die neue EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel eine EU-weit verbindliche Regelung der Koexistenz von GVO- und konventionellem Anbau in Aussicht gestellt. Bisher hatte die Kommission nur Leitlinien zur Koexistenz erarbeitet, die rechtliche Ausgestaltung jedoch den Mitgliedstaaten überlassen.

14. Januar 2005
GVO-Anbau: Abnahmegarantie für konventionellen Mais
Auch unter den veränderten Rahmenbedingungen des neuen Gentechnik-Gesetz zeichnet sich 2005 ein Anbau von gv-Mais in Deutschland ab. Die Märka Kraftfutter GmbH, Eberswalde und Monsanto Agrar Deutschland haben heute ein Modell vorgestellt, das mögliche Konflikte zwischen gv-Mais anbauenden Landwirten und ihren konventionell wirtschaftenden Nachbarn entschärfen könnte.

11. Januar 2005
Im Restaurant: Speiseöle aus gv-Sojabohnen
In Restaurants, Schnellimbissen und Kantinen wird Öl aus gentechnisch veränderten Sojabohnen verwendet. Das Öl fällt bei der Verarbeitung der aus USA, Argentinien und Brasilien eingeführten Sojabohnen an. Dort werden überwiegend gv-Sojabohnen angebaut.

08. Januar 2005
Erprobungsanbau: Fortsetzung 2005
Der Erprobungsanbau mit Bt-Mais soll auch 2005 bundsweit fortgesetzt werden. Wie Uwe Schrader, Geschäftsführer des koordinierenden Vereins InnoPlanta (Gatersleben, Sachsen-Anhalt) mitteilte, werden derzeit Modelle entwickelt, wie der Anbau von gv-Mais unter den Bedingungen des neuen Gentechnik-Gesetzes organisiert werden könnte.

07. Januar 2005
Keine DNA aus gv-Pflanzen in Milch nachweisbar
In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP stellt die Bundesregierung fest, dass bisher keine DNA aus gentechnisch veränderten Futterpflanzen in der Milch nachgewiesen werden konnte. Gefunden wurden lediglich kleine DNA-Bruchstücke.

07. Januar 2005
Pilzresistente Weinreben: Versuch eingestellt
Der erste Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Weinreben in Deutschland ist vorzeitig beendet. An zwei Standorten in Rheinland-Pfalz und Bayern testete das Institut für Rebenzüchtung (Siebeldingen) verschiedene Rebsorten, die gentechnisch mit einer Resistenz gegen bestimmte Pilzkrankheiten versehen waren.


Meldungen 2013
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar

© 1997 - 2013 i-bio Information Biowissenschaften | Impressum | Leitlinien und Finanzierung | website created by webmotive