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Auf dem Podium am Abend vor der
geplanten "Feldbefreiung" stellte Landwirt Piprek sich der
Diskussion. Er baut mit seiner Agrargenossenschaft in diesem Jahr
auf zehn von insgesamt 50 Hektar gentechnisch veränderten Mais an. Piprek betonte, dass der Anbau legal sei. Die Felder
der Nachbarn würden von einem breiten Gürtel aus konventionellem
Mais geschützt. Er erhofft sich vom Bt-Mais einen wirksamen Schutz
gegen den Maiszünsler und die Einsparung von Insektiziden. Bt-Mais
MON810 ist in der EU für den Anbau zugelassen und als sicher für
Mensch und Umwelt bewertet worden.
Die Gentechnik-Gegner, die sich an diesem
Wochenende zur Aktion "Tanz in den Mais" versammelten, befürchten
hingegen,
dass "genmanipuliertes" Erbgut sich durch Pollenflug und Bienen
unkontrolliert verbreitet. Eine Koexistenz von Maisanbau mit und
ohne Gentechnik halten sie grundsätzlich nicht für möglich. Auf der
Podiumsdiskussion drohte Jürgen Binder, Imkermeister und Initiator von Gendreck-weg,
bereits mit weiteren Feldzerstörungen.
Nach einer Kundgebung auf dem Gelände des
Biobauern Ewald in Ruhlsdorf, wurden die Demonstranten am Sonntag auf dem Weg
zum Feld von der Polizei gestoppt. Mit großem Aufgebot hatte sie das
Gelände weiträumig abgesperrt. Erlaubt wurde schließlich lediglich
ein Demonstrationszug zur Dorfwiese nach Hohenstein mit
abschließender Kundgebung.
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