Gießen: Sortenversuche zerstört. Weitere
Aktionen angekündigt
(22.05.2007) In der Nacht
zum Montag haben in Gießen Unbekannte große Teile
eines Versuchsfeldes mit gentechnisch verändertem
Mais zerstört. Auf 700 Quadratmetern führte das
Institut für Pflanzenzüchtung der Universität Gießen
dort Sortenversuche mit etwa 60 verschiedenen
Maissorten durch, darunter acht gentechnisch
veränderten.
Diese sogenannte Wertprüfung
ist Teil des gesetzlich vorgeschriebenen
Zulassungsverfahrens, das alle neuen Pflanzensorten
durchlaufen müssen. Auftraggeber der Versuche in
Gießen ist das Bundessortenamt Hannover. Gegen die
Täter wurden Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung
und Hausfriedensbruch gestellt.
Erneut hat die Initiative "Gendreck-weg"
zu "Feldbefreiungen" aufgerufen. Die diesjährigen
Aktionstage finden am 20.-22. Juli im Oderbruch
statt. In der Region werden große Flächen mit
Bt-Mais bewirtschaftet, den die Landwirte dort seit
mehreren Jahren einsetzen. Auch im Umfeld des
G8-Gipfels in Heiligendamm Anfang Juni ist mit
Feldzerstörungen zu rechnen. Im Internet wird
angekündigt, am 3. Juni an "möglichst vielen
Genfeldern aufzutauchen, um die dort wachsenden
Genpflanzen platt zu machen." An diesem "Aktionstag
Globale Landwirtschaft" ist in Rostock eine
Großdemonstration geplant sowie "Besuche von
Genfeldern" und Protestaktionen gegen das
Agro-Biotechnikum in Groß-Lüsewitz.
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