Endgültige Fassung
veröffentlicht
USA: Leitlinien für die Zulassung von
gentechnisch veränderten Tieren
(20.01.2009) Die
amerikanische Lebensmittelbehörde FDA (Food and
Drug Administration) hat die endgültige Fassung
der Leitlinien für die
Zulassung von gentechnisch veränderten Tieren und damit
erzeugten Produkten veröffentlicht. Im September
2008 hatten die Experten den Entwurf vorgelegt, zu
dem etwa 28.000 Kommentare der Öffentlichkeit
eingingen.
Bisher sind weltweit noch
keine gentechnisch veränderten Tiere zugelassen.
Einzige Ausnahmen sind der leuchtende Zebrafisch (GloFish)
für das Aquarium und Nagetiere, die nur in
geschlossenen Forschungslaboren gehalten werden. Vor
allem die Entwicklung von transgenen Tieren zur
Produktion von Arzneimitteln schreitet voran.
Um künftig eine Zulassung in den USA zu
erhalten, müssen die Hersteller belegen, dass
ähnlich wie bei gentechnisch veränderten Pflanzen
die Tiere oder deren Produkte nicht die Sicherheit
oder Gesundheit von Mensch und Tier gefährden und
die daraus erzeugten Lebensmittel genauso sicher
sind wie herkömmliche. Nachgewiesen werden muss
auch, dass die Haltung der Tiere oder ihre
Markteinführung kein Risiko für die Umwelt
darstellt. Die Antragsteller müssen gegenüber der
Behörde erläutern, mit welchen Verfahren die neuen
Gene eingeführt wurden, woraus das Genkonstrukt besteht und dass das neue Merkmal
stabil vererbt wird.
In der Regel muss jedes
transgene Tiere vor der Vermarktung diesen
Zulassungsprozess durchlaufen. Dennoch gibt es
Ausnahmen: So werden Labortiere, die ausschließlich
zu Forschungszwecken verwendet werden, nicht in
jedem Fall begutachtet. Innerhalb der FDA ist das
Zentrum für Veterinärmedizin (CVM) für die
Bewertung des transgenen Tieres zuständig.
Produziert das Tier durch die gentechnische
Veränderung pharmazeutische Wirkstoffe, wird die
Sicherheit dieser Arzneimittel separat beurteilt.
Derzeit begutachtet die FDA die Sicherheit des
Produkts Antithrombin III, das mit transgenen Ziegen
hergestellt wird. In Deutschland ist es bereits seit
2008 auf dem Markt.
Eine Kennzeichnung für
Lebensmittel und Produkte aus gv-Tieren ist nicht
vorgesehen. In diesem Punkt wird die FDA stark
kritisiert. Verbraucherorganisationen verweisen auf Umfragen,
bei denen eine große Mehrheit der Konsumenten in den
USA eine Kennzeichnung von Lebensmitteln aus
gv-Tieren forderte.
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