Transparenz fr Gentechnik bei Lebensmitteln
 
TransGen Lebensmitteldatenbank

Geben Sie ein, wozu Sie etwas wissen wollen: eine Pflanze, ein Lebensmittel, eine Zutat, einen Zusatzstoff oder eine E-Nummer.

Newsletter? Anmelden
transGEN Forum
Gute Gene - Schlechte Gene
bioSicherheit
Pflanzen. Forschung. Ethik.
Forum Bio- und Gentechnologie

Erprobungsanbau 2005
Aussaat, Blüte, Probenahme

Die Versuche des Erprobungsanbaus 2005 gliedern sich in drei Hauptphasen: Aussaat, Blüteperiode sowie Probenahme und anschließende Laboruntersuchungen.

Bild vergrößern
Mitte Mai: Es ist ausgesät.
Die komplizierte Anlage der Versuchsflächen machte es nicht leicht für großen Maschinen.

Bild vergrößern

Sonderstandort: Gerste zwischen Mais. Die Gerstepflänzchen sind bereits zu erkennen. Der Mais (vorne und hinten) ist ausgesät, aber noch nicht aufgelaufen.

Bild vergrößern
Zwischenflächen mit Erbsen.

Mai: Aussaat

Anfang bis Mitte Mai wurde an allen Standorten die Kernparzelle mit Bt‑MaisBt‑Mais (MON 810)  und die konventionelle Vergleichssorte (isogene Linieisogene Linie) auf den umgebenden Flächen ausgesät. An einzelnen Standorten verzögerte sich die Aussaat des Bt-Maises, da die gesetzlich vorgeschriebene Frist von drei Monaten nach Anmeldung beim Standortregister abgewartet werden musste.

Auch auf den Zwischenflächen wurden die vorgesehen Fruchtarten ausgesät. An den verschiedenen Standorten sind dafür Sommergerste, Erbsen, Kartoffeln und Weidelgras vorgesehen.

Ein Teil der Versuchsstandorte wird von den Landesanstalten für Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt und Bayern betreut, der andere liegt auf Flächen landwirtschaftlicher Betriebe.  Die Aussaat und die Anlage der Versuchsfelder erfolgte unter der Kontrolle der verantwortlichen wissenschaftlichen Einrichtungen.

 

Bild vergrößern
Männliche Blüte (Rispe)
während der Pollenschüttung. Die Rispenäste sind in voller Blüte.

Bild vergrößern
Weibliche Blüte (Kolbenanlage): Die Narbenfäden sind voll entwickelt. An den klebrigen Fäden bleibt Pollen hängen.

Juli: Maisblüte

Mitte Juli begann an den südlichen Standorten die Blüte, Anfang August im Norden: Die männlichen Blüten schütten Pollen aus, der die weiblichen Blüten befruchtet. Die Pollenkörner werden fast ausschließlich durch Wind verbreitet.

In dieser Zeit fand auf allen Feldern des Erprobungsanbaus eine Blühboniturbonitur statt: Dabei wurde kontrolliert, ob Bt-Mais und konventioneller Mais zur gleichen Zeit blühten. Nur dann kann es zu einer Befruchtung durch Bt-Maispollen kommen. Es wurde jeweils der Beginn, der Höhepunkt und das Ende der Blüte festgestellt.

Gleichzeitig wurden täglich Wetterdaten - vor allem die vorherrschende Windrichtung und -stärke - festgehalten.

An einigen Standorten wird die Blühbonitur von den Pflanzenschutzämtern durchgeführt.

 

Bild vergrößern
Maisfeld
unmittelbar vor der Probennahme

Bild vergrößern

Probenahme: Einzelne Kolben werden von Hand gepflückt.

Bild vergrößern

Feinvermahlung der Proben. Die bereits einmal gemahlenen Maisproben werden noch einmal auf eine Korngröße von 0,5 mm vermahlen.

Oktober: Probenahme

Anders als 2004 wird bei der Auswertung des aktuellen Erprobungsanbaus nicht nach Silo- und Körnermais unterschieden.

Kurz vor der Ernte wurden nach einem vorgegebenen Schema einzelne Maiskolben von Hand gepflückt.

  • Auf jedem der zwölf Versuchsfelder wurden jeweils zwischen sechs und 36 Proben gewonnen. Die Gesamtzahl der Proben betrug 246.

  • Jede einzelne Probe besteht aus zehn bis dreizehn einzelnen Maiskolben. Die Maispflanzen, von denen sie gepflückt wurden, standen jeweils in einer bestimmten Entfernung zur Parzelle mit Bt-Mais.  Insgesamt wurden 2820 Maiskolben entnommen.

  • Nach dem Vermahlen werden aus den Maiskolben einer Feldprobe jeweils fünf homogene Laborproben zusammengestellt. Anschließend werden daraus nach dem Zufallsprinzip zwei Proben ausgewählt und in zwei Laboren unabhängig voneinander auf ihren GVOGVO-Anteil analysiert.

Zusätzlich wurden auf einigen Versuchsfeldern an bestimmten Punkten nicht nur Kolben als Probe entnommen, sondern unmittelbar daneben auch ganze Pflanzen. Sie werden wie bei einer Silomaisverwertung  gehäkselt. Nach der Analyse aller Proben können die GVO-Gehalte im Silo- und Körnermais unmittelbar verglichen werden.

Mit ersten Ergebnissen ist etwa Anfang 2006 zu rechnen.

Mehr bei transGEN:

 

Das Jahr im Maisfeld
Von Aussaat bis Ernte: Jede Woche ein neues Foto.
30. Januar 2006 [nach oben springen]

© 1997 - 2013 i-bio Information Biowissenschaften | Impressum | Leitlinien und Finanzierung | website created by webmotive