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Mannanase

Wirkung Aufspaltung von Mannanen
Anwendungsbereiche Futtermittel
gentechnische Herstellung möglich
Kennzeichnung nein

Wirkung

Die Mannanase ist ein EnzymEnzym, das so genannte Mannane abbaut. Diese Polysaccharide sind aus dem Einfachzucker Mannose aufgebaut und in der Natur weit verbreitet. Mannane dienen vielen Pflanzen - beispielsweise im Samen - als Reservekohlenhydratekohlenhydrate.

Verwendung

Mannanase wird vor allem als Zusatzstoff in soja- und maishaltigen FuttermittelnFuttermitteln für MasthühnerMasthühner und SchweineSchweine verwendet. Ziel ist, die Futterverwertung zu verbessern und die Zunahme an Körpermasse zu erhöhen.

In Waschmitteln wirkt Mannanase in Kombination mit weiteren Enzymen effektiv gegen Verschmutzungen durch Lebensmittel wie Eiskrem, Tomatensoße oder Salatdressing, die Guarkernmehl enthalten. Der Zusatzstoff Guarkernmehl wird aus den Samen des Guarbaumes gewonnen und in zahlreichen Produkten etwa als Füllstoff oder Geliermittel eingesetzt. 

Gentechnik

Derzeit sind vier Mannanase-Präparate auf dem Markt, von denen zwei mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen (Bakterien, Schimmelpilze) hergestellt werden.

Zulassung und Kennzeichnung

Zulassung. Die Verwendung von Enzymen ist in der EU gesetzlich geregelt. Besondere Anforderungen für mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellte Enzyme gibt es nicht. Dieses wird jedoch bei der Risikobewertung von Enzymen berücksichtigt.

  • Futtermittel: Wie alle Futtermittelzusätze müssen auch Enzyme für diesen Zweck ausdrücklich erlaubt sein. Voraussetzung dafür ist eine Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Zugelassene Präparate werden in eine EU-weit gültige Positivliste aufgenommen.

Kennzeichnung. Die Herstellungsweise von Enzymen ist kein Kennzeichnungstatbestand. Daher müssen auch mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen erzeugte Enzyme nicht besonders gekennzeichnet werden.

  • Bei Futtermitteln gelten Enzyme als Zusatzstoffe und müssen auf der Verpackung entsprechend deklariert werden.

   

Tierfutter: Mit Gentechnik.  Die europäischen Landwirte benötigen weit mehr Futtermittel als sie selbst erzeugen können. Jährlich führt die EU deswegen 35 Millionen Tonnen eiweißreiche Sojabohnen ein, vor allem aus Brasilien, Argentinien und USA. Dort ist der Anbau gentechnisch veränderter Sorten der Normalfall. Wenn es nicht bewusst "ohne Gentechnik" produziert wird, ist Mischfutter im Regelfall "gentechnisch verändert". Eine Kennzeichnung der damit erzeugten Lebensmittel - Milch, Fleisch, Eier - ist nicht vorgeschrieben.

03. Mai 2012 [nach oben springen]

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