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Sulfhydryl-Oxidase (SOX)

Wirkung Verknüpfung von Eiweißen
Anwendungsbereiche Erhöhung der Teigstabilität
gentechnische Herstellung ja
Kennzeichnung nein

Wirkung

Die Sulfhydryl-Oxidase, kurz SOX, verknüpft Eiweiße, indem sie zwei Sulfhydrylgruppen zu einer Disulfidbrücke verbindet. Bei diesem Oxidationsprozess entstehen sehr geringe Mengen Wasserstoffperoxid.

Verwendung

Die MehlMehlreifung spielt eine große Rolle für die Backeigenschaften. Das Enzym SOX ist gut zur Behandlung von Mehlen in der Mühle geeignet, entfaltet aber auch innerhalb des Teiges in sauerstoffarmer Umgebung seine Wirkung.

  • als Backenzym zur Verbesserung der Teigeigenschaften (Elastizität, Stabilität) und zur Produktoptimierung (Krumenstruktur, Volumen); vgl. auch: BackmischungenBackmischungen

  • speziell bei laminierten Teigen, die während der Zubereitung sehr dünn ausgerollt werden müssen (z.B. für Croissants, Blätterteiggebäck, Pasteten, Kräcker, Kekse)

In Zukunft soll SOX auch in anderen Lebensmitteln wie MilchMilch-, FleischFleisch- und EierzeugnissenEierzeugnissen eingesetzt werden, um Proteine schonend zu vernetzen. Bei der Herstellung von ESL-Milch (extended shelf life) zum Beispiel könnte das Enzym den unangenehmen Kochgeschmack beseitigen.

Gentechnik

In Europa wird Sulfhydryl-Oxidase mit Hilfe von gentechnisch veränderten Bakterien (Bacillus subtilis) hergestellt. Das Gen stammt aus der Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae.

Kennzeichnung. Enzyme werden in der Regel nicht auf der Zutatenliste angegeben. Eine Herstellung mit Hilfe von gv-Mikroorganismen ist zudem nicht kennzeichnungspflichtig.

 

Lebensmittel: Keine Kennzeichnung im Hinblick auf Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Käse, Milch, Eier, Fleisch- und Wurstwaren

Thema: Kennzeichnung

Leitfaden Kennzeichnung: Was? Wie? Was nicht? Und was bedeutet "ohne Gentechnik"?

27. Januar 2010 [nach oben springen]

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