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Chymosin
WirkungChymosin (auch: Rennin) ist der
Hauptwirkstoff des Labferments und wird nur bei der Herstellung von
VerwendungChymosin wird ausschließlich zur Herstellung von
Um die Dicklegung der Milch einzuleiten, wird bei der traditionellen Käseherstellung Labferment zugesetzt. Dieses wird aus tiefgefrorenen Kälbermägen durch Extraktion und anschließende Aufreinigung gewonnen. Säugende Kälber benötigen das von spezielle Zellen ihrer Magenwand produzierte Chymosin-Enzym, um die Milch ihrer Mütter verwerten zu können. Allerdings kann seit geraumer Zeit der Bedarf an Käse nicht mehr mit traditionellem Kälberlab gedeckt werden. Es sind daher Labaustauschstoffe verschiedener Herkunft in Gebrauch. Diese können aus Pflanzen ("Labkraut") stammen. Verbreitetet sind mikrobielle Labaustauschstoffe, die von speziellen, nicht als gentechnisch verändert geltenden Mikroorganismen produziert werden. Gegenüber dem klassischen Labferment haben Labaustauschstoffe Nachteile. Oft kommt es bei ihrem Einsatz zu enzymatischen Nebenreaktionen, die im Käse zu unerwünschten Geschmacksveränderungen führen können. GentechnikInzwischen ist die Produktion von Chymosin mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen weit verbreitet. Weltweit wird ein großer Teil des Käses unter Verwendung von "gentechnisch hergestelltem" Chymosin erzeugt.
Anwendung: In den USA und Großbritannien wird Käse zu etwa 80 bis 90 Prozent mit gentechnisch gewonnenem Chymosin erzeugt. In Deutschland wird dessen Marktanteil auf etwa 75 Prozent geschätzt. Der überwiegende Teil des eingesetzten
Chymosins geht in die Molke ( Zulassung und KennzeichnungZulassung: In Deutschland gilt mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestelltes Chymosin als "Labaustauschstoff" und muss nach den Bestimmungen der Käseverordnung zugelassen werden. Inzwischen sind mehrere Chymosin-Präparate auf dem Markt. Ebenso wie der damit erzeugte Käse können diese frei verkauft werden. Kennzeichnung: Ebenso wie das Labferment gilt Chymosin in Deutschland bisher nicht als Lebensmittelzutat und wird daher nicht auf der Zutatenliste deklariert. Ab 2013 sind jedoch neue EU-Vorschriften wirksam. Wenn Chymosin noch im Käse vorhanden ist, muss es als Zutat auf der Zutatenliste deklariert werden. Eine besondere Kennzeichnung im Hinblick auf eine Herstellung mit gentechnisch veränderten Organismen ist nicht vorgesehen.
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