Glucanase
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Wirkung |
Aufspaltung von Glucanen, vor allem bei Gerste |
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Anwendungsbereiche |
Bier (in Deutschland nicht erlaubt), Wein; Futtermittel |
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gentechnische Herstellung |
möglich |
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Kennzeichnung |
nein |
Wirkung
Die (Beta-) Glucanasen bauen Glucane ab - stärkeähnliche Verbindungen
(Polysaccharide), die in einigen Pflanzen wie Gerste vorkommen. Die Glucane gehören zur Gruppe der Hemicellulosen (vgl. auch
Hemicellulase).
Verwendung
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Glucanasen werden beim
Bierbrauen eingesetzt, um die in der Braugerste enthaltenen Glucane schnell und vollständig abzubauen. Diese verstopfen oft die Filter und führen zu langen Reinigungszeiten. - Zwar bildet natürlicherweise auch die Gerste selbst Glucanasen, doch diese reichen in der Regel nicht aus, um alle im Bier vorhandenen Glucane abzubauen. In Deutschland verstößt der Einsatz von Enzymen beim Bierbrauen gegen das Reinheitsgebot und ist daher nicht erlaubt.
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Bei der Herstellung von
Wein: Glucanasen werden zur Klärung des Mosts und Verbesserung der Filtrierfähigkeit eingesetzt; vor allem bei Spätlesen, wenn die Trauben vom
Botrytis-Pilz befallen sind.
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auch als Futtermittelzusätze (Geflügel,
Schweine): Durch den Aufschluss der in den pflanzlichen Futtermitteln enthaltenen Glucane tragen Glucanasen zu einer besseren Verwertung pflanzlicher Futtermittel bei.
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Stärkeindustrie, auch bei der Herstellung
von Backwaren und Diätprodukten
Weitere Anwendungsgebiete
Gentechnik
(Beta-) Glucanasen werden durch Fermentation
mit verschiedenen Pilz- und Bakterienarten gewonnen.
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Bei der Herstellung von Glucanasen werden auch gentechnisch veränderte
Produktionsstämme eingesetzt. Drei mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen
(Aspergillus, Bacillus, Trichoderma) hergestellte Glucanase-Präparate werden
in der EU kommerziell vermarktet.
Kennzeichnung. Enzyme werden in der Regel nicht auf
der Zutatenliste angegeben. Eine Herstellung mit Hilfe von
gv-Mikroorganismen ist zudem nicht kennzeichnungspflichtig.
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