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Lipase
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Wirkung |
Spaltung und Modifikation von Fetten |
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Anwendungsbereiche |
Käse, Gewürze, Aromen, Backwaren, Nudeln |
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gentechnische Herstellung |
verbreitet |
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Kennzeichnung |
nein |
Wirkung
Lipasen sind in der Natur weit verbreitet.
Man versteht darunter verschiedene Enzyme, die Fette (Lipide) in ihre Bausteine Glycerin und (verschiedene) Fettsäuren spalten. Lipasen können auch bestimmte Fettsäuren verändern oder innerhalb eines großen Moleküls umgruppieren.
Verwendung
Lipasen werden in der Lebensmittelverarbeitung
vielseitig eingesetzt:
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Käse: Optimierung und Verstärkung der Aromabildung während der Reifung
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Herstellung von Aromen durch Abspalten bestimmter Ester (=Fettbausteine) aus Fetten. Ester werden als Aromen und Geruchstoffe verwendet.
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Verschiedene Lipasen ermöglichen gezielte Modifikationen der Molekülstruktur der Fette. Dadurch sollen Zusammensetzung, physikalische Eigenschaften oder Nährwert der Fette optimiert werden. Beispiele
dafür sind ein gesundheitlich optimales Verhältnis von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren
oder die Herstellung von Kakaobutterersatzstoffen aus anderen pflanzlichen Fetten.
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Auch Säuglingsnahrung mit speziellen Fettsäuremustern
kann mit Lipase-Enzymen hergestellt werden.
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Backwaren:
Teigverbesserung (Volumen, Stabilität), gleichmäßige und helle Kruste, weiche Textur
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Nudeln und Teigwaren: In diesem Anwendungsfeld für Lipasen geht es vor allem um den Ausgleich von Qualitätsschwankungen der Weizenmehle. Dadurch sollen
Nudeln und Teigwaren eine gleichmäßige, kräftige Farbe und eine
höhere Bissfestigkeit erhalten. Auch das Kleben nach zu langem
Kochen soll durch den Einsatz der Enzyme reduziert werden.
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Lipasen können auch als
Futtermittelzusatz Verwendung finden. Der Abbau von Fetten im Futter soll die
Produktion eines mageren, qualitativ hochwertigen Fleisches
begünstigen.
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Weitere Anwendungsgebiete: Wasch- und Reinigungsmittel, Textil- und
Lederverarbeitung (etwa zum Entfetten von Fell und Tierhaut),
Papierindustrie, Kosmetik
(Feuchtigkeitscreme), Hundefutter
Gentechnik
Es werden zahlreiche Enzyme und Enzymmischungen mit Lipase-Aktivitäten angeboten. Die
Herstellung erfolgt durch Fermentation mit Mikroorganismen.
Zulassung und Kennzeichnung
Zulassung. Die Verwendung von Enzymen
ist in der EU gesetzlich geregelt. Besondere Anforderungen für mit
Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellte Enzyme
gibt es nicht. Dieses wird jedoch bei der Risikobewertung von
Enzymen berücksichtigt.
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Futtermittel: Wie alle
Futtermittelzusätze müssen auch Enzyme für diesen Zweck
ausdrücklich erlaubt sein. Voraussetzung dafür ist eine
Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA). Zugelassene Präparate werden in
eine EU-weit gültige Positivliste aufgenommen.
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Lebensmittel: Lebensmittelenzyme
dürfen in Zukunft nur verwendet werden, wenn sie in einer
"Gemeinschaftsliste" eingetragen sind. Dafür müssen die Enzyme
bestimmte Kriterien erfüllen: Ihr Verzehr muss gesundheitlich
unbedenklich sein, sie müssen technologisch notwendig sein und
dürfen den Verbraucher nicht irreführen. Mit einer ersten
Gemeinschaftsliste ist nicht vor 2013 zu rechnen.
Kennzeichnung. Die Herstellungsweise von Enzymen ist
kein Kennzeichnungstatbestand. Daher müssen auch mit gentechnisch
veränderten Mikroorganismen erzeugte Enzyme nicht besonders
gekennzeichnet werden.
- Bei Futtermitteln gelten Enzyme als Zusatzstoffe und
müssen auf der Verpackung entsprechend deklariert werden.
- Bei Lebensmitteln sind Enzyme dagegen in der Regel
nicht deklarationspflichtig. Nur Enzyme, die wie Zusatzstoffe im
Lebensmittel eine technologische Funktion erfüllen, müssen auf
der Zutatenliste aufgeführt werden.
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Locker, luftig, knusprig. In
Backmischungen, wie sie etwa für Brötchen verwendet
werden, können verschiedene Zutaten enthalten sein, bei
denen eine Herstellung mit Hilfe gentechnisch veränderter
Mikroorganismen möglich ist, etwa Enzyme wie Amylase oder
Xylanase oder das Backhilfsmittel Cystein. Früher wurde es
aus Haaren oder Schweineborsten gewonnen, heute nutzt man
gentechnisch Verfahren, die weitaus appetitlicher und
umweltfreundlicher sind.
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Sättigungsbeilagen. transGEN-Datenbank
Lebensmittel: Fritten, Reis, Nudeln, Kartoffeln |
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Lebensmittel, Enzyme, Gentechnik. Zahlreiche Enzyme
werden mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen
hergestellt. |
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