Phytase
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Wirkung |
Aufspaltung von Phytinsäure |
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Anwendungsbereiche |
Futtermittel |
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gentechnische Herstellung |
verbreitet |
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Kennzeichnung |
nein |
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EU-Zulassung |
ja (Futtermittel) |
Wirkung
Phytase wirkt auf bestimmte Phosphorverbindungen: Sie spaltet Phytinsäure unter Freisetzung von Phosphaten. Phytase wird natürlicherweise in vielen Pflanzen und Mikroorganismen gebildet.
Verwendung
Phytase wird vor allem als Zusatzstoff in
Futtermitteln für Nicht-Wiederkäuer wie
Schweine oder Geflügel verwendet.
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Anders als Wiederkäuer sind diese Nutztiere
nicht in der Lage, den in der pflanzlichen Nahrung
enthaltenen lebensnotwendigen Nährstoff Phosphor zu erschließen.
Durch den Zusatz von Phytase im Futter für Schweine und
Geflügel wird der in den Futterpflanzen vorhandene Phosphor als
Nährstoff erschlossen. Es kann auf die sonst übliche Zufütterung von Phosphat verzichtet werden.
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Dadurch sinkt der Phosphorgehalt in Gülle
oder Stalldung, und die Phosphatbelastung der Umwelt bei der Düngung
kann deutlich reduziert werden.
Gentechnik
Mit gentechnischen Verfahren können Mikroorganismen
so "umprogrammiert" werden, dass sie Phytase in wirtschaftlich
lohnenden Mengen herstellen. Erst damit wurde eine großtechnische
Produktion von Phytase möglich.
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Phytase wird in der Regel mit gentechnisch
veränderten Mikroorganismen hergestellt. Dabei werden
Schimmelpilzkulturen, aber auch Hefen
als Produktionsorganismen eingesetzt.
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In Europa sind mehrere Präparate im Handel.
Bis auf eins werden alle mit Hilfe gentechnisch veränderter
Mikroorganismen erzeugt.
Zulassung und Kennzeichnung
Zulassung. Die Verwendung von Enzymen
ist in der EU gesetzlich geregelt. Besondere Anforderungen für mit
Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellte Enzyme
gibt es nicht. Dieses wird jedoch bei der Risikobewertung von
Enzymen berücksichtigt.
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Futtermittel: Wie alle
Futtermittelzusätze müssen auch Enzyme für diesen Zweck
ausdrücklich erlaubt sein. Voraussetzung dafür ist eine
Sicherheitsbewertung durch die
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Bislang sind
fünf Phytase-Präparate in die EU-weit gültige Positivliste
aufgenommen worden.
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Lebensmittel: Lebensmittelenzyme
dürfen in Zukunft nur verwendet werden, wenn sie in einer
"Gemeinschaftsliste" eingetragen sind. Dafür müssen die Enzyme
bestimmte Kriterien erfüllen: Ihr Verzehr muss gesundheitlich
unbedenklich sein, sie müssen technologisch notwendig sein und
dürfen den Verbraucher nicht irreführen. Mit einer ersten
Gemeinschaftsliste ist nicht vor 2013 zu rechnen.
Kennzeichnung. Die Herstellungsweise von Enzymen ist
kein Kennzeichnungstatbestand. Daher müssen auch mit gentechnisch
veränderten Mikroorganismen erzeugte Enzyme nicht besonders
gekennzeichnet werden.
- Bei Futtermitteln gelten Enzyme als Zusatzstoffe und
müssen auf der Verpackung entsprechend deklariert werden.
- Bei Lebensmitteln sind Enzyme dagegen in der Regel
nicht deklarationspflichtig. Nur Enzyme, die wie Zusatzstoffe im
Lebensmittel eine technologische Funktion erfüllen, müssen auf
der Zutatenliste aufgeführt werden.
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